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Digitalisierung: Energieversorger mit Nachholbedarf

24.01.17 Die etablierten deutschen Energieversorgungsunternehmen (EVU) nutzen die Potenziale der Digitalisierung bislang nur begrenzt - insbesondere in den Segmenten Vertrieb und Erzeugung.

  (Bild: falco/pixabay)
Bild: falco/pixabay
Insgesamt muss die Energiewirtschaft nachholen, um effizienter zu werden, Kunden besser zu bedienen und die Markteinstiegshürden für neue oder bekannte Wettbewerber zu erhöhen. Andernfalls droht ihr, Marktanteile auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette an neue Marktteilnehmer zu verlieren. Das zeigt der aktuell erhobene "Digitalisierungsindex EVU" der internationalen Managementberatung Oliver Wyman zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

Die Berater bewerten den Grad der Digitalisierung der deutschen EVU entlang der Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Handel, Netze und Vertrieb. Der daraus abgeleitete Digitalisierungsindex zeigt: Auf einer Skala von null bis 100 stehen die deutschen Energieversorger bei nur 31 Punkten. Null bezeichnet dabei nicht vorhandene oder sehr begrenzte Digitalisierung, 100 steht für eine branchenübergreifende Best-in-Class-Lösung.

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Die deutschen EVU nutzen die Potenziale der Digitalisierung bislang nur begrenzt - insbesondere in den Segmenten Vertrieb und Erzeugung.
(chart: Oliver Wyman)


Erzeugung und Vertrieb am schwächsten

Besonders am Anfang und am Ende der Wertschöpfungskette sind die deutschen EVU schwach aufgestellt. Der Bereich Erzeugung kommt auf lediglich 30 Digitalisierungspunkte, der Bereich Vertrieb sogar nur auf 23 Punkte. Im Handel (39 Digitalisierungspunkte) werden sich die EVU mit disruptiven digitalen Technologien wie den Blockchains auseinandersetzen müssen. Hier bestehen bei den Unternehmen noch erhebliche strategische Defizite. Im Bereich Netze (41 Digitalisierungspunkte) wenden EVU digitale Analyse-Tools noch nicht konsequent genug an.

Im Vertrieb - vor allem beim Privatkundengeschäft - könnten die EVU durch digitale Kanäle Kundenbedürfnisse signifikant besser und individueller bedienen, als es derzeit geschieht. Soziale Medien, Angebote in Echtzeit und Multi-Channel-Kontaktpunkte - beispielsweise über Apps, Kundenportale und per SMS - sind erste Ansätze in diesem Kontext.

Die Experten von Oliver Wyman sehen das größte Potenzial in der Digitalisierung der Bereiche Vertrieb, Netz und dezentrale Erzeugung. Im Netz haben viele Versorger bereits erste Schritte unternommen, so die Analysten. Vor allem im Vertrieb und in der dezentralen Erzeugung müssen sie jedoch aufholen. Dazu zähle auch, dass die Versorger ihre Angebote attraktiver sowie kundenindividueller zuschneiden und über eine Vielzahl digitaler Kanäle an die Kunden herantragen.

Die Herausforderungen, das zeigt die Analyse von Oliver Wyman, reichen von einer Verbesserung der Datenqualität über Automatisierungen, optimierten Planungen und Advanced Analytics bis hin zu neuen Technologien um Blockchains und Big Data.

(Autor: Susan Rönisch)

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