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Warum es immer noch Sex gibt. Und neun weitere total veraltete Dinge, die das Web auch 2016 nicht tötet.

06.08.15 Manche Sachen sollten längst verschwunden sein. Weil es sie online in 'toller', in 'besser', in 'schneller' und in 'höher' gibt. Prognostizieren wichtige Leute. Zum Beispiel hochbezahlte Analysten. Trotzdem leben diese Dinge weiter - wohl, weil ihnen die Analysten nie vorgestellt wurden. Eine Übersicht, was alles dem Fortschritt ein Schnippchen schlägt.

Wird demnächst durch Roboter ersetzt: Dieser lästige Geschlechtsverkehr mit attraktiven Menschen.  (Bild: Pixabay / CC0)
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Wird demnächst durch Roboter ersetzt: Dieser lästige Geschlechtsverkehr mit attraktiven Menschen.

HANDLUNGSRELEVANZ

 
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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Vergangene Woche zeigte iBusiness 666 Dinge, die es dank Internet nicht mehr gibt). Und nicht nur wegen des großen Erfolges gibt es jetzt - wie aus Hollywood bekannt - eine Fortsetzung. Sondern auch, weil es wichtig ist, zehn hartnäckigen Felsen in der digitalen Brandung den Respekt zu bezeugen: Zehn Dinge, die es laut einschlägiger Marktforscher, Futuristen und Technik-Bloggern eigentlich wegen des Internets schon lange nicht mehr geben sollte. Die aber aus für fast alle Experten unerfindlichen Gründen noch immer existieren.

Doch diese zehn Analog-Urgesteine sind mehr als nur disruptionsresistente Saurier - sie offenbaren nebenbei einiges darüber, wie Hypes, Digitalität und Marketing oftmals den wahren Nutzwert disruptiver Technologien überzeichnen - und zeitgleich das verkennen, was manchen analogen Produkten ihre Stärke verleiht.


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1. Bargeld

  (Bild: Pixabay / CC0)
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Regelmäßig erscheinen Studien, nach denen die Deutschen heute Nachmittag viel mehr Mobile Payment wollen. Oder sich zu 102 Prozent 'vorstellen können', mit dem Handy statt mit Bargeld zu bezahlen (Studien, die abfragen, ob sich der Befragte etwas vorstellen kann, sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen: Schließlich kann sich jeder vorstellen einen ausgewachsenen Löwen in den Hintern zu zwicken, wird es deswegen aber vielleicht weniger oft tun).

Nach Jahren, in denen keine Mobile-Payment-Lösung die Nutzer überzeugen konnte, kam im September 2014 endlich Apple zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser mit 'Apple Pay' - die Enthusiasten überschlugen sich - 'Jetzt wird's was!'. Aber noch immer gibt es keinen Deutschland-Starttermin. Deutschland bleibt ein Bargeldland - acht von zehn Einkäufen passieren hierzulande in bar, den Rest übernimmt das Plastik (EC- oder Kreditkarte) - wie iBusiness berichtete. Doch nicht nur die deutsche Mentalität ist schuld - Bargeld hat keine großen Systemfehler, ist klein, handlich, praktisch und bedeutet Freiheit. Der Wechselanreiz zu mobilem Bezahlen ist und bleibt also klein.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Geld ist unhygienischer als mobiles Bezahlen mit dem Handy und diebstahlanfällig, komplett ohne Passwortschutz und geht ständig alle.
Abschaff-Prophet: z.B. Frost & Sullivan
Untrackbar, marketingimmun, anbieterunabhängig, einfach handhabbar - und supermobil, weil klein. Knackpunkt: Die Vorteile des Mobile Payments sind rein von der Seite der Anbieter und Advertiser gedacht, Nutzerfreund bleibt das Bargeld. Schon der Name 'mobiles Bezahlen' (eine Fehlübersetzung von Mobile Payment = Handy-Bezahlen) untergräbt die Erfolgsaussictht: was ist mobiler als Geldschein und EC-Karte. Usability
Sicherheit
Nutzerautonomie
Sehr hoch

