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Sieben Trends, die den deutschen Onlinehandel 2018 bestimmen

von Susan Rönisch

14.06.17 Auf welche Trends und Herausforderungen sich Onlinehändler in den kommenden Monaten einstellen müssen und was Shopbetreiber planen, hat eine iBusiness-Erhebung ermittelt.

  (Bild: cocoparisienne/ Pixabay)
Bild: cocoparisienne/ Pixabay

HANDLUNGSRELEVANZ

 
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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Von Multichannel zu Crosschannel - möglichst viele Vertriebskanäle nebeneinander bespielen, um den Kunden überall zu erreichen - hieß die Priorität für Onlinehändler in der Vergangenheit. Für die Handelsunternehmen der Zukunft heißt es, dieses mit einheitlicher Strategie, integrierter Technik und durchgehender Kommunikation zu tun. Shops-Systeme werden wesentlich mehr sein als ein zusätzliche Vertriebskanäle. "Sie entwickeln sich zum Nukleus einer ganzheitlichen Digitalisierung des Customer Lifecycle Managements und sind zentrale Aufsetzpunkte für alle viralen Umsysteme der marktbearbeitenden Fachabteilungen", prognostiziert Shopsoftware-Anbieter Intershop zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen . Diese Entwicklung wird sich immer weiter mit der zunehmenden Digitalisierung der Customer Touchpoints verschärfen.

Die Grenzen zwischen offline, online und mobil sind für Onlineshopper gefallen, Crosschannel ist auf Kundenseite im Mainstream angekommen. Für sie existieren Vertriebskanäle nicht länger nebeneinander, sondern Kaufentscheidungen werden beliebig miteinander kombiniert. Der Kunde erwartet von Marken und Shops ein geräte- und kanalübergreifendes Einkaufserlebnis. So lautet das Kernergebnis der diesjährigen iBusiness-Expertenbefragung zu den Zukunftsplänen des deutschen Onlinehandels.

Die Luft im Onlinehandel wird dünner: Bereits 633.626 (Vorjahr: 491.293) professionelle Unternehmen gibt es in Deutschland Onlinehandel.
Die Luft im Onlinehandel wird dünner: Bereits 633.626 (Vorjahr: 491.293) professionelle Unternehmen gibt es in Deutschland Onlinehandel.
(Grafik: Quelle: HighText Verlag, Deutsches Statistisches Bundesamt, Wortfilter.de, BEVH; Grafik: HighText Verlag)
Das bedeutet für den Onlinehandels-Entscheider des Jahres 2018: Die Veränderungen des Nutzerverhaltens erfordern neue Lösungen, die technische und konzeptionelle Herausforderungen nach sich ziehen. Wer sich nicht ausreichend oder zu langsam auf das veränderte Konsumverhalten seiner Kunden einstellt, läuft Gefahr, diese zu enttäuschen. Handelsunternehmen der Zukunft müssen ihre Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Touchpoint ansprechen - mit kanalübergreifend einheitlichen Produkten und Preisen, so die Anforderungen des übergeordneten Megatrends im E-Commerce - Kanalintegration.

Die Erfahrung dabei ist zunehmend: Je mehr Kanäle beteiligt sind, desto aufwändiger die Organisation. Deshalb setzt die Verknüpfung der Kanäle gut durchdachte Konzepte und Strategien sowie professionelle Pflege voraus.

Eine übergreifende Marketingstrategie ist in der Regel noch Mangelware. Größte Herausforderung ist daher, die Trennung zwischen Online- und Offlinehandel aufzuheben und sämtliche Kanäle zu integrieren. Das gelingt mit neuartigen Konzepten und Technologien, etwa aus der Kombination und Integration von Onlineshop, stationärem Verkauf inklusive Beratung sowie interaktiven Informations- und Bestellangeboten über mobile Touch-Geräte: Das reicht mittlerweile von der Spracheingabe über schnelle Checkout-Lösungen bis hin zu Last-Mile-Konzepten.


