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Zehn Gründe, weshalb Ihr Blog nicht gelesen wird

30.07.14 Deutsche Unternehmens-Blogs stehen nicht gerade im Ruf, ein Quell brillianter Unterhaltung zu sein. Ganz Ehrlich: Die meisten sind langweilig, dröge und voll von peinlichen Lobhudeleien. Zehn Fehler, die jeden Blog zugrunde richten.

Bild: Franciso Osorio/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Ob jemand ein Blogger enthusiastisch bei der Sache ist oder nicht, merkt man dem Produkt schnell an.
Eigentlich sind Blogs Kern der Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen. Das Unternehmen kann hier frei von Zwängen seine Sicht der Dinge kundtun, über soziale Netzwerke weiterverbreiten und mit Kunden in Dialog treten. Doch die wenigsten Unternehmensblogs werden wirklich gelesen. Völlig zu recht, denn sie werden ja schon in der eigenen Firma nicht selten wie ein Stiefkind der Kommunikation behandelt. Die zehn häufigsten Fehler von Unternehmens-Blogs hat die Münchner PR-Agentur PR-com zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser gesammelt:
  1. Marketing-Blogs: Viele Unternehmen missbrauchen Blogs als Marketing- oder Werbeplattform. Für Leser besteht wenig Anreiz, so einen Blog ein zweites Mal aufzusuchen. Grundsätzlich gilt: Je häufiger der eigene Firmenname in den Headlines von Beiträgen auftaucht, desto schwächer ist der gesamte Blog.

  2. Versteckte Blogs: Ein Blog, den die Leser nicht finden, ist wenig wert. Viele Unternehmens-Blogs sind in der Website gut versteckt und nur für den auffindbar, der die betreffende Adresse schon kennt. Ein Blog sollte direkt auf der Homepage anklickbar sein.

  3. Resteverwertung: Zahlreiche Blogs leben von Texten, die bereits anderweitig publiziert wurden. Diese passen aber nur selten in Stil und Thematik in einen Blog. Die Botschaft an den Leser lautet hier: Dem Unternehmen ist der Blog nicht wichtig genug, als dass man dafür extra Texte schreiben würde. Die Folge: Dem Leser ist dieser Blog nicht wichtig genug, um ihn ein zweites Mal aufzurufen.

  4. Kein Blog-Stil: Viele Blog-Beiträge sind nicht im Blog-Stil geschrieben. Blog-Beiträge sollten immer auch eine persönliche Färbung haben.

  5. Selbstbespiegelungs-Blogs: Blogs, die sich vor allem um das eigene Unternehmen, seine Produkte, seine Events und Awards drehen, sind für externe Leser wenig interessant. Lobhudeleien gleich welcher Art will außerhalb des eigenen Unternehmens erst recht niemand lesen.

  6. Falsche Themenauswahl: Zahlreiche Unternehmens-Blogs sind in ihrer Themenwahl entweder zu eng - sie fokussieren sich ausschließlich auf Produkte oder Technologien - oder zu beliebig - sie schreiben über alles Mögliche, von Firmeninterna bis zum Wetter. Eine große Themenbreite macht einen Blog zwar lebendiger, generell aber sollten die Blog-Themen abbilden, womit sich ein Unternehmen befasst und wie es die Welt sieht. Dazu gehören die jeweiligen Märkte, aber auch gesellschaftliche oder politische Entwicklungen soweit sie das Unternehmen betreffen.

  7. Verwaiste Blogs: Für Leser ist es frustrierend, einen Blog zu besuchen und dort nur ältere Beiträge zu finden. Blogs, die nur alle paar Wochen Beiträge erhalten, können keine Community aufbauen.

  8. Keine Verlinkungen: Die meisten Blogs verlinken nicht auf andere Blogs; gegenseitige Verlinkung erhöht die Sichtbarkeit im Web und ist eine Voraussetzung für ein gutes Suchmaschinen-Ranking.

  9. Praktikanten-Blogs: Immer wieder sind Unternehmens-Blogs eine Spielwiese für Praktikanten und Auszubildende. Die betreffenden Beiträge haben dann auch oft den Charakter von Schulaufsätzen in der Art von "Mein erster Tag im Archiv". Blogs sind ein Bestandteil der Unternehmens-Kommunikation, sie sollten entsprechend ernst genommen und von Profis erstellt werden.

  10. Bleiwüsten: Viele Unternehmen schreiben in ihren Blogs zu lange Texte oder Texte ganz ohne Bilder. Blog-Beiträge müssen kurz, prägnant und auch optisch ansprechend sein. Langweilige Blogs haben in der Konkurrenz um Aufmerksamkeit im Web auf Dauer wenig Chancen.

(Autor: Dominik Grollmann)

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