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Wie der stationäre Handel vom Everywhere Commerce profitieren kann

13.02.13 Während die Umsätze im deutschen Einzelhandel seit zwölf Jahren stagnieren, verzeichnet der Online-Handel konstant zweistellige Zuwachsraten. Die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C) zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser hat die Herausforderungen und Chancen für Handelsunternehmen im Everywhere Commerce analysiert und sieben Trends identifiziert, die den Handel 2013 maßgeblich beeinflussen werden.

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Sieben Thesen zum Everywhere Commerce:

  1. Smartphones schaffen eine Metaebene aus Realität und Virtualität. Jeder Point of Interest ist nun ein potenzieller Point of Sale.
  2. Das Tablet kombiniert als Hybrid zwischen Smartphone und Laptop die positiven Eigenschaften beider Endgeräte und wird zum bevorzugten Shoppingbegleiter für den digitalen Einkauf.
  3. Multiple Screens werden zum vielversprechenden Werbe- und Vertriebskanal. Online Shops werden ihre Umsätze über TV-Inhalte durch eine Integration von Multiple Screens und Shop signifikant steigern.
  4. Stationäre Geschäftsstellen, bis dato Stiefkinder der digitalen Revolution, werden in die digitale Wertschöpfungskette integriert. Eine Trennung von Online- und Offline-Kanälen ist in Zukunft weder möglich noch sinnvoll.
  5. Soziale Elemente als Grundvoraussetzung für ein erfüllendes Einkaufserlebnis lassen sich durchgehend in digitale Kanäle integrieren. Basierend auf dem Austausch innerhalb einer Peer Group entstehen zahlreiche Chancen für den Handel.
  6. Location Based Services (LBS) spannen eine Brücke zwischen realer und digitaler Welt und integrieren den Store in die digitale Wertschöpfungskette. Sie verbinden das stationäre und das virtuell-mobile Einkaufserlebnis.
  7. Mobile-Payment-Systeme digitalisieren den Kaufprozess und verdrängen das Bargeld. Am Ende der Entwicklung stehen vollständig integrierte Payment-Ökosysteme, die Touchpoint-übergreifend einen orts- und zeitunabhängigen Kaufabschluss mit Mehrwertleistungen ermöglichen.

Der stationäre Handel im Wandel

Durch die zunehmende Penetration von Tablets und insbesondere Smartphones wird auch der stationäre Handel in die digitale Wertschöpfungskette integriert. Mobile Endgeräte stellen abermals den Missing Link dar, der zur nahtlosen digitalen Integration von stationären Geschäftsstellen benötigt wird. Diese werden sich dabei jedoch stark verändern: Stationäre Geschäfte werden immer mehr als Showroom zur Markenpflege und Beratung sowie zum Vertrauensaufbau für Skeptiker und Unentschlossene, statt wie bisher als Ort des Abverkaufs dienen. Zudem bedienen sich Kunden vor der Kaufentscheidung unterschiedlicher Touchpoints, um mit Händlern in Kontakt zu treten und Informationen einzuholen. Für jeden Touchpoint erwarten Kunden eine an den Nutzungskontext angepasste Optimierung des Angebots und zugleich eine kanalübergreifende Kontinuität und Konsistenz des Einkaufserlebnisses. Jeder Point of Interest wird so ein potenzieller Point of Sale.

(Autor: Markus Howest)

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