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Checkliste: Sechs Faktoren für erfolgreiche Second Screen-Angebote

29.07.13 Klassische Fernsehsender müssen sich heute ihren Marktanteil mit Spartenkanälen und dem Internet teilen. Neue Webtechniken bieten jedoch die Chance, sich vom wachsenden Wettbewerb abzuheben. Ein Trend, der in diesem Beriech viele Optionen eröffnet, ist der Second Screen. Richtig eingebunden bieten die mobilen Zweitbildschirme großes Potenzial für crossmediale Fernsehangebote. Die Kölner Agentur Interlutions hat die wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Second-Screen-Angebots zusammengefasst.

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts BI Intelligence zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser nutzen bereits 85 Prozent aller Smartphone- oder Tablet-Besitzer ihr mobiles Gerät während des Fernsehens. Sie surfen im Web, schlagen Informationen zur Sendung nach oder diskutieren in den zahlreichen sozialen Netzwerken. Der Second Screen wird in den kommenden Monaten eine besondere Bedeutung spielen - da er sich näher am Zuschauer, am Puls der Interaktion befindet, birgt er sogar das Potenzial, zum First Screen zu avancieren, während der Fernseher lediglich die Inhalte abspielt.

Eric Meurers (Bild: Eric Meurers)
Bild: Eric Meurers
Eric Meurers
Verschiedene Studien gehen davon aus, dass die parallele Nutzung mehrerer Geräte stärker den Nutzungsvorstellungen entspricht als Lösungen, die nur auf das Fernsehgerät setzen. Einige Experten unterscheiden hier aber zwischen Smartphones und Tablet-PCs: Während Smartphones eher eine Orientierungsfunktion erfüllten, werde den Tablets mehr Social-TV-Potenzial zugesprochen: Sie eignen sich demnach durch den größeren Bildschirm eher für die Generierung von Zusatzinformationen und Texteingaben.

Die Verschmelzung beziehungsweise Parallelnutzung von TV und Internet muss aber bei den Geräte-Herstellern und Publishern ein Umdenken bewirken: Jetzt muss branchenübergreifend gedacht und mit Inhalte-Anbietern kooperiert werden, um den Kunden Filme, Musik und Zugang zu Netzwerken und Applikationen bieten zu können. Eric Meurers Eric Meurers in Expertenprofilen nachschlagen , Geschäftsführer Interlutions GmbH zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , hat für iBusiness die wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches Second-Screen-Angebot zusammengefasst:

  1. Crossmediales Erzählen

    Moderne Fernsehformate erzählen Crossmedial: Was in der Sendung passiert, wird im Web weiter geführt und umgekehrt. Ganzheitliche Unterhaltungskonzepte schlagen Brücken zwischen verschiedenen Medien und bewirken, dass der Zuschauer sich viel länger mit einer Sendung beschäftigt und auch in der Werbepause nicht wegschaltet. Im Idealfall trägt jeder Kanal seinen Teil zur Gesamtgeschichte bei.

    Ein Beispiel: Der kanalübergreifende Fernseh-Krimi. Auf einer Microsite zur Sendung finden die Zuschauer neue Indizien zum Fall, in der App folgen sie auf einer interaktiven Karte den Spuren des Täters und auf der Homepage des Senders nehmen sie am dazugehörigen Gewinnspiel teil. Den klassischen Fernsehzuschauer locken TV-Sender mit solchen Angeboten ins Internet. Crossmediales Erzählen vermag aber auch Internetaffine wieder für das Fernsehen gewinnen.

  2. Individuelles Fernseherlebnis

    Digital Natives - Menschen, die mit Social Media und Internet aufwachsen - sind an individuelle Unterhaltungsangebote gewöhnt. Fernsehen in der herkömmlichen Form spricht sie häufig nicht an. Ein gutes Second Screen-Angebot bietet die Option, Inhalte nach Wunsch zu kombinieren. Der Zuschauer entscheidet selbst, ob App, Homepage oder Soziales Netzwerk sein Fernseherlebnis ergänzen soll. Je umfangreicher das Second Screen-Angebot des TV-Senders, desto individueller kann der Zuschauer sein Fernseherlebnis gestalten.

