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Warum Smart TVs in Wirklichkeit Datenstaubsauger sind

05.09.16 Eine aktuelle Studie von Eblocker zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser offenbart, wie intensiv Hersteller, Tracking-Dienste und Fernsehsender über Smart-TV-Geräte Nutzungsdaten ihrer Kunden abrufen und zu genauen Persönlichkeitsprofilen verdichten können.

  (Bild: Samsung)
Bild: Samsung
Anhand einer Untersuchung an einem Samsung Serie 5 Smart-TV aus dem Jahr 2016 fand eBlocker heraus, dass permanent personenbezogene Daten wie die IP-Adresse an unterschiedlichste Datensammler abfließen. Das geschieht ohne Interaktion und ohne dass Smart-TV-Funktionen überhaupt genutzt werden.

Solche Datenlecks entstehen auch im Standby-Modus, also wenn der Nutzer eigentlich davon ausgeht, dass sein Gerät ausgeschaltet ist. Erschreckend ist darüber hinaus, so die Studien-Autoren, dass der Datenversand durch Konfigurationseinstellungen nicht ohne weiteres abstellbar war, so dass große Risiken für die Privatsphäre des Anwenders entstehen. Nicht zuletzt ermöglichen eindeutige Kennungen, die sich auch nach dem Aus- und Wiedereinschalten des Gerätes nicht ändern, dass der Nutzer während der gesamten Lebensdauer des Smart-TVs und über sämtliche Datensammler hinweg immer wieder erkannt wird.

Die Studie entlarvt insbesondere den Gerätehersteller - in diesem Fall Samsung - als großen Datensammler. So erhielt Samsung bei der Untersuchung ein sehr genaues Bild des Nutzers über das gesamte Fernsehverhalten, sowie installierte und verwendete Apps. Auch Fernsehsender erhalten genaue Informationen darüber, wie häufig und welche Sendungen jemand sieht oder welche interaktiven Angebote er nutzt. Bei den meisten Fernsehsendern kommen dabei auch so genannte Third Party Datensammler wie Google zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , Amazon zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser & Co. zum Einsatz.

Durch die Vollüberwachung der Zuschauer sowohl beim Fernsehkonsum als auch bei der App-Nutzung können genaue Merkmale abgeleitet werden, die beispielsweise Aufschluss über die Bonität, den Wohnort oder Religionszugehörigkeit der Smart-TV-Nutzer geben. So kann durch die IP-Adresse des Nutzers der Wohnort und in Metropolen sogar der Stadtteil des Nutzers identifiziert werden.

Auch der Bildungsgrad eines Zuschauers ist über die Nutzung entsprechender Sendungen leicht nachvollziehbar. Auf Basis solcher Informationen ist es Anbietern möglich, ihre Preise für Waren und Dienstleistungen in Internet Shops in Abhängigkeit von Bildung und Bonität bzw. Wohnort anzupassen. Dieses häufig als Preisdiskriminierung bezeichnete Verfahren bedeutet, dass Nutzer zur gleichen Zeit und beim selben Anbieter für das gleiche Produkt unterschiedliche Preise angezeigt bekommen.

(Autor: Sebastian Halm)

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