Trend 1: Connected Commerce - Kanäle zusammenzuführen

Internet, mobile Endgeräte und Marktplätze haben sich durchgesetzt, der Onlinehandel floriert und der stationäre Handel ist nicht gestorben. Allerdings steigen die Ansprüche der Onlineshopper an ein konsistentes Marken- und Shoppingerlebnis. Sie nutzen täglich alle ihnen zur Verfügung stehenden Vertriebskanäle, um Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen zu erhalten, Käufe zu tätigen oder Services zu nutzen. "Damit DAS einzigartige Kundenerlebnis für einen Kunden wahr wird, geht der Trend vom Multichannel zum Omnichannel und damit zur vernetzten Vertriebs- und Marketingstrategie für Onlineshops und Stores", argumentiert Ingo Ax Ingo Ax in Expertenprofilen nachschlagen von der Agentur Arithnea zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen . Die Grenzen zwischen stationärem Handel, E-Commerce und M-Commerce verschwimmen damit weiter. Kanalintegration bleibt daher Dauerbrenner im E-Commerce. Ergebnis sollte laut Payment-Dienstleister Paypal zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser "ein ganzheitliches und personalisiertes Kundenerlebnis, welches schnell, überall und jederzeit zur Verfügung steht", sein. So steht für den Käufer das Shoppingerlebnis im Mittelpunkt, nicht die Endgeräte oder Vertriebskanäle.

Oliver Kling, Handelskraft Digital Evangelist bei der dotSource GmbH (Bild: dotSource GmbH)
Bild: dotSource GmbH
Oliver Kling, Handelskraft Digital Evangelist bei der dotSource GmbH
In der Welt des Connected Commerce bedeutet das: Gezielte Kundenansprache, personalisierte Kommunikation und kontinuierlicher Service über alle Kanäle hinweg. Hier besteht laut der Jenaer Digitalagentur Dotsource zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen enormer Handlungsbedarf. So gelinge die wirklich nahtlose Verknüpfung von Marketing, Vertrieb und Services - online und offline - bisher eher großen Playern. "In puncto Customer Experience Management müssen Nischenanbieter und Mittelständler nachholen", so der Handelskraft zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Blogger Oliver Kling Oliver Kling in Expertenprofilen nachschlagen . Dabei werden Medienbrüche immer weniger vom Kunden toleriert. Kling warnt daher, "wer jetzt nicht in die Realisierung des Omnichannel-Versprechens investiert, für den wird es am Markt tatsächlich schwierig werden".

Trend 2: Content Commerce - Hin zum emotionalen Kauferlebnis

Egal ob beruflich oder privat: Internetnutzer stecken bis zum Hals in E-Mails, Messengern, Notifications, Streams und Chats. "Der Trend geht zu relevanten, personalisierten und kontextbezogenen Inhalten", meint Oliver Kling. Gerade in unserer informationsüberfluteten Welt sei es keine Lösung, mehr und lauter zu kommunizieren im Kampf um Aufmerksamkeit. Im Gegenteil: Ein als unnötig belästigend wahrgenommenes Markenerlebnis garantierte eher einen Platz in den Spamfiltern. Das heißt, Marketingabteilungen müssen ihre "Inhalte künftig noch stärker an Personas und entlang der Customer Journey ausrichten und qualitativ hochwertige, dynamische Kampagnen entwickeln, anstatt auf Masse zu setzen", erklärt Kling weiter.

