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Studie: Onlinehandel kettet viel Geld der Einzelhändler fest

17.05.17 Rechnungskauf und Retouren im Online-Handel binden viel Kapital, hat eine Studie der Unternehmensberatung PwC zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ergeben. Durch eine Verbesserung der Working-Capital-Performance können Milliarden freigestzt werden.

 (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Die Working-Capital-Situation der 40 größten Handelsunternehmen in der DACH-Region hat sich über die vergangenen Jahre massiv verschlechtert. Der Einzelhandel bezahlt seine Lieferanten im Schnitt zwölf Tage früher als noch vor fünf Jahren - der Zeitraum bis zum Geldeingang von den Endkunden verlängert sich indes. Vor allem der Kundenwunsch nach Rechnungskauf im Internet sowie Retouren binden vermehrt Kapital. Die Studie "Cash for Growth - Working Capital in the Retail Sector" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC identifiziert ungenutztes Potenzial.

4,9 Milliarden Euro an der Kette

Die Kapitalbindungsdauer bei den 40 größten Handelsunternehmen in der DACH-Region beträgt inzwischen durchschnittlich 57 Tage, bei Sportartikeln und Luxusgütern gar 86 Tage. Im Schnitt bezahlen die Handelsunternehmen ihre Lieferanten zwölf Tage früher als noch vor fünf Jahren. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die 2013 eingeführte EU-Direktive zum Zahlungsverzug. Sie verschärfte die Vorgaben zu Zahlungsverpflichtungen der Händler gegenüber Lieferanten.

Zugleich kommt das Geld der Kunden durchschnittlich 0,5 Tage später beim Einzelhandel an - ein Trend, der vor allem im Onlinehandel begründet ist: "Der Kauf auf Rechnung ist bei Onlineshoppern sehr beliebt. Der Kunde will seine Produkte so schnell wie möglich geliefert bekommen, lässt sich mit der Bezahlung aber gern mal Zeit", sagt Rob Kortman Rob Kortman in Expertenprofilen nachschlagen , Working-Capital-Experte bei PwC zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Komplexere Lieferketten als im stationären Handel sowie das Retourenmanagement verschlechtern die Working-Capital-Performance zusätzlich. Insbesondere die Ausdehnung der Rückgabefristen schränkt die Liquidität der Händler spürbar ein.

Verbesserungen erfordern Maßnahmenmix

"Der Einzelhandel verfügt über zahlreiche Möglichkeiten, seine Liquidität mit vergleichsweise einfachen Mitteln zu erhöhen", ist Kortman überzeugt. "Eine stringentere Vertragsgestaltung stärkt die Cash-Position im Einkauf. Auf der Forderungsseite wiederum lässt sich unter anderem durch Factoring, straffere Zahlungsziele oder eine bessere Risikopolitik eine Menge erreichen. Und auch in der Lagerhaltung liegt - trotz Fortschritten in jüngerer Vergangenheit - noch viel Potenzial, insbesondere im Retourenprozess des Onlinehandels."

(Autor: Dominik Grollmann)

In diesem Beitrag genannt:

Personen: Rob Kortman
Firmen und Sites: pwc.com pwc.de
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