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Warum Italien Nachhilfe in Internet und E-Commerce braucht

11.03.15 Italien ist ein Land der 'Tradizione'. Und so ist es wenig verwunderlich - und auf der anderen Seite doch wieder erstaunlich - dass Italien bei der Internetverbreitung, beim Nutzen der neuen Medien und im E-Commerce fast allen anderen europäischen Staaten hinterher hinkt - und zwar in großem Abstand.

Italienische Produkte wie Lebensmittel oder Mode sind überall beliebt - nur leider viel zu selten im Internet zu finden. (Bild: tpsdave/Pixabay)
Bild: tpsdave/Pixabay
Italienische Produkte wie Lebensmittel oder Mode sind überall beliebt - nur leider viel zu selten im Internet zu finden.
Wie die große italienische Tageszeitung La Repubblica zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser (online) schreibt, nutzen von den 16- bis 74-jährigen Italienern gerade einmal 58 Prozent das Internet. Im europäischen Durchschnitt sind es 75 Prozent und in den Vorreiterstaaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland zwischen 80 und 90 Prozent. Die Hälfte der italienischen Bevölkerung hat unzureichende Computerkenntnisse, 27 Prozent sogar gar keine. Dabei ist Breitbandinternet quasi in ganz Italien verfügbar; aber Ultrabreitband gibt es nur für 21 Prozent der Bevölkerung - der europäische Durchschnitt liegt bei 62 Prozent.

Im E-Commerce sieht es nicht besser aus. Nur 5 Prozent der kleineren Unternehmen, die in Italien 80 Prozent der Unternehmen insgesamt und 67 Prozent der Wertschöpfung ausmachen, verkaufen über das Internet. Europaweit sind es 14 Prozent, in Deutschland 22 Prozent. Im Digitalranking 'Digital economy and society index' der Europäischen Kommission erreicht Italien Platz 25, dahinter liegen nur Griechenland, Rumänien und Bulgarien.

Die Tageszeitung klagt konkret die italienische Regierung an: Sie kritisiert, dass nur 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in technologischen Fortschritt investiert werden (Europa: 6,8 Prozent). Dabei habe sich gezeigt, das Digitalinvestitionen die Wirtschaft voranbringen: Unternehmen mit technologischem Fokus sind beim Umsatz um 13 Prozent stärker gewachsen als andere (innerhalb von zwei Jahren), bei der Anzahl der Mitarbeiter um zehn Prozent (innerhalb von drei Jahren). Deshalb ruft die Repubblica die Regierung und die Italiener selbst dazu auf, mehr in Digitalisierung zu investieren, die Unternehmen bei der Transformation zu unterstützen und sich sich nicht vor dem Thema zu verschließen. Sonst würde Italien langsam komplett von den Nachbarstaaten abgehängt. Erste Projekte, die ein langsames Umdenken erahnen lassen, gebe es immerhin bereits.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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