Roland Fesenmayr, CEO Oxid eSales (Bild: OXID eSales)
Bild: OXID eSales
Roland Fesenmayr, CEO Oxid eSales
Dass an einem "soliden Content-Commerce-Konzept im E-Commerce kein Weg mehr vorbei führt", meint auch Roland Fesenmayr Roland Fesenmayr in Expertenprofilen nachschlagen , CEO des Shopsoftware-Anbieters Oxid eSales AG zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Für ihn stehen "viele Unternehmen hier noch ganz am Anfang". Denn auch die Grenzen zwischen Unterhaltung und Shopping verwischen zunehmend: "Die Verknüpfung von redaktionellem Content und Vertrieb gehört zu den wichtigsten Trends im E-Commerce", erklärt Muschda Sherzada-Rohs Muschda Sherzada-Rohs in Expertenprofilen nachschlagen , Unternehmenssprecherin About You zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , gegenüber iBusiness. Der Onlineshopper von heute habe weder Zeit noch Lust, sich durch unendlich viele Kategorieseiten zu klicken, stattdessen wolle er inspiriert werden und vorgeschlagene Outfits oder Produkte mit nur einem Klick nachkaufen. "Voraussetzung auf Händlerseite ist hochwertig produzierter Content", so Sherzada-Rohs weiter. Für AboutYou lautet das Motto: "Weg vom bedarfsdeckenden Einkauf hin zum bedarfsweckenden Erlebnis." Auch Dominik Haupt Dominik Haupt in Expertenprofilen nachschlagen , Geschäftsführer der Agentur Norisk zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser misst dieser Entwicklung große Bedeutung zu. Für ihn kehrt mit der Selbstverständlichkeit des Onlineshoppings auch die Selbstverständlichkeit der emotionalen Kaufentscheidung ein. "Große Schritte in Richtung einer stetig steigenden Emotionalisierung der Produkte in Marken- und Händlershops stellen wachsende Investitionen im Bereich Content Commerce dar", so Haupt.

Herausforderung hier ist, Content-Marketing und E-Commerce existieren bisher nebeneinander. "Die Zusammenführung beider Konzepte hält einige Hürden bereit, da beide Bereiche verschiedene Zielsetzungen haben", erklärt Hans J. Even Hans J. Even in Expertenprofilen nachschlagen von der Agenturen-Gruppe TWT Digital Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen . Während E-Commerce verkaufen will, will Content Emotionen vermitteln, Mehrwert weitergeben und Beziehungen zu seinen Kunden aufbauen. Diese Komplexität stellt "wachsende Anforderungen an die Commerce-Funktionalitäten und -Systeme", warnt Even.

Trend 3: Contextual und Conversational Commerce - Wenn der Onlineshop überflüssig ist

Während weite Teile des Handels noch versuchen, mit der Digitalisierung Schritt zu halten, und an Mobile-, Omni- und Crosschannel-Strategien basteln, zeigen sich die Vorboten der nächsten massiven Änderung der Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten: Das Internet verlässt das Web, löst sich in Apps und Dinge auf und wird integraler Bestandteil des Alltags. Damit einher geht ein Umbruch der Konsumgewohnheiten, der bereits heute spürbar wird:
Onlineshopping
  • wird situativ,
  • verlässt den Shop,
  • wird simplifiziert.
Dirk Hörig, CEO Commercetools (Bild: Commercetools)
Bild: Commercetools
Dirk Hörig, CEO Commercetools
Digitale Services lassen sich mittlerweile immer und überall nutzen - egal, ob im Auto, in der Bahn oder zuhause. Gleichzeitig verringern sich die Anforderungen für das Zustandekommen solcher Transaktionen. "Mitunter reicht schon die menschliche Stimme, um eine Bestellung zu tätigen oder etwas zu beauftragen. Ein separates Gerät mit Bildschirm wird hingegen nicht mehr benötigt", beobachtet Paypal. Das bedeutet für Dirk Hörig Dirk Hörig in Expertenprofilen nachschlagen , CEO Commercetools zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen , den Onlineshop braucht es nicht zwangsläufig, sondern Plattformen, die sich nach außen hin öffnen können, um ein neues digitales Ökosystem zu bedienen. "Händler und Marken bauen zwar den Kernshop selbst, experimentieren aber auch verstärkt mit Technologien von Dritt-Anbietern, um ein neuartiges Kundenerlebnis zu schaffen", erklärt Hörig. Beim Thema Conversational Commerce sei das beispielsweise die Integration mit Amazons Alexa-Technologie. Außerdem können Conversational-Commerce-Lösungen den "Convenience-Faktor nochmal steigern", meint Constance Stein Constance Stein in Expertenprofilen nachschlagen , Innovation Managerin bei der Otto-Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

