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Industrie 4.0: Topmanager fühlen sich für Digitalstrategien nicht verantwortlich

20.01.15 81 Prozent der deutschen Mittelständler geben an, dass die digitale Transformation in ihrem Unternehmen überwiegend umgesetzt ist. Vollständig auf digitale Prozesse umgestellt, haben dabei 28 Prozent der Firmen ihr Kerngeschäft. Doch in weniger als der Hälfte der Unternehmen steht das Thema Digitalisierung auf der Agenda der obersten Führungsebene, sondern wird auf IT-Ebene reduziert.

  (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Beim Thema digitale Transformation sind Deutschlands Mittelständler nach eigener Einschätzung weit fortgeschritten: Vier von fünf der befragten Topmanager geben an, dass ihre Kerngeschäftsprozesse schon überwiegend digital ablaufen. Strategisch sind dabei jedoch nicht alle Unternehmen vorgegangen - eine Agenda für die digitale Transformation existiert nur in 60 Prozent der Unternehmen. Das geht aus der Studie 'Digitale Transformation und ihre Auswirkung auf die Führung im Mittelstand' der Personalberatung InterSearch Executive Consultants zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser hervor.

Der Grund: In vielen Unternehmen übernimmt die oberste Führungsriege keine Verantwortung für das Thema. Dabei betrifft die digitale Transformation alle Strukturen und Prozesse im Unternehmen - und diese zukunftsfähig zu machen, ist Chefsache. Stattdessen wird das Thema beim CIO oder auch dem IT-Bereichsleiter verankert, der die Umsetzung ohne Steuerung der Unternehmensleitung vorantreibt. Fast drei Viertel investieren in neue IT-Plattformen für eine weitere Digitalisierung (72 Prozent).

ITK-Branchen am weitesten fortgeschritten - Handel und Gesundheitswirtschaft haben Nachholbedarf


Große Unterschiede bei der Umsetzung der digitalen Transformation bestehen zwischen den Branchen. Vorreiter sind die Internet-Wirtschaft und die IT- und Telekommunikationsindustrie. Dort haben 98 Prozent der Firmen ihre Kerngeschäftsprozesse digitalisiert, vollständig umgestellt hat allerdings erst die Hälfte. Im Finanzdienstleistungssegment sowie im Maschinen- und Anlagenbau trifft dies auf jeweils 86 Prozent zu, wobei erst genannte Branche deutlich häufiger komplett digitalisiert ist (37 Prozent im Vergleich zu 20 Prozent). Im Handel und in der Gesundheitswirtschaft ist die Digitalisierung erst in sieben von zehn Unternehmen fortgeschritten. "Vor allem im Handel ist die unterdurchschnittliche Umsetzung besorgniserregend, denn diese Branche ist vom digitalen Wandel existenziell betroffen", warnt Studienautorin Julia Böge Julia Böge in Expertenprofilen nachschlagen .

Für die Studie führte die Personalberatung im Herbst 2014 eine Befragung zum Thema "Digitale Transformation" unter 400 Führungskräfte aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern online durch.

(Autor: Susan Rönisch)

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Personen: Julia Böge
Firmen und Sites: intersearch-executive.de
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