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Studie: Deutsche Online-Shopper sind Europameister

21.02.17 11,5 Prozent des Einkaufsvolumens deutscher Verbraucher entfällt bereits auf den E-Commerce, ergab die Detailauswertung einer Befragung unter 23.450 Verbrauchern in 21 europäischen Ländern. Damit sind die Deutschen Europameister im Online-Shopping.

 (Bild: Laurence Simon (Crap Mariner)/Flickr)
Bild: Laurence Simon (Crap Mariner)/Flickr
Wie die Studie der DPD-Group ergab, geben die deutsche Online-Shopper mit 11,5 Prozent den europaweit höchsten Anteil im Onlinehandel aus. Deutsche Online-Shops gehören im europäischen Ausland außerdem zu den besonders gefragten Angeboten. Die Studienergebnisse im Detail:

Europaweit haben 52 Prozent aller E-Shopper schon einmal in einem ausländischen Onlineshop eingekauft. Je nach Land gibt es aber sehr große Unterschiede: Besonders aufgeschlossen für einen Einkauf im Ausland sind Verbraucher aus Lettland (82 Prozent), Portugal (81 Prozent) und der Schweiz (79 Prozent).

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Deutschland ist mit nur 40 Prozent dagegen europaweites Schlusslicht, auch die Verbraucher in Großbritannien, Polen und Frankreich kaufen besonders häufig in inländischen Online-Shops ein. Die Studie zeigt das große Wachstumspotenzial des internationalen E-Commerce: 31 Prozent der E-Shopper, die noch nie im Ausland eingekauft haben, beabsichtigen dies in Zukunft zu tun. 69 Prozent der ausländischen Einkäufe werden bei Shops innerhalb der EU getätigt.

Die beliebtesten europäischen Online-Shops finden sich in Großbritannien (33 Prozent), deutsche Shops kommen mit 28 Prozent auf Platz zwei in Europa. Außerhalb Europas werden vor allem Online-Shops aus China gewählt (40 Prozent), gefolgt von Shops aus den USA (34 Prozent).

Paketservices treiben die Kaufentscheidung im Online-Shop

Zuverlässige und komfortable Zustell- und Retourenservices sind entscheidende Erfolgsfaktoren für Online-Shops. Echtzeit-Informationen zum Zustellprozess sind zum Beispiel für 84 Prozent der europäischen E-Shopper ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung, 83 Prozent wünschen sich Optionen zur flexiblen Umleitung von Paketen.

Eine exakte Zustellprognose auf eine Stunde genau ist für 80 Prozent der Online-Shopper ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres bevorzugten Händlers. Einig sind sich die europäischen Verbraucher darin, dass die eigene Haustür nach wie vor der beliebteste Zustellort ist. Bei den Alternativen dazu zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Während die Nachbarschaftszustellung mit 13 Prozent die liebste Alternativoption der Deutschen ist (europäischer Durchschnitt: 6 Prozent), findet europaweit der Paketshop mit 16 Prozent mehr Anklang (Deutschland: 6 Prozent).

Das Wachstumspotenzial alternativer Zustellorte ist in Deutschland allerdings besonders groß: 60 Prozent der E-Shopper möchten zukünftig die Lieferung an einen Paketshop in Anspruch nehmen, 56 Prozent wollen die Möglichkeit der Lieferung an eine Alternativadresse nutzen. Die Abholung bei einem Einzelhändler ("Click & Collect", 45 Prozent) und die Zustellung in einen Paketkasten (44 Prozent) möchten deutsche E-Shopper perspektivisch ebenfalls stärker nutzen.

So kauft Europa ein: Mobile Commerce kommt, Zahlungsmethoden variieren

Die meisten Online-Einkäufe werden europaweit via Laptop (63 Prozent) oder Desktop-PC (53 Prozent) abgeschlossen. Auf Smartphones entfallen aktuell 35 Prozent, der Mobile Commerce ist jedoch auf dem Vormarsch: 49 Prozent der 18- bis 34-Jährigen kaufen bereits mobil ein, bei den Vielbestellern sind es 46 Prozent.

Bei den Zahlungsmethoden haben Europas E-Shopper unterschiedliche Präferenzen. So ist die Zahlung per Rechnung bei den Deutschen mit 51 Prozent am beliebtesten: Sie wird im europäischen Durchschnitt dagegen nur von 11 Prozent der E-Shopper bevorzugt. Europaweit sind digitale Bezahlsysteme wie Paypal zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser oder Alipay zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser mit 42 Prozent die beliebteste Option (auch in Deutschland mit 50 Prozent stark nachgefragt). Auch bei der Zahlung per Kreditkarte gibt es große Unterschiede: Nur 19 Prozent der deutschen E-Shopper bevorzugen diese Zahlungsmethode, dagegen ist die Kreditkarte in der Schweiz (55 Prozent) oder in Belgien (51 Prozent) das beliebteste Zahlungsmittel.

Eine Besonderheit osteuropäischer Märkte: Die Zahlung per Nachnahme wird hier besonders stark nachgefragt (zum Beispiel von 72 Prozent der E-Shopper in der Slowakei und von 69 Prozent in Rumänien).

Deutsche Online-Shopper sind loyal und zufrieden

96 Prozent der deutschen Verbraucher sind mit ihrem letzten Online-Einkauf zufrieden, 81 Prozent bewerten ihn sogar als "sehr gut" oder "hervorragend" - ein Grund dafür, warum sie ihren favorisierten Online-Händlern loyal gegenüberstehen: 90 Prozent kaufen meistens auf denselben Websites ein (18 Prozent sogar immer auf denselben Websites). Dagegen sind etwa Suchmaschinen (16 Prozent bezogen auf den letzten Einkauf) oder Vergleichsportale (9 Prozent) weniger bedeutend für die Wahl eines Online-Shops.

Die am häufigsten gekauften Warengruppen in Deutschland sind Modeartikel (von 55 Prozent im letzten Jahr mindestens einmal gekauft), Schuhe und Bücher (jeweils 45 Prozent). Doch auch andere Warengruppen sind im Kommen: So haben zwar nur 25 Prozent der Verbraucher im letzten Jahr Küchen- und Haushaltsgeräte online gekauft, in Zukunft wollen dies aber 45 Prozent tun. Ähnliches gilt für Kleinmöbel und Dekoartikel (24 Prozent im letzten Jahr, 44 Prozent beabsichtigt).

Über 23.000 Verbraucher in 21 Ländern befragt

Mit einer umfassenden Erhebung zu den Online-Gewohnheiten und -Präferenzen europäischer Verbraucher liefert die internationale DPDgroup neue Erkenntnisse zum E-Commerce in Europa. Für die erste Ausgabe des E-Shopper Barometers hat das Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag der DPD Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser 23.450 Verbraucher in 21 europäischen Länder befragt.

(Autor: Dominik Grollmann)

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