Samy Liechti, Blacksocks.com (Bild: Blacksocks)
Bild: Blacksocks
Samy Liechti, Blacksocks.com
Gerade mobile Käufer treffen ihre Kaufentscheidung nicht mehr nur beim Besuch im Onlineshop, sondern überall im Web. "Zudem kommen neue Kanäle zum Einsatz", erklärt der Schweizer ECommerce-Pionier Samy Liechti Samy Liechti in Expertenprofilen nachschlagen , Chef des Socken-Abodienstes Blacksocks zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Und genau hier setzt Contextual Commerce an: Durch die Platzierung von Buy Buttons in Umgebungen außerhalb von Onlineshops oder Marktplätzen lassen sich Produkte direkt dort kaufen, wo sie der Verbraucher online entdeckt hat. Liechti zufolge lassen sich so "Impuls-Käufe erreichen, die sonst nicht gemacht würden". Er ist überzeugt, dass wir "in Zukunft weitere Devices sehen werden."

Kauf-Buttons etwas verkürzen den Shopping-Prozess und immer mehr Devices erlauben beiläufiges Online-Shopping "on-the-go" - die nächste Herausforderung für Onlineshop-Verantwortliche besteht darin, diese neuen Anwendungen abzubilden.

Trend 4: Von der Personalisierung zur Individualisierung

Einer von vielen zu sein - "das reicht dem Onlineshopper nicht mehr. Er möchte als Mensch und Individuum angesprochen werden", weiß Mustafa Ucar, Unternehmenssprecher Trused Shops zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . In Zeiten, wo jeder einen personalisierten Stream bei Facebook zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , Instagram zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser oder Spotify zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser nutzt, überträgt sich diese "gelernte" Erwartungshaltung auch auf andere Lebensbereiche wie dem Einkauf", argumentiert Muschda Sherzada-Rohs. Kein Wunder also, dass immer mehr ECommerce-Player sich mit dem Thema auseinandersetzen und versuchen, ihren Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis zu bieten. Entsprechend zählt die umfangreiche Personalisierung des Kundenerlebnisses zu den Schlüsselfaktoren. In den folgenden 18 Monaten wird die Kundenansprache noch persönlicher und individueller. Dabei gilt, je besser ein Shopbetreiber seine Kunden kennt, desto erfolgreicher wird er folglich sein.

Ingo Ax, Arithnea (Bild: Arithnea)
Bild: Arithnea
Ingo Ax, Arithnea
Für Oliver Pauly Oliver Pauly in Expertenprofilen nachschlagen von Tripuls zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen wird der Trend zunehmender Personalisierung in der Kundenansprache "mit den Analysemöglichkeiten weiter voranschreiten und Kurs Richtung Individualisierung nehmen." Hier werden Shopbetreiber umdenken müssen, denn es geht "weg vom kampagnen- oder aktionsgesteuerten Denken und hin zu einem Denkansatz, der den Lifetime-Cycle des Kunden als Prozess betrachtet." Verhaltensanalysen und -prognosen werden künftig in den Fokus rücken. Es wird darum gehen, Kunden auf lange Sicht zu begleiten und "exakt in ihrer jeweiligen Situation mit den passenden Informationen und Produkten abzuholen", bestätigt Ingo Ax. Um dies umsetzen zu können, müssen Unternehmen "ausreichend flexible Shop-Lösungen, eine umfassende Datengrundlage zur Ableitung von Vorhersagen sowie die Möglichkeit zum Tracken von Kunden über verschiedene Devices haben und all das sinnvoll verbinden", zählt Felix Schäfer Felix Schäfer in Expertenprofilen nachschlagen von Spreadshirt zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser auf. Ergebnis sind hoch individuelle Webseiten mit stets relevantem Content, "die sich auch für den gleichen Kunden unterscheiden können, abhängig davon, ob er zuhause am PC sitzt oder sich mit dem Smartphone die Zeit in der U-Bahn vertreibt", führt Schäfer weiter aus.

