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Roland Berger fordert Deregulierung in der europäischen Internet-Wirtschaft

17.10.16 Digitale Plattformen und ihre Geschäftsmodelle erobern Branche um Branche, Region um Region, Markt um Markt. Doch an diesem Erfolgsmodell hat Europa zurzeit kaum Anteil; der Kontinent vergibt so wichtige Geschäftschancen, die das europäische Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten, so die Studie "Fair Play in der digitalen Welt - Wie Europa für Plattformen den richtigen Rahmen setzt" von Internet Economy Foundation (IE.F zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ) und Roland Berger zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . Entstanden ist ein Zehn-Punkte-Plan mit Handlungsempfehlungen für die Politik.

 (Bild: Goetzpartners)
Bild: Goetzpartners
Digitale Plattformen bündeln und vermitteln fast alle Interaktionen der Internetökonomie und der vernetzten Gesellschaft; sie sind wichtige Innovations-, Produktivitäts- und Wachstumstreiber, von deren Wertschöpfung viele Marktteilnehmer und ganze Volkswirtschaften profitieren. Aktuell stellen digitale Plattformen sechs der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt und vier der fünf stärksten Marken.

Europas Anteil an der Plattformökonomie ist marginal. Weniger als fünf Prozent des weltweiten Börsenwerts digitaler Plattformen entfallen heute auf europäische Unternehmen. Dagegen vereinen alleine Plattformbetreiber aus der Bay Areaüber 50 Prozent der Marktkapitalisierung auf sich; und auch asiatische Anbieter wachsen rasant. Europa spiele in der Plattformökonomie derzeit fast nur als Absatzmarkt und Entwicklungsstandort für die US-dominierten App Stores und Softwareschmieden eine

IE.F und Roland Berger fordern daher eine für neue Wettbewerber offene Internetwirtschaft, "die sich durch Innovationsstärke, hohe Wertschöpfung, fairen Wettbewerb, vertrauensvollen Umgang mit Daten und verantwortlich handelnde Unternehmen auszeichnet". Eine eigenständige Plattformökonomie kann ihren Analysen zufolge die Wirtschaftsdynamik in Europa nachhaltig unterstützen. Sie setzen auf Deregulierung: "Dabei muss die Maxime gelten: So viel Markt wie möglich, so viele Regeln wie nötig", schreiben die Autoren.

Das "Zehn-Punkte-Programm für eine vitale europäische Plattformökonomie" umfasst daher folgende Forderungen:

1. Schaffung eines echten digitalen Binnenmarkts
2. Aufhebung der Regulierungsasymmetrie
3. Anpassung der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht
4. Entwicklung neuer Kriterien für die Fusionskontrolle
5. Verbesserung der Datenportabilität
6. Konsequente Entbündelung vertikaler Dienste
7. Sicherstellung einer Plattformneutralität
8. Gründung einer Europäischen Digitalagentur
9. Bildung transnationaler Allianzen
10. Finanzierung und Förderung innovativer Start-ups

(Autor: Joachim Graf)

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