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Warum Unternehmen bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten scheitern

18.08.14 Viele Unternehmen sind zu zögerlich wenn es um die Implementierung von Big-Data-Lösungen geht. Kuert Datenrettung Deutschland zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser sieht sechs Gründe warum Unternehmen bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten scheitern:

 (Bild: Gerd Altmann Pixelio)
Bild: Gerd Altmann PIXELIO
1. Widerstand im Management
Unabhängig davon was Daten uns mitteilen können, fand die Fortune Knowledge Group heraus, das 62% aller Geschäftsführer sich bei Ihren Geschäftsentscheidungen mehr auf Ihre Erfahrung, als auf die Analyse von Daten zu berufen. Problematisch dabei kann die Auswahl des falschen Verwendungszwecks sein. Entweder starten Unternehmen bei der Einführung von Big Data mit einem viel zu großen und überambitionierten Projekt, oder sie versuchen ihre Big-Data-Probleme durch traditionelle und vorherrschende Daten-Technologie in den Griff zu bekommen, welche in der Folge mit den Anforderungen zur Analyse großer Datenströme komplett überfordert ist.

2. Große Datensilos
Hersteller von Big-Data-Applikationen sprechen gern von "Daten-Seen" oder "Daten-Hubs", die Realität in vielen Unternehmen zeigt jedoch, das viele Unternehmen hier eher "Daten-Pfützen" installieren. Verbunden mit scharfen Abgrenzungen zwischen der "Marketing-Pfütze", der "Produktionsdaten-Pfütze", usw. Big Data ist jedoch wesentlich wertvoller für ein Unternehmen, wenn diese Barrieren eingerissen werden und die Daten so analysiert werden können, wie sie auch durchs Unternehmen fließen, im besten Fall sogar bei der Big-Data-Analyse komplett zusammenfließen. Firmenpolitik und Unternehmensrichtlinien stehen diesem unterfangen oftmals konträr gegenüber. Die Einführung von Big-Data-Analyseprozessen sollte grundsätzlich in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Datenschutzbeauftragten des Unternehmens erarbeitet werden. Schon in der Planungsphase können somit praktische und unternehmenskonforme Lösungen erarbeitet werden.

3. Falsche Fragestellungen
Datenwissenschaft ist eine komplexe Mischung aus Branchenwissen, Mathematik, Statistik und Programmierkenntnissen. Exakt diese sind die Anforderungen deren einer Big-Data-Lösung bedarf, um die Ergebnisse liefern zu können, die sich das Unternehmen verspricht. Zu viele Unternehmen stellen Daten-Wissenschaftler und Analysten ein, bei denen es sich vielleicht um wahre Mathematik- und Programmier-Genies handeln mag, welche jedoch jegliches Wissen zur elementarsten Komponente vermissen lassen: Branchenkenntnis.

4. Unvorhergesehene Big-Data-Probleme
Die Datenanalyse ist nur eine Komponente eines Big-Data-Projekts. In der Lage zu sein, auf Daten zuzugreifen und diese zu verarbeiten ist der kritische Teil des Ganzen, denn hier lauern Gefahren wie Netzwerküberlastung oder die unzureichende Ausbildung von Mitarbeitern.

Meinungsverschiedenheiten bei der Unternehmensstrategie: Big-Data-Projekte sind u.a. dann erfolgreich, wenn es sich hierbei nicht um vollkommen isolierte Projekte handelt, sondern Abteilungsübergreifend Einverständnis darüber herrscht, wie durch die Datenanalyse alle Abteilungen des Unternehmens direkt oder indirekt profitieren können. Probleme treten zumeist dann auf, wenn unterschiedliche Abteilungen unterschiedliche Prioritäten bei der Wertigkeit der einzelnen Projekte verfolgen.

5. Fehlende Qualifikation
Viele zu groß skalierte Big-Data-Projekte schreiten nur sehr langsam voran oder scheitern komplett. Oftmals liegt dies darin begründet, dass die bei der Umsetzung beteiligten Personen nur über unzureichende Qualifikationen verfügen. Einer der Hauptgründe hierbei liegt in der Tatsache, dass die zu einem Big-Data-Projekt involvierten Personen aus der eigenen IT-Abteilung des Unternehmens stammen.

6. Problemvermeidung
Manchmal wissen oder vermuten wir, dass die Erkenntnisse der Datenanalyse uns zu Aktionen verleiten kann, die wir nicht realisieren möchten. Wie z.B. innerhalb der Pharmaindustrie, die keine Sentiment-Analysen durchführen möchte, um hierdurch Meldepflichten zu umgehen oder um Szenarien zu vermeiden, die mehr Ärger einbringen könnten, als das sie Nutzen stiften. Was sich wie ein roter Faden durch diese Liste zieht ist die Erkenntnis, dass je stärker man sich auf die Daten fokussiert, festzustellen ist, dass der Mensch hierbei im Wege steht. So sehr ein Unternehmen auch bestrebt sein dürfte, Unternehmensentscheidungen einzig und allein aufgrund von Kennziffern zu treffen, so werden die Entscheidungen im Big-Data-Prozess welche Daten, gesammelt und mit in die Analyse einbezogen werden oder welche Fragen durch die Analyse beantwortet werden sollen, im Endeffekt doch wiederum nur von Menschen getroffen.

Weil so viele Unternehmen dem Start eines eigenen Big-Data Projekts unentschlossen gegenüberstehen, gepaart mit der Angst vor einem Scheitern des Projekts, ist es unerlässlich sich dem Thema Big Data in kleinen Schritten zu nähern, empfiehlt Kuert Datenrettung.

(Autor: Heinke Shanti Rauscher)

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