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22 Regeln, um ein Unternehmen zukunftsfähig zu machen

16.11.09 Ob ein Unternehmen zukunftsfähig ist - und wie sehr - beantwortet die Checkliste 'Selbstpositionierung Zukunftsfähigkeit'.

 (Bild: Conosco)
Bild: Conosco
Entstanden ist die Definition der Zukunftsfähigkeit aus Untersuchungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Die Haupt-Handlungsfelder für die Zukunftsfähigkeit einer Organisation oder eines Unternehmens sind demnach
  • Vertrauen
  • Wissen
  • Nachhaltigkeit
  • Open Innovation
  • Transparenz
Diese Checkliste konzentriert sich auf die drei Hauptbereiche:

    Umgang mit Wissen

  1. Einrichtung und Unterhaltung von persönlichen Austauschzonen, die zum Verweilen und zum Dialog mit Kollegen einladen (z. B. Kaffee-Bars).
  2. Integration der Wissensdokumentation in alle Geschäftsprozesse.
  3. Strategien und Ermutigungen, Wissen zu teilen und Herrschaftswissen zu vermeiden.

    Wissensaustausch

  4. Die Leitungsebene fungiert durchweg als Vorbild und dokumentiert ihr eigenes Wissen für alle Mitarbeiter.
  5. Nicht nur Wissen über Erfolge sondern auch über Misserfolge wird dokumentiert und diese Misserfolge dadurch enttabuisiert.

    Wissensvernetzung

  6. Integration externen Partner und deren Wissen in Geschäftsprozesse.
  7. Technische Zugangsmöglichkeiten zu Wissenssystemen für Lieferanten und Prosumenten mit einer Dialog- bzw. Bearbeitungsmöglichkeit.

    Innovation: Anwendung Produkte & Organisation

  8. Es sind Regeln installiert, die die alle bestehenden Geschäftsprozesse regelmäßig auf Ihre Richtigkeit, Effektivität und Sinnhaftigkeit prüfen.
  9. Jeder Mitarbeiter darf bestehende Geschäftsprozesse hinterfragen, eine Überprüfung anregen und jederzeit Vorschläge für Verbesserungen machen, die nachweislich geprüft werden.
  10. Im Rahmen von Projekt-Rückblicken werden auch die beteiligten Geschäftsprozesse auf ihren Einfluss hin geprüft.

    Open Innovation

  11. Durch gelebte Open Innovation werden Produkt- und Geschäftsprozess- Fehlentwicklungen minimiert.
  12. Open Innovation hat in Teilen passive Marktforschung von außen abgelöst.
  13. Der Dialog mit Kunden wird in allen organisatorischen Ebenen zu jeder Zeit gesucht und externe wie interne (abteilungsfremde) Impulse werden sehr ernst genommen.

    Erneuerungskultur

  14. Das Wohl und die Weiterentwicklung der Organisation stehen über persönlichen Interessen aller Mitarbeiter.
  15. Ein Klima des Vertrauens und der Offenheit fördern in Ihrer Organisation die Erneuerung von Prozessen und Produkten.
  16. Neue Perspektiven und Entwicklung stehen mindestens gleichwertig zur Bestandssicherung.

    Nachhaltigkeit: Sozialer Umgang

  17. Anliegens seitens Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern können jederzeit an alle Ebenen der Organisation, insbesondere an die Leitungsebene, heran getragen werden. Auch werden diese Anliegen gegenüber allen dokumentiert.
  18. Bei Entscheidungen innerhalb der Organisation spielen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte stets eine gleichwertige Rolle.

    Ökologischer Umgang

  19. Alle Geschäftsprozesse und Richtlinien werden in punkto Ökologie bzw. Klimabeeinflussung reflektiert.
  20. Entscheidungen für oder gegen ökologische Vorgehensweisen werden dokumentiert und sind allen Mitarbeitern, Lieferanten und Prosumenten zugänglich.

    Ökonomischer Umgang

  21. Ökonomische Erfolge und Misserfolge werden klar und umfassend kommuniziert und dokumentiert.
  22. Die Auswirkungen aus den Bereichen Innovation und Wissen auf die ökonomischen Entwicklungen werden bewertet und dokumentiert.
Diese Haupt-Handlungsbereiche werden mit Vertretern aller Hierarchiestufen gemeinsam besprochen und bewertet. Die Bewertung der einzelnen Punkte kann nur auf Basis eines Konsenses aller Beteiligten erfolgen. Auch deshalb sind neben der reinen Bewertung insbesondere die Diskussionsinhalte sehr wertvoll, um ggf. Problemfelder zu identifizieren und notwendige Veränderungen einzuleiten. Auf Basis der vorliegenden Checkliste können Sie Ihre Strategie in Richtung Zukunftsfähigkeit abgleichen und den Dialog mit Mitarbeitern initiieren.

So können Sie einen quantitativen Eindruck von Ihrer Zukunftsfähigkeit erhalten und/oder einen definierten Ausgangspunkt schaffen, um den Erfolg von Projekten in diesen Handlungsfeldern messen zu können. So gelingt es eigentlich weiche Faktoren quantifizierbar zu machen. Durch wiederholte Durchführungen jeweils nach sechs oder 12 Monaten lassen sich Fortschritte gut dokumentieren.


 (Bild: Zunftinstitut)
Bild: Zunftinstitut
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(Autor: Joachim Graf)

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