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Mediennutzung: Deutsche kaufen zwar neue Geräte, nutzen sie aber nicht

04.06.13 Smartphone und Tablet können dem bewährten Laptop genauso wenig den Rang als beliebtestes mobiles Endgerät streitig machen wie der E-Reader dem Buch oder das Connected TV dem linearen Fernsehen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Nutzung neuer elektronischer Devices häufig zurück. So das Ergebnis der aktuellen Deloitte zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser -Studie "The State of the Media Democracy", die in zehn Ländern insgesamt 20.000 Mediennutzer befragte. In Deutschland nahmen mehr als 2.000 Verbraucher teil.

Entsprechende Geräte für "Connected TV" finden sich in knapp einem Drittel der deutschen Haushalte - in etwa so viel wie in Großbritannien, Frankreich und den USA. Gegenüber 2012 hat die Verbreitung um 167 Prozent zugenommen. Dennoch ändern sich die Fernsehgewohnheiten kaum: 73 Prozent bevorzugen die traditionelle, lineare Art des TV-Konsums. Besitzer von Hybrid-Geräten sehen etwa zwei Drittel aller TV-Inhalte linear.

Smartphone & Co.: Laptop bleibt die Nummer eins

Mobile, internetfähige Endgeräte mit einer entsprechenden Anzahl von Features und Ausstattungsdetails sind heute weit verbreitet. Immerhin 62 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über ein Smartphone, 27 Prozent haben ein Tablet. Die Verbreitung beider Gerätetypen stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozentpunkte.

Sowohl Smartphone als auch Tablet bieten ein breites Leistungsspektrum. Wenn es aber um mobiles Arbeiten oder andere Aktivitäten abseits der Sprachtelefonie geht, bevorzugen die Deutschen nach wie vor den Laptop. So würden 57 Prozent unterwegs eher zum portablen Rechner als zum Smartphone greifen und sogar 71 Prozent den Laptop einem Tablet vorziehen. Das wichtigste Argument ist dabei sein universeller Funktionsumfang.

E-Reader unter Druck - Print weiter beliebt

Auch die E-Reader sind nicht in der Lage, einen neuen Standard zu setzen. Von fünf auf 22 Prozent schnellte die Verbreitungsquote von 2012 auf 2013. Verbraucher schätzen an den elektronischen Büchern vor allem den leichteren Transport und die günstigeren Preise. Dennoch bevorzugt der größte Teil der Mediennutzer - anders als beispielsweise in den USA und Großbritannien - unverändert das gedruckte Buch.

Games: Keine klare Tendenz bei Plattformen

Nahezu ein Drittel aller Deutschen spielt mindestens einmal pro Woche elektronische Spiele, wobei der Anteil bei der jüngeren Altersgruppe deutlich höher liegt. Und in annähernd jedem dritten Haushalt gibt es inzwischen ein Game-Abonnement. Damit haben Game-Abos die Nische verlassen. Jedoch profitiert keine bestimmte Plattform von dieser Tendenz: Eine Präferenz für Browser-, Smartphone- oder Social Media Games ist ebenso wenig erkennbar wie ein Triumph von Konsolen oder Tablets.

(Autor: Markus Howest)

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