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Umfrage: 3D-Druck ist im Mainstream angekommen - fast

02.03.17 Der großen Mehrheit der Bundesbürger ist die 3D-Druck-Technologie bekannt. Fast 9 von 10 Befragten (87 Prozent) haben in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser angegeben, schon einmal von 3D-Druck gehört oder gelesen zu haben. Doch wo sie einen 3D-Druck anfertigen lassen können, wissen viele nicht.

 (Bild: Mattel)
Bild: Mattel
Die unter Verbrauchern bekanntesten Einsatzgebiete sind die Architektur (89 Prozent), die Medizin (85 Prozent), die Industrie (81 Prozent) und 3D-Selfie-Figuren (74 Prozent). Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) hat sogar schon selbst einmal einen 3D-Druck angefertigt oder anfertigen lassen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) kann sich vorstellen, dies künftig zu tun. Allerdings hat auch ein Viertel an der Technologie grundsätzlich kein Interesse. Die meisten, die schon einmal einen 3D-Druck angefertigt haben, taten dies bei einem Dienstleister (9 Prozent). 5 Prozent druckten auf einem eigenen 3D-Drucker, weitere 3 Prozent fertigten den 3D-Druck an Ihrem Arbeitsplatz an.

Bereits heute wollen die Bundesbürger unterschiedlichste 3D-Drucke produzieren: Rund die Hälfte (53 Prozent) kann sich vorstellen, ein 3D-Selfie zu machen. 45 Prozent der Befragten würden mit einem 3D-Drucker Accessoires oder Schmuck herstellen, 44 Prozent Spielzeug. Auch Deko-Artikel (40 Prozent) und Ersatzteile (36 Prozent) stehen hoch im Kurs. Lebensmittel mit dem 3D-Drucker herzustellen können sich dagegen nur wenige vorstellen (14 Prozent).

3D-Drucker für den Verbraucher arbeiten heute größtenteils mit thermoplastischen Kunststoffen. Die Verbraucher hätten aber gerne auch andere Materialien zur Verfügung. Stabilere Metalle wünschen sich 86 Prozent. 78 Prozent würden außerdem gerne Gegenstände aus Keramik drucken. Auch Silikon (65 Prozent) und Gips (48 Prozent) sind häufig gewünschte Einsatzmaterialien.

Wo man als Verbraucher schon heute die Möglichkeit hat einen 3D-Druck - auch ohne eigenes Gerät - anzufertigen, ist vielen laut Umfrage gar nicht bewusst. Fablabs, also offene Werkstätten, und 3D-Labore an Universitäten kennt nur rund jeder vierte Befragte (28 Prozent). 22 Prozent ist keine einzige Möglichkeit bekannt, einen 3D-Druck anzufertigen. 3D-Drucker zum Kauf sind zwei Dritteln der Verbraucher (64 Prozent) noch zu teuer. Jeder Dritte (34 Prozent) würde dafür nicht mehr als 500 Euro bezahlen, ebenso viele sogar nur bis zu 100 Euro (30 Prozent). Nur ein schwindend geringer Anteil von 2 Prozent würde 1.000 Euro oder mehr in die Hand nehmen. Allerdings ist das Interesse an der Nutzung der Technologie auch ohne eigenes Gerät bei den Endverbrauchern groß: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sagt, dass sie gerne einen 3D-Copyshop nach dem Vorbild klassischer Copyshops nutzen würden.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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