    Würde es Fußballfans beispielsweise nicht besonders begeistern, wenn sie auf dem Second Screen aus verschiedenen Kameraperspektiven wählen könnten? So kann der Zuschauer wählen, ob er lieber die Trainerbank im Auge behält oder das Tor. Denkbar sind diese Second Screen-Konzepte auch für andere Events oder Konzerte.

  3. Mitmach-Fernsehen

    Second Screen-Angebote eröffnen neue Chancen, sie schaffen das Mitmach-Fernsehen. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets machen die Zuschauerbeteiligung heute unmittelbarer. Dank ganzheitlicher kanalübergreifender Fernsehkonzepte nehmen die Zuschauer den Medienbruch kaum noch wahr. Second Screen-Angebote sind besonders attraktiv, wenn sie das Fernsehen inhaltlich ergänzen.

    Bleiben wir bei dem Beispiel des Fernseh-Krimis: Die Zuschauer wollen gemeinsam mit den Ermittlern über eine Straftat rätseln und zum Schluss den Täter finden. Bei einem interaktiven Sendekonzept kann man die Zuschauer via Second Screen über den weiteren Verlauf der Sendung abstimmen lassen. Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit? Wer ist der Täter? Das bleibt beim Mitmachfernsehen teilweise dem Zuschauer überlassen.

  4. TV als Social Event

    Soziale Netzwerke im Second Screen machen das Fernsehen zum Social Event. Zuschauer twittern über den aktuellen Tatort oder teilen ihren Enthusiasmus für die neue Lieblingsserie mit ihren Facebook-Freunden. Sie kommunizieren mit Freunden, Gleichgesinnten und sogar mit ihren Fernsehhelden. Wenn Darsteller, Moderatoren, Kandidaten oder Experten bloggen oder twittern, rücken sie näher an den Zuschauer.

    Wie bei einer persönlichen Unterhaltung bekommt der Zuschauer Neuigkeiten und Informationen aus erster Hand und tritt in den direkten Dialog mit den Fernsehpersönlichkeiten. Twitter-Feed, Blog und Like-Button dürfen daher im Second Screen-Angebot nicht fehlen. Darüber hinaus dient Social Media auch als Marktforschungstool, wodurch Feedback und Stimmungen der Zuschauer zum angebotenen Inhalt abgeholt werden können.

  5. Werbung ja, aber die Richtige

    Als neuer Kanal bietet der Second Screen neue Werbeflächen. Studien haben nachgewiesen, dass Second Screen-Nutzer Werbung auf dem Smartphone oder Tablet nicht als lästige Programmunterbrechung empfinden. Thema der Sendung und Werbeinhalte sollten allerdings aufeinander abgestimmt sein. Werbung auf dem Second Screen sollte also die Vorteile der Webtechnik nutzen und kann damit Produktmarken spielerisch und interaktiv erlebbar machen.

    Ein Beispiel liefert Nissan mit dem Werbespot zum neuen Modell Quashqai zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Nissan fordert die Fernsehzuschauer während der Werbung auf, den Sound mit der Musik-Tracking App von Shazam zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser aufzunehmen. Der Sound der Werbung ist mit einer mobilen Website verknüpft und leitet den Nutzer dorthin weiter. Auf der mobilen Webseite nehmen die Second Screen-Nutzer an einem interaktiven Spiel teil und lernen dabei das neue Modell kennen.

  6. Neue Chancen für das Fernsehen


    Der Fernseher bleibt auch weiterhin das Medium für die ganze Familie. Smartphones und Tablets als individuelle Second Screens sind in fünf Jahren aber schon nicht mehr wegzudenken. Setzen die TV-Sender neue Webtechnologien richtig ein, bieten Second Screens vielfältige Chancen für die Erneuerung des klassischen Fernsehens. Ein interaktives, crossmediales und individuell gestaltbares TV-Angebot erreicht ganz neue Zielgruppen und lenkt die Aufmerksamkeit der Internetaffinen wieder zurück auf den Fernseher.

(Autor: Susan Rönisch)

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