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Boomende Märkte: Studie rät Händlern und Marken zu Investitionen in Afrika

08.09.15 Europäische Einzelhändler sollten nicht zögern, ihre Chancen in
Afrika zu nutzen - das ist das Fazit einer Studie über den Einzelhandel in Afrika von A.T. Kearney zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

Der kräftige Aufschwung, den Afrikas Wirtschaft derzeit erlebt, beflügelt auch die Konsumgütermärkte und den Einzelhandel. Die wachsende Mittelschicht verlange zunehmend internationale Markenprodukte. "Die Modernisierung des Einzelhandels bietet klare Chancen für europäische Investoren", so die Marktforscher.

Afrika ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen der Welt. 2015 nimmt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gesamten Kontinent laut OECD voraussichtlich um 4,5 Prozent zu. Begünstigt wird der Aufschwung von den reichen Bodenschätzen, den steigenden ausländischen Direktinvestitionen und den wirtschaftspolitischen Reformen, die viele Regierungen durchgeführt haben. In Ostafrika sorgt außerdem die einsetzende Industrialisierung für anhaltendes Wachstum. "In den Wirtschaftsmetropolen Afrikas bildet sich eine wohlhabende Mittelschicht. Die kaufkräftigen Konsumenten verlangen zunehmend international bekannte Markenprodukte. Konsumgüterhersteller und Einzelhandelsunternehmen aus Europa sollten diese Chancen tatkräftig
und wagemutig wahrnehmen",
empfiehlt A. T. Kearney.

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Einzelhandel in Afrika nach Attraktivität des Marktes, Geschäftsrisiko und Marktsättigung
(chart: African Retail Development Index 2015 von A.T. Kearney)


A. T. Kearney berechnet alljährlich den African Retail Development Index (ARDI). Hiermit wird der Entwicklungsgrad des Einzelhandels in den Ländern südlich der Sahara ermittelt. Der Index besteht aus den vier Komponenten Attraktivität des Marktes, Länderrisiken, Marktsättigung und Zeitdruck für
Investitionen. An der Spitze des ARDI liegt in diesem Jahr Gabun. Das Land an der Westküste Afrikas erzielte 2014 kaufkraftbereinigt ein BIP pro Kopf
von 21.000 US-Dollar. Damit zählt Gabun zu den reichsten Ländern Afrikas. Supermärkte und Fachgeschäfte beginnen, die traditionellen Kleinhändler abzulösen. Symbol der Modernisierung im Einzelhandel ist das Einkaufszentrum "Le Grand Marché de Libreville", das derzeit in Gabuns Hauptstadt errichtet wird.

Auf Platz 2 des Rankings folgt Botswana. Das Land gehört zu den politisch stabilsten und sichersten Staaten Afrikas. Auf Rang 3 liegt Angola. Der ölreiche Staat erreichte 2014 ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. Damit gehört Angola zu den am schnellsten wachsenden Ländern der Erde.

Platz 4 nimmt Nigeria ein, mit 178 Millionen Einwohnern der potenziell größte Markt für Konsumgüter in Afrika. Rund 45 Millionen Menschen zählen zur Ober- und Mittelschicht. Hiervon hat ein großer Teil mittlerweile Zugang zum Internet. In den vergangenen Jahren sind in Nigeria die ersten Online-Händler erfolgreich an den Start gegangen.

Auf Rang fünf des ARDI folgt Tansania. Das Land ist ein guter Brückenkopf für den Markteintritt in der ostafrikanischen Freihandelszone EAC, zu der auch Kenia, Ruanda und Uganda gehören.

Die Republik Südafrika hat die am höchsten entwickelte Wirtschaft Afrikas. Derzeit leidet das Land jedoch unter einem konjunkturellen Abschwung. Daher erreicht Südafrika aktuell nur Platz sechs des ARDI. Unter den Top Ten des Index befinden sich außerdem Ruanda, Namibia, Ghana und Senegal.

Europäische Einzelhändler sollten nicht zögern, ihre Chancen in Afrika zu nutzen. Konkurrenten insbesondere aus Frankreich, den USA und Südafrika sind in vielen Ländern bereits präsent. Die schlechte Infrastruktur, mangelnde Rechtssicherheit und große kulturelle Unterschiede bilden freilich hohe Hürden für den Markteintritt. Diese Schwierigkeiten sollten jedoch nicht überdramatisiert werden.

(Autor: Joachim Graf)

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