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Lütte Lage. Sieben-elf.

07.11.16 Es gibt noch Wunder. Digitale beugen sich der sozialen Realität. Und Agenturen verdienen zu wenig. Die Lage der Woche.

 (Bild: HTV)
Bild: HTV
Gema und Youtube: Dass sich Gema und Youtube geeinigt haben, stieß in der Onlineszene auf Verwunderung - und erleichterten Spott. Während die einen üblichen Spaßvögel forderten, die Organisatoren der Einigung sollten sich als nächstes um den Nahost-Konflikt kümmern, beschwerten sich die anderen über die Folgerungen: "Dieses Justin-Biber-Video ist jetzt in Deinem Land abrufbar. Das tut uns leid."
Die Einigung setzt einen Schlusspunkt unter einen seit sieben Jahren schwelenden Streit. Zuletzt war die Gema im Januar dieses Jahres vor dem Oberlandesgericht München mit einer Klage gescheitert. Youtube zahlt dem Deal zufolge für jeden abgerufenen Musiktitel einen Lizenzbetrag an die Verwertungsgesellschaft. Google betonte, der Betrag liege "deutlich unterhalb" der zuletzt geforderten Tantiemen.

Die Einigung zeigt vor allem, dass auch in kniffligen sozialen Fragen (und selbst dann, wenn Organisationen inkludiert sind, die eher dem 19. als dem 21. Jahrhundert angehören) Einigungen machbar sind. Und dass sich auch mächtige Digitalunternehmen letztlich den gesellschaftlichen Kräften beugen müssen. Jetzt der Suchmaschinenriese der Musikindustrie, zuletzt Uber den Sozialgerichten - Uber-Fahrer in Deutschland sind nun Angestellte, keine "Freelancer" mehr.

Ach? Agenturen verdienen zuwenig.

Wer als Agentur keine IT-nahen Dienstleistungen anbietet und auch keine klassische Unternehmensberatung, der hinkt bei den Umsätzen hinterher. Das belegt unsere exklusive 'Deutschland-Agentur'-Studie Welche Digitaldienstleistungen in Zukunft gefragt sind. Gleichzeitig belegt unsere Wirtschaftsklima-Erhebung Wo Agenturen 2017 die großen Umsätze wittern, dass es bei den Interaktiv-Dienstleistern nicht mehr so rund läuft wie vergangenes Jahr. Die Herbsterhebung zum Wirtschaftsklima von iBusiness zeigt: Die Stimmung hat sich insgesamt deutlich abgekühlt. Digitale Transformation fällt von Index 2,18 auf 1,59, Mobil-Projekte von 1,66 auf 1,0 und auch bei Online- und ECommerce-Projekten schwächen sich die Stimmungs-Indizes ab. Einzig im Intranet-Geschäft bleibt die Stimmung stabil.

Wahrscheinlich hatte in der Vergangenheit das massive Digitalisierungs-Dauerfeuer von Verbänden, Industrie, Politik und Wirtschaftsmedien das Stimmungsbild übermäßig aufgeheizt. Jetzt werden die Digitalisierungs-Projekte konkret. Nicht aus jeder Anfrage wurde ein Projekt, nicht jedes Projekt ist so groß wie geplant - und ein großer Teil der in Aussicht gestellten Umätze machen andere. Das sorgt bei den befragten Interaktiv-Entscheidern für Ernüchterung.

Steigende Spannung

Für uns wird es spannend: Am Donnerstag startet unser erstes iBusiness Zukunftsthing. Gemeinsam mit über 100 Experten wollen wir über die Zukunft der Agentur diskutieren. Über die Zukunft von Vertrieb, E-Commerce und Unternehmensorganisation. Ich bin gespannt. Und ehrlich gesagt: Ich freue mich, wenn die ganze Vorbereitung und das Bangen endlich in Aktion mündet ....

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die Woche.

(Autor: Joachim Graf)

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