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Zwölf Faktoren, die das Gehalt im Digitalmarkt beeinflussen

19.07.17 Mehr Gehalt wünschen sich die meisten Beschäftigten, aber welche Faktoren beeinflussen die Gehaltshöhe?

 (Bild: Heinrich Vogeler)
Bild: Heinrich Vogeler
Ein männlicher Business Developer, der seit mehr als zehn Jahren in der Branche aktiv ist, nachdem er seinen Master absolviert hat und der in einer Großbank in Düsseldorf arbeitet - der ist der digitale Sterntaler. Er verdient rechnerisch am besten in der deutschsprachigen Digitalindustrie. Pech hingegen hat, wer weiblich ist und in einer inhabergeführten Agentur ohne Betriebsrat in Leipzig arbeitet: Der verdient statistisch am schlechtesten. Das ist das Ergebnis des iBusiness Gehaltsspiegel: Wer in der Digitalen Wirtschaft am besten verdient Doch es gibt auch übergeordnete Gehaltsbooster, wie Gehalt.de zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser herausgefunden hat:

1. Position: Personalverantwortung zahlt sich aus

Die Position selbst hat einen großen Einfluss auf die Gehaltshöhe. Je höher die Anforderungen an die Stelle, desto höher auch das Gehalt. "Wer sich für eine Karriere als Führungskraft interessiert, kann mit einem hohen Lohnplus rechnen", so Philip Bierbach Philip Bierbach in Expertenprofilen nachschlagen , Geschäftsführer von Gehalt.de

2. Ausbildung: Höhere Gehälter für Hochschulabsolventen

Der Ausbildungshintergrund hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gehaltshöhe. Wer Zeit in seine Ausbildung investiert, bezieht später ein höheres Einkommen. Über ein Fern- oder Abendstudium können sich Beschäftigte aber auch während der Berufstätigkeit weiterqualifizieren.

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Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und durchschnittlichem Fixgehalt
(chart: HighText Verlag)


3. Firmengröße: Mitarbeiteranzahl entscheidet über Gehaltshöhe

Ein Buchhalter in einem kleinen Start-Up erhält ein geringeres Gehalt als ein Buchhalter in einem großen Betrieb oder Konzern. Beschäftigte können ihr Einkommen steigern, indem sie sich beim Jobwechsel an größere Unternehmen halten. Beachten sollten sie aber: In kleinen Unternehmen herrscht oft eine andere Kultur als in Konzernen.

4. Branche: Hohe Gehälter in kapitalstarken Branchen

Beschäftigte in kapitalstarken Branchen wie dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie beziehen höhere Gehälter als die Kollegen im Call Center oder im Gesundheitswesen. In der Digitalindustrie wird zusätzlich deutlich besser bezahlt in Unternehmen als in Agenturen. Und hier ist bei inhabergeführten Agenturen nochmals ein Malus zu beklagen.

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Zusammenhang zwischen Unternehmensart und durchschnittlichem Fixgehalt
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5. Region: Wirtschaftsstarke Industrien in Süddeutschland

Im Süden Deutschlands verdienen Beschäftigte vergleichsweise mehr Geld als im Nordosten. Grund ist die Ansässigkeit wirtschaftsstarker Industrien. Wer für ein höheres Einkommen in den Süden ziehen will, sollte auch die höheren Lebenshaltungskosten bedenken.

Der neue iBusiness Gehaltsspiegel
 (Bild: Hightext Verlag)
Bild: Hightext Verlag
Der 'iBusiness Gehaltsspiegel' ist der Gehalts- und Karriere-Benchmark für Fach- und Führungskräfte in der Digitalen Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er listet detailliert Gehälter Gehaltsbestandteile und Zusatzleistungen auf, die in der Interaktivbranche in 21 Arbeitsgebieten, drei Führungsebenen und 11 Branchen gezahlt werden. Er kann im iBusiness Shop für 14,80 Euro bezogen werden. iBusiness-Premium-Mitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt.

6. Angebot und Nachfrage: Hohe Gehälter für qualifiziertes Fachpersonal

Der Fachkräftemangel hat Einfluss auf die Vergütungsstruktur: Unternehmen suchen händeringend nach qualifiziertem IT-Personal, was sie dann sehr gut bezahlen. Gibt es eine Vielzahl an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt, können Betriebe hier die Gehälter niedrig halten.

7. Berufserfahrung: Erfolge benennen

Wer eine längere Berufserfahrung mitbringt, erhält auch ein höheres Gehalt. Beschäftigte können sich in der Regel bis zum 40. Lebensjahr über steigende Löhne freuen, danach erhalten vorrangig Führungskräfte Gehaltserhöhungen. Vor allem für junge Beschäftigte ist es immer lohnenswert, konkrete Erfolge zu benennen.

8. Wirtschaftslage des Unternehmens

Die individuelle Wirtschaftslage ist ein entscheidender Gehaltsfaktor. Rote Zahlen und Umsatzeinbußen sind nicht vielversprechend für Gehaltserhöhungen. Wer über einen Unternehmenswechsel nachdenkt, sollte sich also Informationen über Pressemeldungen oder am besten persönliche Kontakte einholen.

9. Weitere Qualifikationen und Soft Skills

Eine gute Rhetorik, Präsentationsstärke oder Verhandlungsgeschick sind Soft Skills, mit denen Bewerber bereits im Vorstellungsgespräch punkten. Diese Kompetenzen können Beschäftigte in Kursen trainieren. Sprachkenntnisse sind in internationalen Unternehmen von großem Vorteil.

10. Weiterentwicklungspotenzial zeigen

Bewerber, die im Vorstellungsgespräch bereits ihr individuelles Entwicklungspotenzial zeigen, haben gute Chancen auf ein höheres Einkommen. "Je mehr Potenzial der Bewerber mitbringt, desto attraktiver ist er für die Zukunft des Unternehmens", so Bierbach abschließend.

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11. Die richtige Stadt

Der iBusiness Gehaltsspiegel bricht die Ergebnisse noch auf Städte herunter: Deutlich überdurchschnittlich hohe Gehälter können Digitale rund um Düsseldorf (Werbung), Frankfurt (Banken) und München (IT) erzielen. Auch in der Schweiz werden Digitalexperten im Schnitt überdurchschnittlich gut bezahlt - das ist allerdings eine Erkenntnis, die auch für fast alle anderen Berufe gilt. Kaum überdurchschnittlich hingegen wird rund um Stuttgart und Hamburg bezahlt. Im Durchschnitt besonders niedrige Gehälter zahlen digitale Arbeitgeber in Ostdeutschland, in Ostbayern sowie in Österreich. Ein unterdurchschnittliches Gehalt beziehen Digitale auch in Niedersachsen und in der Region um Köln.

12. Männlich sein

Das Fehlen eines Penis wird auch in der Digitalwirtschaft mit starken Gehaltsabschlägen bestraft. Der Frauen-Malus schlägt mit durchschnittlich minus 15,4 Prozent zu Buche. Aber dass die Digitale Wirtschaft gendertechnisch die rückschrittlichste Branche Deutschlands ist, wussten wir ja bereits.

(Autor: Joachim Graf)

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Firmen und Sites: gehalt.de
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