Aus Sicht der Unternehmensberatung KPS zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser liegt in der Zusammenführung und der Analyse von Millionen Datensätzen künftig die große Herausforderung für Onlinehändler. Denn bisher "bricht die personalisierte Kundenansprache an der Stelle ab, wo der Kunde das Gerät wechselt".

Trend 5: USP - Vom Händler zur Marke

Die Zahl der Onlineshops sowie die Zahl der online angebotenen Produkte steigt. Außerdem entwickeln sich Marktplätze und Plattformen zum Epizentrum des Onlinehandels. Das bedeutet für Unternehmen, der Aufwand, um entsprechende Sichtbarkeit zu erreichen und letztendlich den Kunden zu binden, wird immer größer. "Im stetig wachsenden Konkurrenzkampf setzen sich die stärksten Marken durch", argumentiert Dominik Haupt. Das sieht Jens Fischler Jens Fischler in Expertenprofilen nachschlagen , Director B2B Rakuten Deutschland zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , ganz ähnlich. Um in dieser Schlangengrube erfolgreich zu bestehen, muss aus "dem Händler langfristig eine umfassende Handelsmarke werden, mit unverkennbarer Identität und USPs abseits von billigen Preisen", erörtert er. Auch Norisk-Chef ist überzeugt, dass erst, wenn "der Name des Shops im entsprechenden Sortiment zur Selbstverständlichkeit wird, Kunden nicht nur der Preise wegen im Shop sind." Was also bisher in erster Linie für Markenshops unerlässlich war, übertrage sich auf immer mehr Händler verschiedener Segmente.

Für Haupt steht dabei vor allem "das Branding des Kauferlebnisses im Mittelpunkt". Das heißt, Design, Content, passgenaue Produktauswahl, Performance, Expertise und Service auf erstklassigem Niveau. "Wer es als Onlineshop-Betreiber nicht schafft eine organische Markenanziehung zu entwickeln - wird mittelfristig vom Markt verschwinden", mahnt Haupt. Der Trend geht somit weiter in Richtung "Webshop als Brand-, Inspirations- und Servicekanal, um die Kundenbindung zu erhöhen", fügt Kling hinzu. Für ECommerce-Unternehmen ist es deshalb wichtig, eine "eigene Vision zu entwickeln und ihren eigenen Weg zu finden", prognostiziert auch Dariusch Hosseini Dariusch Hosseini in Expertenprofilen nachschlagen , Managing Partner bei der UDG United Digital Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen . Nur so könne man sich von der Konkurrenz abheben, den Kunden mit einzigartigen Erlebnissen für sich begeistern und das eigene Business nachhaltig aufstellen.

Trend 6: Künstliche Intelligenz sorgt für höheren Automatisierungsgrad

Constance Stein, Innovation Manager Otto Group (Bild: Otto Group)
Bild: Otto Group
Constance Stein, Innovation Manager Otto Group
"Digitale Assistenten läuten einen Paradigmenwechsel ein, indem sie zunehmend selbstständig Teile der verkaufsrelevanten Kommunikation übernehmen", prognostiziert Oliver Pauly. So haben sich im Kundenservice (immer besser werdende) Chatbots, die Kundenanfragen beantworten, Einkäufe abwickeln und personalisierte Hilfestellung geben, bereits etabliert ."Künstliche Intelligenz (KI) wird die nächsten Jahre bestimmen", erwartet Florian Heidecke Florian Heidecke in Expertenprofilen nachschlagen von der Digitalagentur Namics zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen . Die Gründe dafür liegen für Heidecke auf der Hand: Egal ob digitale Sprachassistenten, Chatbots oder selbstlernende Datenverarbeitungsmaschine -"automatisierte Arbeitsschritte vereinfachen Prozesse, verringern die Bearbeitungszeit und sparen Kosten". Ein weiteres Plus sieht Constance Stein in der "individuellen Skalierbarkeit der zugrundeliegenden Systeme, was ihren Einsatz an verschiedensten Stellen in der Customer Journey möglich macht". Allerdings stellt die Entwicklung beispielsweise von vollumfänglichen Chatbots zugleich "hohe Ansprüche an Schnittstellenmanagement und Bereiche der Künstlichen Intelligenz, weshalb sie nach heutigem Stand noch überschaubare Leistungen vollbringen".

