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iBusiness out in Africa: Auf den Spuren unserer Projekte

18.11.13 Während Sie das lesen, sitze ich im Flugzeug, irgendwo zwischen Mittelmeer und Sahara. Auf dem Weg nach Ruanda im Osten Afrikas. Dort will ich mich mit den Partnern von iBusiness treffen. Und die Projekte anzusehen, die wir in den vergangenen Jahren im "Land der tausend Hügel" angeschoben haben. Und natürlich, um ein paar neue zu vereinbaren.

 (Bild: Joachim Graf/Google Maps)
Bild: Joachim Graf/Google Maps
Ruanda ist ein kleines Land, eingequetscht zwischen dem riesigen Kongo im Westen, aus dem immer noch Krieg herüberschwappt, dem einflußreichen Tansania im Osten und dem kleinen Uganda im Norden und dem noch kleineren Burundi im Süden.

Ruanda ist ein gepeinigtes Land. 19 Jahre sind vergangen, seit dem Genozid, bei dem innerhalb weniger Wochen knapp eine der sieben Millionen Menschen abgeschlachtet worden sind - und die Weltöffentlichkeit zugesehen hat. Die Wunden haben sich geschlossen, Narben sind dennoch zurückgeblieben. Eine Aussöhnung der Volksgruppen hat stattgefunden - soweit sich Mördern und Überlebende eben aussöhnen können. Im Alltag der Menschen sind die Narben kaum zu spüren, der Außenstehenden sieht nur die Gedenkstätten über den Massengräbern - und doch ist da immer die latente Furcht, dass alles wieder von vorne anfängt. Wenn der jahrzehntealte Krieg hinter den Grenzen im Kongo wieder in die Nachrichten und ins Bewußtsein weht.

Ruanda ist ein aufstrebendes Land. Flächendeckendes W-LAN und Glasfaser-Internet in der Hauptstadt Kigali. Ökotourismus zu den Berggorillas im Norden. Sämtliche Hotels mit Internetzugang. Ein sauberes Land mit blitzblanken Straßen, das die Einfuhr und die Benutzung von Plastiktüten verbietet. Das Land auf dem Weg als Konferenz-Hub und IT-Dienstleister Osteuropas. Ein Bauboom ohnegleichen, finanziert durch die Entwicklungshilfe von gefühlt einer Million NGOs und dem schlechten Gewissen vor allem der Amerikaner und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien. Doch so schnell die Wirtschaft auch wächst: Die Bevölkerung wächst noch schneller.

Jobs, Jobs, Jobs - das ist die Herausforderung, vor allem in den Dörfern außerhalb der Hauptstadt Kigali, in die nach wie vor der Großteil der Investitionen fließt. Deswegen haben wir uns zusammen mit Freunden vor Ort seit Jahren engagiert.
  • Mit einer IT-Ausbildungspatenschaft für Byangabo zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser : Zwei Autostunden nordwestlich der Hauptstadt Kigali in Byangabo, am Fuß der 4000 Meter hohen Vulkane im Norden des Landes, westlich der Provinzhauptstadt Musanze gibt es viele junge Frauen und Mädchen, die arbeitslos (und damit perspektivlos) sind, weil nach der neunjährigen Primärschule 88% der Schülerinnen an der Aufnahmeprüfung zur weiterführenden Sekundärschule scheitern. Denn öffentliche Berufsschulen gibt es in Ruanda nicht. Noch nicht. Eine private Berufsschule, die die Ausbildung übernimmt und eine Mikrokreditstiftung, die den jungen Mädchen die IT-Ausbildung vorfinanziert, ist ein Projekt, das ich mir ansehen möchte.

  • Die Mikrokredit-Stiftung für Ruanda: "33 Nähmaschinen für Musanze" zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser in einer Näherinnen-Kooperative in Musanze, im Norden von Ruanda bildet aus. Jeweils 20 Näherinnen und Näher lernen in einem halben Jahr Zuschneiden und Nähen, Maße nehmen und mit der mechanischen Nähmaschine arbeiten. Alle sechs Monate bekommen also 20 Menschen ihr Abschluss-Zertifikat und können sich in ihren Dörfern eine kleine Existenz aufbauen. Unsere Mikrokreditstiftung finanziert ihnen den Kauf der Nähmaschine vor, die sie dann in kleinen Monatsraten abzahlen können.

  • Ein Huhn für Gisenyi zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser : 'Centre Abadahogora' heisst das Strassenkinderprojekt im Zentrum von Gisenyi. Dorthin werden die Kinder gebracht, die keine Eltern haben und auf der Strasse leben. Oder die als Waisen aus der Bürgerkriegsregion im benachbarten Goma irgendwie geflüchtet sind. Damit die Kinder etwas zu essen bekommen, ein Bett und ein wenig Schulbildung. Was die Kinder brauchen, haben wir gefragt. "Ein paar Bleistifte", war die Antwort der Betreuer. Die hatten wir dabei. Und dann, unsicher, kam der ganz große Traum: "Ein paar Hühner und einen Hühnerstall.". Wir haben Spenden gesammelt. Im Sommer wurde er gebaut. Jetzt will ich die Kinder und ihre Hühner besuchen.

  • Akabanga zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser - "Kleines Geheimnis" heißt das scharfe Pfefferöl, das zwischen Ruhengeri und Kigali produziert wird. Eine Bauernkooperative baut die Pili-Pili-Schoten an, die dafür verarbeitet werden. Wir verkaufen das Öl online zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Ich will mit den Menschen dort reden, ob wir noch mehr tun können.

Und dann gibt es noch die Frauenkooperative, die Weihnachtskarten aus Bananenblätter herstellt, die neu gebaute Grundschule, deren Eröffnung ansteht, das Projekt, Lastenfahrräder für das bergige Ruanda herzustellen und vielleicht noch die eine oder andere Idee.

Ich werde von meinen Erfahrungen bloggen. Demnächst also mehr - es gibt ja W-LAN in Ruanda....

(Autor: Joachim Graf)

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