2. Papier im Büro

  (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Das papierlose Büro steht auch 2016 nur auf dem Papier: Der Traum vom Büro ohne Zettelwirtschaft ist als technische Utopie mindestens ein halbes Jahrhundert alt: In den sechziger Jahren machten Star-Trek-artige Sessel mit anmontierten Bildschirmen und Tastaturen auf Messen die Runde - sie sollten ein für allemal den Schreibtisch aufräumen und Papier überflüssig machen. Viele Jahre später belebten die aufkommenden Cloud-Lösungen den Traum vom rein elektronischen Büro wieder, in dem es Mails statt Briefe und Assistenzlösungen statt Post-its geben soll. Manche Anbieter träumen ihn noch heute - träumt weiter, das papierlose Büro bleibt vorerst frommer Wunsch.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Ineffektiv, unökonomisch: Der durchschnittliche deutsche Schreibtisch sieht aus wie ein Katastrophengebiet aus Papier und Post-its. Die moderne Technologie hat im Grunde für jedes Problem, das sich daraus ergibt, eine Lösung parat.

Abschaff-Prophet: z.B. Uni Münster zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser
Dummerweise hat die Realität für jede Lösung ein neues Problem parat: Sicherheitsbedenken bremsen die Cloudspeicherung von Dokumenten aus, technische Probleme die totale Integration aller Anwendungen - abgesehen davon, dass kaum ein virtueller Assistent so effektiv erinnert wie das Post-it am Bildschirm: Menschen bevorzugen oftmals Papier, besonders wenn es um Bilder der Lieben, Postkarten von Kollegen oder Zettel mit Witzen darauf geht.Sicherheit
Usability
Emotion
hoch

3. Visitenkarten

  (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Die Medien haben immer wieder das Ende der Visitenkarte verkündet, bevorzugt anlässlich eines neuen Start-ups wie der Kontakt- und Reputationsplattform 'Hashable' oder bereits zuvor, als Xing zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen und Linkedin zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ins Licht einer breiteren Öffentlichkeit traten. Dennoch hält sie sich mit zeckenhafter Hartnäckigkeit. Und ein Ende ist nicht abzusehen.
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Man verliert sie, man hat keine dabei, wenn man sie dringend braucht, man muss sie nachdrucken lassen

Abschaff-Prophet: z.B. Linden Lab
Das Überreichen der Visitenkarte ist ein Business-Ritual - zusätzlich fehlt den virtuellen Konkurrenten die einleuchtende Usability des Papier-Pendants: Man kann Notizen darauf machen, man kann sie gestalten und anfassen.Haptik
Emotion
Funktionalität
hoch

4. Zeitungen

  (Bild: Pixabay / CC0)
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Je verzweifelter die Zeitungsverleger werden, desto intensiver rechnen sie vor, wie viele Menschen sie noch erreichen: Doch der langsame Abstieg der Zeitungen ist statistisch nicht von der Hand zu weisen: Die Auflagen sinken unaufhaltsam. Warum auch nicht: Mit Ausnahme von Publikationen die sich durch aufwändige Fotostrecken, ausgefallene Layouts oder Sammlercharakter auszeichnen (etwa das Yps-Heft) gibt es kaum einen Grund auf Papier zu lesen, was online gratis zu haben ist. Zumindest noch.

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Die tatsächliche Entwicklung der Zeitungsauflagen (rote Linie) unterscheidet sich kaum von der Entwicklung, die sie genommen hätte, gäbe es kein Internet (schwarz). Für letztere hat die Studie den bereits sinkenden Auflagentrend vor Aufkommen des Webs einfach bis heute verlängert.
(chart: Andreas Vogel, Uni Bamberg: Talfahrt der Tagespresse: Eine Ursachenanalyse)
Der entscheidende Faktor, wieso das Web Zeitungen noch nicht getötet hat, ist: Das Internet ist nicht am Niedergang der Zeitungen schuld. Zeitungsforscher haben in einer Studie 2014 eindrucksvoll nachgewiesen, wie der demografische Wandel, mangelnde Anpassung, der Wegbruch der Kiosklandschaft und eine Reihe anderer Ursachen den Auflagenschwund bewirkt haben (iBusiness berichtete).
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Online nicht nur vollständig substituierbar - sondern auch aktueller, schneller, umfangreicher.