Markus Cansever, Director Digital Business Valtech (Bild: Valtech)
Bild: Valtech
Markus Cansever, Director Digital Business Valtech
Auch Markus Cansever Markus Cansever in Expertenprofilen nachschlagen von der Digitalagentur Valtech zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen ist von dem Potenzial der KI-Technologie überzeugt und erwartet daher, das KI im Onlinehandel künftig deutlich mehr an Einfluss gewinnen wird. Voraussetzung dafür ist aber immer eine exzellente Datengrundlage. KI funktioniert also nur, wenn die dafür benötigten Daten auch entsprechend aufbereitet sind. "Je hochwertiger die Datenbasis ist, desto besser kann eine KI-Engine trainiert werden", erklärt Cansever. Die Unternehmen werden und müssen jedoch erkennen, "an welchen Stellen KI Sinn macht, und wo weiterhin der Mensch als Ansprechpartner und Berater unersetzbar bleibt."

Für Marco Zingler Marco Zingler in Expertenprofilen nachschlagen , Chef der Kölner Agentur Denkwerk zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen , steigt mit zunehmender künstlicher Intelligenz künftig der Automatisierungsgrad: "Blockchain, Bots, Künstliche Intelligenz... - Alles, was logischen Handlungsabläufen unterliegt, wird künftig automatisiert abgewickelt - wesentlich schneller und genauer als in der Vergangenheit", so Zingler. Die Nische für eine persönliche Beratung werde dadurch immer spitzer. Hinzu komme Zingler zufolge, dass die Systeme selbst zu lernenden Einheiten werden. Jeder Bot starte mit einem mittelmäßigen "Wissen". Doch durch eine zunehmende Nutzung und daraus resultierenden Erkenntnissen würden seine Reaktionen immer genauer, lösen somit auch Beratungs- und Verkaufsgespräche ab und antizipieren, was wir als nächstes vorhaben könnten. "Der Trend der Automation führt somit zu neuen Servicekonzepten und Beratungsdienstleistungen", prognostiziert Zingler die Handelszukunft.

Zusatztrend: Mobile - Mobile - Mobile

Man möchte meinen, im Jahr 2017 sei das Thema Mobile vor allem als Trend-Thema im Handel längst durch. Dem ist aber noch lange nicht so. Entsprechend bleibt "Mobile weiterhin eines der relevantesten ECommerce-Trends", argumentiert Sherzada-Rohs mit Nachdruck. Sie berichtet, dass die meisten mobilen Angebote von Onlinehändlern noch zu wünschen übrig ließen, "dabei werden immer mehr Transaktionen über das Smartphone getätigt". Deutlich über die Hälfte des Umsatzes bei AboutYou komme bereits über mobile Endgeräte - "Tendenz steigend", verrät Sherzada-Rohs.

Dariusch Hosseini, Managing Partner der UDG United Digital Group (Bild: UDG United Digital Group)
Bild: UDG United Digital Group
Dariusch Hosseini, Managing Partner der UDG United Digital Group
Auch Dariusch Hosseini ärgert sich über die Nachlässigkeit beim Thema mobile: "Die Kunden sind nicht mehr bereit, auf dem Smartphone ein Kauferlebnis zu akzeptieren, das sie nicht zufrieden stellt". Hosseini zufolge wirke sich deshalb eine negative mobile Experience direkt auf den Gewinn aus. Denn, wer seine Kunden nicht über die Einkaufserfahrung für sich einnehmen kann, muss sie über eine aggressive Preispolitik gewinnen. "Und selbst dann bleibt es oft bei einer einmaligen Bestellung, denn dauerhaft kaufen Menschen nur dort ein, wo sie sich wohlfühlen.
Da hilft dann auch kein Retargeting mehr"
, sagt Hosseini.

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