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Online-Handel in Nordeuropa boomt: Wo das Potenzial für deutsche Shopbetreiber liegt

12.04.12 Der grenzüberschreitende Versandhandel in Nordeuropa ist von einer starken Dynamik geprägt. Bislang beschränkt er sich jedoch noch weitestgehend auf die nordischen Nachbarstaaten untereinander. Allerdings sind insbesondere junge Konsumenten offen für ausländische Produkte und bieten deutschen Online-Händlern ein erhebliches Potenzial. Das zeigen die Ergebnisse einer Marktforschungsstudie von Swiss Post International zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

Für Online-Händler ist es nicht einfach, die richtige Internationalisierungsstrategie zu finden. Einerseits locken weltweite Märkte, andererseits bleibt die Scheu vor einem Sprung ins Ungewisse. Dabei genießen gerade deutsche Online-Shops aufgrund der ihnen zugeschriebenen hohen Zuverlässigkeit einen hervorragenden Ruf und sind für eine Internationalisierung prädestiniert. Wenn Unternehmen beginnen zu expandieren, dann bleiben sie zunächst im deutschsprachigen Raum, erst danach richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf den Süden oder Westen Europas, aber nur selten nach Norden.

 	Warum Kunden nicht in ausländischen Shops kaufen (Bild: Swiss Post International)
Bild: Swiss Post International
Warum Kunden nicht in ausländischen Shops kaufen


Obwohl die Rahmenbedingungen in Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen außerordentlich günstig sind, wird diese Option meist außer Acht gelassen. Anlässlich der Eröffnung der neuen Niederlassung in Oslo hat Swiss Post International eine Distanzhandels-Analyse in Auftrag gegeben, in der über 4.000 Verbraucher und rund 360 Distanzhändler in den vier Ländern befragt wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass die Perspektiven für E-Commerce "Made in Germany" im Norden Europas vielversprechend sind.

Junge Konsumenten sind auf dem Sprung


"Mit der Studie geben wir deutschen Online-Händlern ein Instrument an die Hand, das Marktpotenziale in Nordeuropa aufzeigt", sagt Thomas Sjölin Thomas Sjölin in Expertenprofilen nachschlagen CEO von Swiss Post International Scandinavia. Verbraucher im Norden Europas sind innovativ und dem Onlinehandel gegenüber sehr aufgeschlossen, so das erste Fazit der Erhebung. Im europäischen Vergleich verfügen überdurchschnittlich viele Haushalte über eine schnelle Internetverbindung und die Nutzer machen regen Gebrauch davon. Bestellt werden vor allem Elektronikartikel und Computer (22 Prozent) sowie Bekleidung (21 Prozent), CDs und DVDs (20 Prozent), Bücher (19 Prozent), Kosmetik, Schuhe und Sportartikel. Besonders bei jungen Konsumenten, sagt Sjölin, gebe es eine große Nachfrage nach ausländischen Produkten. Mit den Erstkonsumenten der nächsten Jahre werden sich die Perspektiven auf dem ohnehin schon dynamischen Markt weiter verbessern.

Geschlossene Gesellschaft Nordeuropa?


Derzeit bestellen noch viele Dänen (34 Prozent), Finnen (41 Prozent), Norweger (31 Prozent) und Schweden (51 Prozent) Waren im eigenen Land. Zudem findet der grenzüber-schreitende Online-Handel in hohem Maße zwischen diesen vier Ländern statt. Distanzhändler außerhalb Nordeuropas nutzen bislang eher selten den Zugang zu diesen viel versprechenden dynamischen Märkten. Woher der Widerspruch zwischen der innovativen Nutzung des Mediums Internet und dem zögernden Kaufverhalten in ausländischen Shops kommt, lässt sich anhand der Studie näher beleuchten. So wurden die Verbraucher genau befragt, warum sie nicht in ausländischen Shops bestellen.

Fehlende Infos über grenzüberschreitende Einkäufe


Fast ein Viertel aller Online-Shopper Nordeuropas rechnen damit, dass die Ware nicht ankommt. Weitere 23 Prozent gaben an, dass ihnen der Bestellvorgang im Ausland zu kompliziert ist. 19 Prozent der Dänen, Schweden, Norweger und Finnen kaufen nicht außerhalb der EU, weil sie Zollkosten fürchten - in Norwegen sind es sogar 33 Prozent. Die Hindernisse für den grenzüberschreitenden Handel unterscheiden sich dabei stark von Land zu Land. In Dänemark sind die wichtigsten Hürden die hohen Versandkosten und die sprachlichen und kulturellen Unterschiede. Für Finnland trifft letzteres ebenfalls zu. Zudem gaben 51 Prozent der Finnen an, dass sie ausschließlich Vertrauen in nationale Händler haben. Sjölin rät Unternehmen deshalb bereits bei der Gestaltung des Internetauftritts zu mehr Transparenz. "Nur wenn es Online-Händlern gelingt, Berührungsängste abzubauen, lässt sich das enorme Potenzial in den nordischen Ländern optimal erschließen."
 	Was sich ändern müsste, damit Kunden mehr in ausländischen Shops kaufen (Bild: Swiss Post International)
Bild: Swiss Post International
Was sich ändern müsste, damit Kunden mehr in ausländischen Shops kaufen

Versandkosten deutlich senken


Derzeit werden ausländische Shops meist frequentiert, wenn die angebotene Ware nicht im eigenen Land verfügbar ist (35 Prozent) oder in anderen Ländern zu günstigeren Preisen (41 Prozent) angeboten wird. 27 Prozent der Nordeuropäer würden Online im Ausland bestellen, wenn die Versandkosten geringer wären. Vorbehalte für den Kauf im Ausland haben in erster Linie Verbraucher mittleren Alters. Für junge Käufer zählen eher harte Fakten wie Preis, Verfügbarkeit und Lieferkosten. Sie lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand zum grenzüberschreitenden Einkauf motivieren. Laut Sjölin lässt sich das beachtliche Potenzial der nordeuropäischen Märkte für deutschen Online-Händler am ehesten erschließen, wenn die Versandkosten und im Falle von Norwegen auch die Zollabfertigungskosten deutlich gesenkt werden können. "Beispielsweise durch das Angebot einer Sammelverzollung, wie es Swiss Post International für Norwegen anbietet."
Für die Studie wurden über 4.000 Verbraucher und rund 360 Distanzhändler in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland befragt. Das Thema "Internationalisierung" ist Schwerpunkt im iBusiness Dossier 'Internationalisierung für Onlineshops'. Es kann kostenlos angefordert werden.

(Autor: Susan Rönisch)

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In diesem Beitrag genannt:

Personen: Thomas Sjölin
Firmen und Sites: swisspost.com
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