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Versicherungen wollen mehr Mobile-Services

08.04.16 Die Erwartungen deutscher Assekuranzunternehmen an die Mobilisierung ihrer Vertriebsprozesse und Kundenkontakte sind ungebrochen hoch: Mehr als vier von fünf Versicherungen wollen bis 2018 in entsprechende Anwendungen investieren.

Online-Schadensmeldungen per App erleichtern Versicherungen die Arbeit. (Bild: Bill Hartmann Flickr)
Bild: Bill Hartmann Flickr
Online-Schadensmeldungen per App erleichtern Versicherungen die Arbeit.
Keine andere Technologie hat für das Vertriebs- und Kundenmanagement in der Assekuranzwirtschaft einen so hohen Stellenwert wie mobile Anwendungen: 83 Prozent aller Versicherungen und 71 Prozent der Makler haben entsprechende Investitionen für die nächsten zwei Jahre geplant. Dies geht aus einer Umfrage für den Branchenkompass Insurance 2015 von Sopra Steria Consulting zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser hervor. Danach wollen bereits kurzfristig 77 Prozent der Versicherer und 54 Prozent der Makler in mobile Apps oder in die Mobilisierung bestehender Online-Anwendungen investieren. Wichtigstes Motiv: Mit mobilen Technologien wollen sich Versicherungsunternehmen neue Wege zum Kunden erschließen und ihre Attraktivität insbesondere für die junge, technikaffine Kundengeneration erhöhen.

Konkrete Bedeutung für das Geschäft haben mobile Anwendungen heute vorwiegend in kontaktintensiven Sparten wie der Krankenversicherung. Denn dort treibt Mobilität die Daten- und Prozessintegration weiter voran - zum Beispiel, indem Versicherte ihre Rechnungen per App einreichen und anschließend den jeweiligen Bearbeitungsstand mobil nachverfolgen können.

Weitere Anwendungsszenarien ergeben sich hauptsächlich in der Vertriebskette, etwa durch einen mobilen Makler- und Vermittlerzugriff auf die Kernsysteme assoziierter Versicherungsgesellschaften. Auch andere Dienstleister können von dieser Art der mobilen Prozessoptimierung profitieren, da per Mobilität schnellere Leistungszusagen auf Basis situativer Prüfungen möglich werden. Dabei ist generell darauf zu achten, dass die Akzeptanz mobiler Apps umso höher ist, je mehr spezifische Leistungsmerkmale mobiler Endgeräte wie Kamera- oder GPS-Funktionen integriert sind, um einen echten Mehrwert für die Anwender zu schaffen.

"Das persönliche Kontaktbedürfnis beschränkt sich bei den meisten Kunden auf den Schadensfall. Mobile Lösungen sollten daher nicht überbewertet werden. Ihr größtes Potenzial liegt in der Verbesserung der Servicequalität und in höherer Kosteneffizienz aufgrund optimierter Prozessschnittstellen", sagt Lars Matzen Lars Matzen in Expertenprofilen nachschlagen , Business Unit Manager Insurance bei Sopra Steria Consulting. Gestützt wird diese Ansicht durch eine Verbraucherbefragung ders Beratungsunternehmens aus dem Jahr 2014, der zufolge mobile Versicherungs-Apps nur wenig Resonanz in der Online-Bevölkerung finden. Lediglich einer von zehn Befragten nutzt das mobile App-Angebot der Versicherungsbranche.

(Autor: Dominik Grollmann)

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Personen: Lars Matzen
Firmen und Sites: soprasteria.de
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