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Wunschdenken: Unternehmen sind von agilen Arbeitswelten weit entfernt

13.07.16 Mitbestimmung, Gestaltungsfreiheit sowie die Möglichkeit individueller Karrierewege und flexibler Arbeitszeitmodelle kommen in Unternehmen bisher noch zu kurz. Das zeigt die Studie "Smart Workforce" zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser der Haufe Akademie und der Wirtschaftshochschule ESCP Europe Berlin.

  (Bild: jane_lopatkina/ Pixabay)
Bild: jane_lopatkina/ Pixabay
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Unternehmen und Mitarbeiter sich eine agile Arbeitswelt mit einem hohen Grad an Eigenverantwortung wünschen. Mitarbeiter fordern darüber hinaus mehr Gestaltungsfreiheit als Intrapreneure - als Unternehmer im Unternehmen. Die Rahmenbedingungen in Unternehmen hingegen lassen diese Art zu arbeiten bisher kaum zu. Damit wird klar: Für Unternehmen gibt es noch Einiges zu tun, um die an sie gestellten Herausforderungen zu meistern.

Das Organisationsdesign
Der Wunsch nach selbstorganisierenden Unternehmen ist groß. 96 Prozent der Befragten nannten dies als Organisationsform ihrer Wahl - insbesondere Mitarbeiter, die in einer gesteuerten Unternehmensstruktur arbeiten, äußerten diesen Wunsch. Erfreulich: 77 Prozent der Studienteilnehmer haben aktuell das Gefühl, bereits in einer "Selbstorganisation" zu arbeiten.

Trotz dieser an sich guten Ergebnisse konnten die Macher der Studie einige Punkte identifizieren, bei denen es durchaus Verbesserungsbedarf gibt. So wünschen sich bspw. die Mehrheit der Befragten mehr Möglichkeiten der Mitbestimmung und Gestaltungsfreiheit (rund 80 Prozent) sowie eine offene Unternehmenskultur, in der Leistung auch durch ein Mehr an Verantwortung honoriert wird (rund 70 Prozent). Insgesamt wünschen sich 90 Prozent der Befragten, dass Mitarbeiter stärker von ihren Vorgesetzten ermutigt werden, die Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen.

Die Rolle der Mitarbeiter
Den Mitarbeiter der Zukunft wünschen sich 96 Prozent der Befragten in der Rolle des Gestalters, der aktiv als Intrapreneur in Erscheinung tritt. Aktuell betrachten aber nur knapp 70 Prozent der Studienteilnehmer ihre Mitarbeiter als solchen. Denn: Bisher haben bspw. lediglich 26 Prozent der Befragten das Gefühl, dass sich ihre Mitarbeiter eigenverantwortlich schwierigen Angelegenheiten stellen oder Verantwortung für ihre Fehler übernehmen (28 Prozent). Auch bei der intrinsischen Motivation, die Gestaltern nachgesagt wird, gibt es laut Studienergebnissen noch Verbesserungspotenzial. Obwohl sich 93 Prozent motivierte und damit leistungsfähigere und engagiertere Mitarbeiter wünschen, sehen dies in der Realität nur weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent).

Für die Studie "Smart Workforce - Arbeitswelten der Zukunft" wurden von September 2015 bis März 2016 die Einschätzung von 237 Unternehmenseigentümern, Führungskräften und HR-Mitarbeitern in leitender und operativer Funktion erfasst. Den Großteil der Teilnehmer machen mit 71 Prozent Mitarbeiter in Führungspositionen aus, darunter knapp 20 Prozent Mitglieder der Geschäftsführung. 22 Prozent der Studienteilnehmer sind Mitarbeiter ohne Personalverantwortung.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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