Abschaff-Prophet: z.B. Journalistiklehrbuch Prof. Dr. Klaus Meier zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Klaus Meier in Expertenprofilen nachschlagen
Der demografische Wandel und eine Reihe anderer Faktoren töten die Zeitungen, nicht das deutlich schnellere Web. Deswegen wird die Marktkonsolidierung noch Jahre bis Jahrzehnte dauern.Kulturelle Gewohnheit
Disruption ist nicht Web-verursacht
niedrig

5. Möbelhäuser

  (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Verschiedene Start-ups und etablierte Shops versuchen sich an einer Invasion des von den Möbelhäusern abgesteckten Marktterritoriums. Besonders aggressiv gingen hier 2012 wieder einmal die Samwers mit ihrem Startup Home24 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser vor - dessen Marketing degradierte Möbelhäuser zu Einrichtungen am "Arsch der Welt", gegen die das Internet eine Hochburg der einfachen Zugänglichkeit sei. Doch Möbelhäuser sind auch 2015 noch Möbelhäuser: Gerade mal vier Prozent der Möbelhandelsumsätze wurden 2013 online erwirtschaftet, iBusiness prognostizierte eine von anderen Experten bestätigte dauerhafte Sättigungsgrenze von acht Prozent für den Möbelhandel.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Möbelhäuser liegen weit draußen, die Mitnahme der Möbelstücke ist oftmals aufgrund Gewicht und Größe unmöglich, sodass man sie liefern lassen muss; also warum nicht sowieso online bestellen?

Abschaff-Prophet: z.B. Eweb Research Center zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser
Möbelkauf ist ein emotionales Event für die ganze Familie, Möbelhäuser bieten oftmals mit Kinderparadiesen und Restaurants Ausflugsziel-Charakter und zudem sind Möbel erklärungsbedürftige Produkte. Man will sie anfassen und sehen - in richtig echt so.Emotion
Service
Haptik
hoch

6. Supermärkte

'Jaja, bei ner Überstunde brüllen sie 'Betriebsrat!', aber dafür hat der Azubi Zeit.' (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
'Jaja, bei ner Überstunde brüllen sie 'Betriebsrat!', aber dafür hat der Azubi Zeit.'
Noch eine Offline-Hochburg, gegen die die ECommerce-Pure-Player vergeblich anrennen: Der deutsche Lebensmittelmarkt widersetzt sich der Digitalisierung, abgesehen von geringen Ausnahmen wie etwa nischigem Abo-Commerce ("Jede Woche eine andere exotische Schokolade!"): So geben nur 17 Prozent der Deutschen an, dass sie Waren des täglichen Bedarfs online kaufen. Fast die Hälfte (47 Prozent) empfinden den Gang zum lokalen Händler als "angenehme" oder "sehr angenehme" Beschäftigung. Nur 19 Prozent finden den Einkauf lästig, ein Drittel bewertete die Tätigkeit neutral.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Schwere Tüten nach Hause zu schleppen ist das Gegenteil von Spaß. Jeder Markt hat eine andere lückenhafte Auswahl. Und richtig emotionales Event ist der Kauf von Dauerwurst und Klopapier ja auch nicht - eigentlich gut digitalisierbar.

