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Enterprise 2.0: Wie Social Software Arbeitsalltag und -kultur verändert

21.10.15 Virtuelle Meetings, Online-Brainstorming und Chatrooms für Teams: Enterprise 2.0 ist in der Arbeitswelt angekommen. Acht von zehn Unternehmen setzen sich aktiv mit dem Thema auseinander und bemerken den Wandel der Digitalisierung in Berufsalltag und Kultur. Dies konstatiert die aktuelle Enterprise 2.0 - Status Quo 2015 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser -Studie.

  (Bild: Prof. Dr. Thorsten Petry)
Bild: Prof. Dr. Thorsten Petry
Noch vor fünf Jahren konnte mit dem Begriff Enterprise 2.0 bloß jeder Dritte etwas anfangen. Mittlerweile ist das Verständnis für das Konzept auf das Doppelte angestiegen. Und dreimal so viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema wie noch 2010. Hauptziel der Unternehmen ist laut Studie eine bessere interne Kommunikation und Zusammenarbeit von Teams und Abteilungen, darin sind sich 87 Prozent der Befragten einig. Schon jetzt ist jeder zweite Mitarbeiter in Teamrooms oder interaktiven Intranets unterwegs. Auch der Chat mit den Kollegen ist für fünf von zehn Befragten ein übliches Arbeitsmittel. Zusätzlich soll mit den Enterprise 2.0 Aktivitäten das Wissensmanagement im Unternehmen verbessert werden. Und letztlich soll Enterprise 2.0 auch die Produktivität im Unternehmen steigern, geben 44 Prozent der Befragten an.

Trotz konkreter Ziele und der verwendeten Tools verfolgen jedoch nur wenige Unternehmen tatsächlich eine eindeutige Strategie. Rund ein Drittel steuert das Thema systematisch oder hat eine klar definierte Enterprise 2.0 Strategie, 36 Prozent reagieren situationsbezogen. Das habe Auswirkungen auf den Erfolg, wie die Umfrage zeigt. Besonders positiv fallen Unternehmen auf, in denen Enterprise 2.0 in eine übergreifende, klar definierte Digital-Strategie eingebettet ist: Die Aktivitäten dieser Firmen werden von 42 Prozent der Mitarbeiter als 'sehr erfolgreich' und von 55 Prozent als 'erfolgreich' beurteilt.

Enterprise 2.0 verändert Unternehmen organisatorisch wie kulturell

Die soziale Software verändert die Arbeitsweisen und hinterlässt Spuren im Unternehmen. So ist die Kommunikation offener geworden, der Zugriff auf Information leichter und die Kollegen sind stärker vernetzt, berichten vier von zehn Befragten. Diese Veränderungen verlangen neue Kompetenzen von Mitarbeitern und Führungskräften. IT-Kompetenzen erwartet jeder zweite Studien-Teilnehmer von Mitarbeitern in einem Enterprise 2.0 Unternehmen.

Dennoch hat sich der Berufsalltag nicht so sehr verändert, wie angenommen. Bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und der Innovationskultur hatten die Befragten einen viel größeren positiven Wandel erwartet. Dass es noch Handlungsbedarf gibt, wird aus den Antworten der Teilnehmer deutlich: Ginge es nach ihren Wünschen, würden sie die Verantwortungsbereiche für Enterprise 2.0 vielmehr in die Hände der Geschäftsführung, Kommunikationsabteilung oder spezialisierte Unternehmenseinheit legen, statt der IT-Abteilung und dem Marketing. Auch Trainings und begleitende Hilfestellung könnten Arbeitgeber häufiger anbieten, um die sozialen und kommunikativen Kompetenzen zu fördern. Hier besteht ein deutliches Missverhältnis zwischen angebotenen Trainings und den erwarteten Kompetenzen.

Studiendesign: Für die Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Thorsten Petry Prof. Dr. Thorsten Petry in Expertenprofilen nachschlagen der Hochschule RheinMain zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und Florian Schreckenbach im Namen der Plattform feelgood@work zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , wurden 213 Teilnehmer befragt.

(Autor: Susan Rönisch)

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