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Generation 50+ ist bei Shareconomy noch zurückhaltend

13.10.16 Ein immer größerer Teil der Europäer nutzt die Sharing Economy. Allerdings gibt es bei der Begeisterung altersspezifische Unterschiede. Das belegt das Konsumbarometer 2016 - Europa, eine repräsentative Verbraucherbefragung im Auftrag der Commerz Finanz zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , in dessen Fokus Verbraucher zwischen 50 und 75 Jahren stehen.

 (Bild: Peggy_Marco/Pixabay)
Bild: Peggy_Marco/Pixabay
Sieben von zehn Europäern bewerten die Share Economy grundsätzlich positiv (69 Prozent). In Frankreich sind es sogar 80 Prozent. Allerdings ist die Generation 50+ weniger euphorisch als die Jüngeren. Unter den deutschen 50- bis 75-Jährigen sind es 60 Prozent, die der gemeinsamen Nutzung von Produkten und Dienstleistungen gegenüber aufgeschlossen sind. Skeptischer sind die Rumänen und Briten. Bei ihnen ist deutlich weniger als die Hälfte von diesem Konzept überzeugt.

Am Teilen grundsätzlich interessiert, Besitzen bleibt die Regel

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Wie die Generation 50+ Shareconomy nutzt
(chart: Commerz Finanz)
Viele Best Ager haben in der Vergangenheit bereits Gebrauchtwaren wie Kindermöbel oder Elektronik gekauft. Über die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) sammelte damit Erfahrung. Bei den jüngeren Deutschen sind es sogar 68 Prozent. Beim Mieten (7 Prozent) oder Leihen (9 Prozent) sind die Deutschen noch zögerlich. Sie haben Bedenken, persönliche Gegenstände wie Auto oder Küchengeräte aus der Hand zu geben. Im europäischen Vergleich (18 Prozent) belegen sie damit den letzten Platz. Eine deutliche Ausnahme bilden Werkzeuge (40 Prozent). Hier steht nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund, sondern vielmehr der Austausch mit anderen in Sachen Heimwerken.

Das Konzept, ein Auto gemeinsam zu nutzen, ist nicht neu. 69 Prozent der über 50-Jährigen bewerten Fahrgemeinschaften positiv. 38 Prozent können sich vorstellen, selbst per Mitfahrgelegenheit zum Reiseziel zu kommen. Immer mehr Zuspruch finden auch Carsharing-Angebote. Besonders junge Europäer besitzen kein eigenes Auto mehr, sondern nutzen nach Bedarf ein Auto der Carsharing-Flotte (24 Prozent). Das eigene Auto mit anderen zu teilen, können sich 15 Prozent der Generation 50+ vorstellen. Bei Motorrollern und Fahrrädern liegt die Bereitschaft bei 19 Prozent.

Urlaub bei privaten Gastgebern

Die Möglichkeit, privat vermietete Zimmer zu beziehen, ist auch bei der Generation 50+ angekommen. 37 Prozent bewerten diese Option positiv, und 25 Prozent können sich vorstellen, mithilfe eines solchen Angebots einen individuellen Urlaub zu verbringen. Selbst ausprobiert haben es allerdings erst fünf Prozent. Die Jüngeren sind abenteuerlustiger. Von ihnen haben immerhin zehn Prozent bereits in einer privat vermieteten Wohnung übernachtet.

Auch Dienstleistungen werden häufig von mehreren Haushalten gemeinsam bezogen. So teilen sich berufstätige Mütter einen Kita-Platz oder mehrere Haushalte einen Gärtner. Viele Verbraucher nutzen private Serviceangebote. Da hilft der Rentner beim Kinderzimmeraufbau und bringt neben seinen handwerklichen Fähigkeiten gleich das eigene Werkzeug mit. Diese Möglichkeit bewerten europaweit 62 Prozent und in Deutschland 69 Prozent der Generation 50+ positiv.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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