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Zehn Tipps, wie sich Third-Party-Skripte sinnvoll nutzten lassen

18.12.15 Viele Websites enthalten Skripte Dritter, etwa um den Nutzer zu tracken oder um spezifische Funktionen anbieten zu können. Nicht selten kann jedoch der Ladevorgang der eigene Website dadurch negativ beeinflusst werden, oder im schlimmsten Fall, komplett blockiert sein. Die wichtigsten Regeln, damit Third-Party-Skripte auf der eigenen Website keinen Schaden anrichten, hat Heiko Specht Heiko Specht in Expertenprofilen nachschlagen von Soasta zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , für iBusiness zusammengefasst:

  (Bild: felixioncool/Pixabay)
Bild: felixioncool/Pixabay

Vor der Integration des Skripts:

1. ROI kalkulieren

Führen Sie A/B-Tests Ihrer Webseiten mit und ohne Skript aus. Verwenden Sie ein synthetisches Messtool wie WebPagetest zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser für Wasserfall-Grafiken beider Versionen und identifizieren Sie, wie viel Zeit Third-Party-Skripte zum Laden brauchen. Notieren Sie diese Benchmarks.

Besorgen Sie sich vom Third-Party-Lieferanten Daten darüber, um wie viel die durchschnittliche Konversionsrate mit dem Tool steigt. Legen Sie die weithin akzeptierte Leistungsstatistik von Aberdeen zugrunde, nach der eine um eine Sekunde verzögerte Ladezeit bereits sieben Prozent weniger Konversionen bedeutet. Kalkulieren Sie dann den zu erwartenden Nettogewinn oder -verlust. Wenn ein Tool beispielsweise die Ladezeit um zwei Sekunden verlängert, bedeutet das ein Minus von 14 Prozent bei der Konversionsrate. Verspricht dieses Tool 20 Prozent mehr Konversionen, bedeutet das netto nur noch sechs Prozent Gewinn - der Rest geht über die längere Ladezeit verloren (und der Preis des Tools ist hier noch nicht eingerechnet).

Verwenden Sie diese Berechnung um festzustellen, ob ein spezifisches Skript überhaupt nützlich für Sie ist.

2. Prüfen Sie, wo die Daten des Skriptanbieters liegen

Stammen die meisten Ihrer Kunden aus Deutschland, liegt das Skript aber auf einem US-Server, dann wird dies wahrscheinlich zu Latenzen beim Ladevorgang führen - der Inhalt erreicht den Webuser dann langsam oder gar nicht. Reden Sie mit Ihrem Third-Party-Provider darüber, ob er ein Content-Delivery-Network nutzen kann, damit sein Skript näher an Ihren Anwendern zwischengespeichert wird.

3. Gestalten und implementieren Sie fehlerfreundlich und ermöglichen Sie Cache-Timeouts

100 Prozent Uptime sind eine Illusion. Jeder hat schlechte Tage, das gilt auch für Third-Party-Skripte. Was passiert mit Ihren Seiten, wenn ein Skript den Ladevorgang komplett blockiert? (Das kann man in Webpagetest unter dem SPOF-Tab mit Advanced Settings simulieren.) Sie müssen Ausfälle des Skripts bei Gestaltung und Implementierung berücksichtigen. Wird das Third-Party-Skript asynchron geladen? Oder gibt es sonst eine nichtblockierende Möglichkeit der Einbindung?

Wenn das nicht geht (wie manchmal bei analytischen Tags oder Skripten), setzen Sie Timer auf diese Skripte, die eine gewisse Zeit definieren, bevor die Anfrage des Skripts wegen Überschreitung des Zeitlimits abgebrochen wird. Der verbleibende Inhalt der Seite wird dann weiter laden. Viele Third-Party-Dienstleister schalten das Skript-Caching aus oder haben sehr kurze Timeouts von weniger als einer Stunde. Skripte sollten Timeouts von mehreren Tagen haben. So überstehen sie auch Spot-Verkäufe, Marketingkampagnen und andere Verkehrsspitzen.


Nach der Integration des Skripts:

4. Messen sie den Einfluss der Third-Party-App auf Performance und deren Einfluss auf das Geschäft

Dies ist eine Weiterentwicklung des ersten Tipps. Statt synthetischer Messwerkzeuge nutzen Sie jetzt eigene Anwenderdaten (mit Hilfe von Tools für das Monitoring der Ladezeit von echten Nutzeraufrufen (real user monitoring), um den tatsächlichen Einfluss der Third-Party-Tools auf Ihr Geschäft zu ermitteln. So kann man gleichzeitig mehrere Dinge herausfinden:
  • Verlangsamt das Third-Party-Skript Ihre Seiten?
  • Wenn ja, verschlechtern sich andere Metriken wie die Bouncerate, Aufenthaltsdauer oder Konversionsrate?
  • Finden Sie auf jeden Fall heraus, ob und wie das Skript Ihre geschäftskritischen Performance Indikatoren beeinflusst - unabhängig von einer eventuellen Verzögerung Ihrer Seiten.