Abschaff-Prophet: z.B. Ernst & Young zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser
Eine Einkaufsliste schreiben zu müssen, nimmt einem auch das Web nicht ab. Das Problem, die Einkäufe nach Hause zu bekommen wird zum Problem umgewandelt, ein Zeitfenster finden zu müssen, zu dem man die Lieferung annehmen kann. Und schließlich: Wieso online kaufen, wenn man auf dem Heimweg an einem Dutzend Märkten vorbei kommt.Einfachheit
Logistik
Datensicherheit
hoch

7. Passwörter

  (Bild: Hans / pixabay.com)
Bild: Hans / Pixabay
Je mehr Plattformen und Onlineservices existieren, desto mehr Passwörter benötigt der Onlinenutzer. Diese Komplexität zu reduzieren haben sich schon einige vorgenommen: Diverse Passwortmanager, Apple mit seinem Fingerabdruck-Sensor oder Google zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser mit einem Passwortring, der per Annäherung ans Endgerät Accounts entsperrt. Trotzdem wuchert und sprießt das Passwortchaos weiter: Schätzungen von Sicherheitsplattform SecurityMadeIn.lu zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser zufolge liegt die durchschnittliche Passwortzahl bei 15 bis 20 Stück pro Nutzer im Jahr 2015.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Lästig - man benötigt dutzende und vergisst jedes einzelne.

Abschaff-Prophet: z.B. Google
Passwortmanager speichern alle Passwörter - wäre super, wären sie nicht mit einem (jap!) Passwort gesichert, dass man sich wiederum merken muss (und knackt ein Hacker das, hat er alle). Ring und Fingerabdruck bringen die neuen Probleme hoher technischer Hürden und Endgerätebindung mit sich. Mal abgesehen davon: Passwort vergessen? Na und? Neues schicken lassen. Geht in einer Minute, lästig aber tolerabel.Sicherheit
Usability
hoch

8. Werbeprospekte

Trotz Internet noch immer da: Die Beilage (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Trotz Internet noch immer da: Die Beilage
Was hat sich das Internet Mühe gegeben, die Papiererfahrung des Webs aus Einsen und Nullen nachzubauen, doch alle Digitalität bekommt den Prospekt nicht abgeschafft: "Man spreche vom Werbeprospekt und die Werber bekommen glänzende Augen - es geht dem Format hervorragend", sagt Mediaguru Thomas Koch zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Thomas Koch in Expertenprofilen nachschlagen . Zwar sei die Auflage ein wenig gesunken, doch solle man sich davon nicht täuschen lassen: "Das liegt nur daran, dass die Werbetreibenden noch besser als früher Kundenkreise regional zu adressieren verstehen und die Streuverluste minimieren."

Logisch: Portalen wie Kaufda zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , die sich an die Digitalisierung des Prospektes gemacht haben, geht es nicht schlecht - aber sie kochen auf deutlich kleinerer Flamme als das papierne Vorbild. Wahrscheinlich wird mit einem höheren Bevölkerungsanteil von Digital Native der digitalisierte Prospekt in der einen oder anderen Form dem Papier-Papa Marktanteile abnehmen, doch "noch werden auf Jahrzehnte ältere, kaufkräftigere Menschen mit einer Vorliebe für das gedruckte Prospekt dasselbe vor dem Aussterben bewahren", prognostiziert Thomas Koch.
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Sie sind ungetargetet, großformatig, sperrig. Sind sie veraltet, kann man damit nur noch die Schuhe ausstopfen, sie purzeln einem aus Zeitungen entgegen, es gibt keine überregionale Suchoption.

Abschaff-Prophet: z.B. Kaufda-Chef Christian Gaiser zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Christian Gaiser in Expertenprofilen nachschlagen
Sie sind ungetargetet, großformatig, die Haptik vermittelt eine Wertigkeit, die Apps fehlt. Sind sie veraltet, kann man mit ihnen die Schuhe ausstopfen, sie sind überraschende informative Beilagen, die in Zeitungen emotional Konsumlust vermitteln. Es gibt hohe lokale Relevanz. Man kann Sonderangebote ausschneiden und zur Erinnerung an den Kühlschrank kleben.Haptik
Emotion
Relevanz, Effizienz
Die Anhängerschaft der Prospekte wird auf Jahrzehnte noch eine kaufkräftige Demografie stellen. Und: Onlinehändler geben nun auch Prospekte heraus - hoch

