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Checkliste: Wie Frauen auch in Internet-Unternehmen Karriere machen

08.03.12 Das Thema Diversity steht derzeit bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Allerdings nicht in Internet-Unternehmen und Agenturen. Trotz gleichberechtigten Image ist der Frauenanteil bei Startups, Agenturen und Internet-Unternehmen seit Jahrzehnten niedriger als in der Metzger-Innung oder der Berliner Piratenfraktion. Das liegt allerdings nicht zuletzt an den Frauen.

Claudia Schmidt Claudia Schmidt in Expertenprofilen nachschlagen , Geschäftsführerin der Mutaree GmbH zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und Expertin für Veränderungsmanagement, nennt vier zentrale Erfolgsfaktoren für die Karriere von Frauen im Management:
    Erstens müssen Frauen beweglich sein, um Karrierechancen zu erkennen und auch wirklich nutzen zu können. Dazu ist es wichtig, aktiv zu sein, Netzwerke zu knüpfen und auszubauen, in Entscheiderkreisen präsent zu sein, die Unterstützung von Mentoren zu nutzen und durch Erfolgsmodelle zu lernen. "Frauen sollten sich nicht zu schade dafür sein, eine Karrierechance zu ergreifen, auch wenn sie das Ergebnis einer Quotenregelung ist. Falsche Bescheidenheit oder Prinzipientreue sind keine Karrierekatalysatoren"", so Schmidt.

  1. Zweitens brauchen Frauen schlicht Kraft, um sich in unternehmensinternen Machtkämpfen durchzusetzen. Das heißt, es reicht nicht, Wissen lediglich anzusammeln. Vielmehr ist es entscheidend, dass Frauen ihre Kenntnisse in der Praxis anwenden, und dadurch ihre Kompetenzen und ihren Einflussbereich kontinuierlich ausbauen. "Zurückhaltung ist fehl am Platz. Sich dem Wettbewerb um Positionen und Einfluss selbstbewusst zu stellen, Machtkämpfe nicht nur auszuhalten, sondern auch zu gewinnen, sind die Anforderungen an karriereorientierte Frauen. Und aus Niederlagen lernen ist eine Kernvoraussetzung aller aufstiegswilligen Talente", sagt Claudia Schmidt.

  2. Drittens benötigen Frauen ein hohes Maß an mentaler Ausdauer, wenn sie es in die Führungsspitze eines Unternehmens schaffen wollen. Ausdauernde Motivation erreicht man aber nur, wenn man sich realistische Ziele setzt und diese Schritt für Schritt verfolgt. Nur so ist langfristiger Erfolg möglich.

  3. Viertens beeinflusst die richtige innere Einstellung den Karriereerfolg: "Haltung, Selbstvertrauen und ein starker Wille sind die Basis für eine erfolgreiche Karriere im Management. Frauen müssen gewinnen wollen und an den Sieg glauben, um beruflich voranzukommen. Der Wettkampf ist hart und am Ende gewinnen die, die ihre Kompetenzen am besten einbringen können und den Sieg am meisten wollen", argumentiert sie.
Und dann muss frau - fünftens - auch noch Karriere machen wollen. Im Gegensatz zu Männern, die bei der Vergabe von Chancen dreimal "hier" schreien, überlegen sich Frauen traditionell eher, warum sie dies und das nicht können - und arbeiten schließlich einem Mann zu, der sich die Fähigkeit der Frau einfach dazu geholt hat.

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Vier Fünftel aller ManagerInnen ist männlich

Frauen besetzen in Deutschland knapp ein Fünftel aller Führungspostionen (21,1 Prozent). Während Berlin mit einer Quote von 24,0 Prozent mit den meisten weiblichen Chefs aufwartet, weisen auch das Saarland und Brandenburg (je 22,4 Prozent), Bayern (21,9 Prozent), Sachsen (21,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (21,7 Prozent) einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil bei den Entscheidern auf. Am geringsten fällt die Quote mit 19,1 Prozent in Baden-Württemberg aus - gefolgt von Bremen (19,3 Prozent) und Schleswig-Holstein (19,9 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Auswertung Frauen in Führungspositionen zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , für die die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel mehr als eine Million Unternehmen in Deutschland analysiert hat.

Insgesamt nimmt der Frauenanteil in Führungspositionen mit zunehmender Größe des Unternehmens ab. Frauen gelingt es eher, in kleinen und mittleren Unternehmen die Führungspositionen einzunehmen. Bei Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern rangiert die Quote bei 21,6 Prozent. Bei zunehmender Firmengröße sinkt der prozentuale Frauenanteil in Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern beispielsweise auf 12,9 Prozent. In Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern beträgt der Anteil der weiblichen Führungskräfte lediglich noch 8,3 Prozent. Ein deutlicher Trend zu Entscheiderinnen zeichnet sich in den jüngeren Altersklassen ab. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist knapp jeder dritte "Chef" eine Chefin. Dies entspricht einem Frauenanteil von 32,1 Prozent in dieser Altersgruppe. Bei den 25- bis 34-jährigen Entscheidern ist jeder vierte Boss weiblich: 25,9 Prozent bei den 25- bis 29-Jährigen und 26 Prozent bei den 30- bis 34-Jährigen. Den geringsten Frauenanteil mit 18,3 Prozent verzeichnen die 70- bis 74-Jährigen.

(Autor: Joachim Graf)

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Personen: Claudia Schmidt
Firmen und Sites: buergel.de mutaree.com
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