5. Erzeugen Sie eine Request Map, die darstellt, ob durch Aufrufe des Third-Party-Skripts weitere externe Seiten aufgerufen werden


Die Request Map zeigt lange Rückverkettungen, die durch Third-Party-Aufrufe bei Monster.com ausgelöst werden.  (Bild: Soasta)
Bild: Soasta
Die Request Map zeigt lange Rückverkettungen, die durch Third-Party-Aufrufe bei Monster.com ausgelöst werden.
Mit einem Third-Party-Analysetool kann man eine Request Map zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser erzeugen, die zeigt, welche weiteren externen Seiten durch den Aufruf Ihrer Seite respektive des Third-Party-Skripts aufgerufen werden. Die Grafik unten zeigt eine Request Map, die mit Ghostery zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser erzeugt wurde. Sie zeigt lange Rückverkettungen, die durch Third-Party-Aufrufe bei Monster.com ausgelöst werden. Bei der Wasserfall-Analyse, auf der diese Grafik beruht, umfasste eine einzige Rückverkettung mehr als 40 Aufrufe externer Inhalte. Das ist sehr viel. Egal, wie viele weitere Requests ein einziges Third-Party-Skript erzeugt: Alle diese Aufrufe erzeugen nicht nur neue Verzögerungen. Sie können Ihr Geschäft und Ihre Besucher auch anderweitig schädigen:
  • Sie vereinfachen Datendiebstahl
  • Sie erzeugen Content-Security-Warnungen, die Seitenbesucher beunruhigen und die Konversionsrate senken
  • Sie verschlechtern das durch SEO (Search Engine Optimization) angestrebte Google-Ranking
  • Sie steigern die Anfälligkeit für Man-in-the-Middle-Angriffe zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

6. Registrieren Sie alle Veränderungen Ihres Third-Party-Skripts

Nordstrom, eine amerikanische Einzelhandelskette, erlebte eine ärgerliche Störung: Während eines Jubiläumsverkaufs fiel das Bestellsystem aus. Wie sich nach aufwändigen Analysen herausstellte, geschah das, weil ein Dienstleister, dessen skriptbasierender Service Betrugsversuche abwehren sollte, sein Skript einige Stunden zuvor verändert hatte. Das veränderte Skript blockierte nun alle Bestellungen. Seitdem informiert Nordstrom seine Third-Party-Partner über alle Sonderaktionen, damit Veränderungen an Third-Party-Skripten möglichst nicht im direkten Vorfeld solcher Ereignisse vorgenommen werden.

7. Third-Party-Provider mit Feedback versorgen

Diese Praxis hat sich bewährt. Manchmal wissen Third-Party-Provider nämlich gar nicht, dass ihr Skript Probleme hat oder verursacht. Sind sie informiert, können sie etwas verändern.


Tricks und Workarounds:

8. Speichern Sie Social-Media-Metriken im Cache zwischen statt in Echtzeit zu aktualisieren

Wenn diese Metriken auf Ihren Seiten unumgänglich sind, Sie aber die damit verbundenen Risiken und Verzögerungen nicht auf sich nehmen wollen, speichern Sie die Metriken im Cache zwischen und aktualisieren Sie nur während nutzungsarmer Zeiten statt in Echtzeit. Das erspart Ihnen ärgerliche Leistungsverluste und gibt Besuchern trotzdem ein einigermaßen zutreffendes Bild der Lage.

9. Wenn Sie können, nutzen Sie statt Third-Party-Analytics Mechanismen der eigenen Server für A/B-Tests.

Da dieses einigen Aufwand verursacht, ist die Methode sicher nicht für jeden Anwender geeignet, sie hat aber hinsichtlich der Leistung und Sicherheit erhebliche Vorteile. Sprechen Sie also mit Ihrem Administrator. Er wird Sie gerne unterstützen, wenn er dadurch 'weiteren Fremdinhalt' auf den Webseiten vermeiden helfen kann.

10. Schalten Sie Skripte in den Nachfragespitzenzeiten ab

Während der Nachfragespitzen können Sie problematische Skripte auch einfach abschalten. Das Verfahren ist durchaus umstritten - wenn etwa das Skript die Kunden analysieren soll, ist es wenig sinnvoll, es ausgerechnet dann abzuschalten, wenn die meisten Kunden auf die Seite kommen. Deshalb sollte man diese Methode nur im Notfall anwenden, nicht im regulären Geschäftsverlauf.

(Autor: Susan Rönisch)

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