9. Single Purpose Devices

Was dem Fotografen nicht bewusst war: In den Eierschneider gehört das Ei ohne die Schale.  (Bild: Pixabay / CC0)
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Was dem Fotografen nicht bewusst war: In den Eierschneider gehört das Ei ohne die Schale.
Bevor Smartphones die Schweizer-Taschenmesserisierung des Elektrogerätes vorantrieben, gab es nicht nur multifunktionale Elektronik wie Telefone mit Kamera und Navigationsgerät; es gab doch echt Navis, mit denen man nur navigieren konnte oder Kameras, die nur fotografierten. Und merkwürdigerweise gibt es die immer noch. Ja, schlimmer noch: Das Interaktivzeitalter hat sogar noch zusätzliche Single Purpose Devices hervorgebracht: E-Reader sind reine Lesegeräte.

Tatsächlich hat die Multifunktionalität des Telefons und ihr Hund und Geldbörse verdrängender Aufstieg zum besten Freund des Menschen nicht das monofunktionale Gerät verdrängt - von Ausnahmen wie dem kaum noch anzutreffenden Taschenrechner abgesehen (doch nicht mal der ist tot).
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Unpraktisch: Für zehn Aufgaben zehn Geräte? Bringt doch eigentlich nichts, ist nur sperrig und teuer und uncool.

Abschaff-Prophet: z.B. Eweek zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser
Single Purpose Devices sind leistungsfähiger und zuverlässiger - besonders im professionellen Bereich. Aber auch der eine oder andere Urlauber, der mal versucht hat, mit Google Maps zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser durch Andalusien zu fahren, stand bald darauf mit einem Navi unter dem Arm in der Elektrofachmarkt-Schlange. Hinter dem Typen mit E-Reader, der am Strand auf dem iPad zu lesen versucht hatte.Funktionalität
Usability
Zuverlässigkeit
Im B2B-Bereich (Spezialnavis für Lkws): sehr hoch
Endkundenbereich: Noch auf Jahre hinweg hoch

10. Sex

  (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Mehr als einmal prognostizierten 'Wissenschaftler' (man beachte die sarkastischen Anführungsstriche), dass hochentwickelte Sexroboter die Menschheit bald süchtig machen und Ehen zerstören würden. Obendrein werden sie noch massenhaft Techno-Jungfrauen produzieren - Menschen, die noch nie Sex mit anderen Menschen hatten und dies auch nicht wünschen, weil ihnen Robosex ausreicht.

Merkwürdigerweise gibt es Sex immer noch. Aber auch die Anhänger des Geschlechtsverkehrs mit Robotern (oder wenigstens dessen baldiger Ankunft in der Realität) sind auch heute nicht ausgestorben: So zitierte 2014 eine Studie des Forschungsinstitutes PEW Research zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser einen Experten, der Mensch-Robotersex schon für 2025 nochmal neu ankündigt.
Sollte verschwunden sein, weil...Gibt es aber noch, weil...Resistenz-FaktorenKünftige Disruptions-Resistenz
Unhygienisch und riskant,
anstrengend (je nach Ausführung von akrobatischen Elementen geprägt), nicht immer in gewünschter Frequenz und Ausführung verfügbar, selbst gegen Bezahlung nicht.

Abschaff-Prophet: z.B. Futurist, PEW Research
Der natürlichste aller Vorgänge widersetzt sich artifizieller Substitution: Wer Sex hat, will allenfalls mehr und braucht keinen digitalen falschen Jakob. Wer ihn nicht hat, will das Original.Emotion
Haptik
Psychologie
Sozio-kulturelle Gewöhnung in 250.000 Jahren Homo Sapiens
Höhepunktartig hoch bis extrem sehr hoch

(Autor: Sebastian Halm)

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