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Fachkräftemangel: 2030 fehlen Technologie- und Medienunternehmen 290.000 Arbeitskräfte

12.07.16 Bis 2030 könnten in den Bereichen Technologie, Medien und Kommunikation bis zu 290.000 Arbeitskräfte fehlen, zeigt eine Studie von PwC zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und WiFOR-Institut zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

  (Bild: felixioncool/Pixabay)
Bild: felixioncool/Pixabay
Der Fachkräftemangel im Bereich Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) droht sich in den kommenden Jahren dramatisch zu verschärfen. Bis 2030 könnten der Branche bis zu 290.000 Arbeitskräfte fehlen. Angesichts eines für das Ende des nächsten Jahrzehnts prognostizierten Bedarfs von insgesamt rund 1,5 Millionen Arbeitskräften in der TMT-Industrie ergäbe das einen relativen Engpass von gut 19 Prozent - der mit Abstand höchste aller für die Studie untersuchten Branchen.

Unternehmen zeigen sich entsprechend alarmiert. So befragte PwC für die Studie die Vorstandschefs deutscher Technologie, Medien- und Telekommunikationsfirmen, worin aus ihrer Sicht die zentrale unternehmerische Herausforderung in den kommenden Jahren besteht. Dabei kam heraus, dass je nach Teilbranche 80 bis 83 Prozent der CEOs den zunehmend schwierigen Wettbewerb um Fachkräfte als drängendstes Problem ansehen, um auf Wachstumskurs bleiben zu können.

Es fehlen allein 120.000 Fachkräfte mit IKT-Hintergrund

Was die Situation für die TMT-Unternehmen besonders erschwert, ist der im branchenübergreifenden Vergleich extrem hohe Bedarf an überdurchschnittlich gut ausgebildeten Mitarbeitern. So könnten den Prognosen von PwC und Wifor zufolge bis 2030 allein 120.000 akademische Fachkräfte mit IKT-Hintergrund (Informations- und Kommunikationstechnologie) fehlen. Zwar wird die Lage dadurch entschärft, dass die entsprechenden Fachbereiche in den kommenden Jahren bei Studenten weiter an Beliebtheit gewinnen dürften - das Arbeitskräftepotenzial also steigt. Kompensiert wird die steigende Nachfrage dadurch aber nur zum Teil, geht aus der Studie hervor.

Nicht nur IT-Spezialisten werden gebraucht, sondern auch Naturwissenschaftler

Wie stark der künftige Erfolg der TMT-Branche von der Lösung des Fachkräfteproblems abhängt, zeigen drei weitere Zahlen aus der Studie. So dürfte sich die potenzielle Nachfrage nach IKT-Akademikern in der deutschen Wirtschaft bis 2030 gemessen an Ausgangswerten von 2008 fast verdoppeln. Zudem kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass die Technologie-, Medien und Telekommunikationsunternehmen bis 2030 theoretisch rund 57 Prozent aller am deutschen Arbeitsmarkt verfügbaren IKT-Kräfte bräuchten, um ihren eigenen Bedarf zu decken. Die dritte Zahl: Neben den klassischen Spezialisten aus der IT und der Kommunikationstechnologie benötigt die TMT-Branche auch immer mehr Akademiker aus den sogenannten MINT-Fächern. Allein aus diesem Bereich dürfte bis 2030 noch einmal ein zusätzlicher Bedarf von fast 20.000 Fachkräften entstehen.

Die PwC-Experten kommen in der Studie zu dem Schluss, dass der Fachkräftemangel in erster Linie eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung bedeutet. So ließe sich die für 2030 prognostizierte Lücke zum Beispiel durch eine auf qualifizierte Arbeitskräfte ausgerichtete Zuwanderungspolitik teilweise schließen. Als eine weitere Stellschraube bietet sich die Erhöhung des Renteneintrittsalters an. Und: Auch durch eine Steigerung der Erwerbsquote von Frauen ließe sich das Problem deutlich eindämmen. Für die TMT-Branche gilt dies übrigens in besonders eklatantem Maße. So liegen die Frauenquoten bei IKT- und MINT-Fachkräften momentan bei lediglich 11 Prozent beziehungsweise 23 Prozent, zeigt die Studie.

(Autor: Susan Rönisch)

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