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Open Innovation: Wie stark Start-up-Kooperationen Konzerne beeinflußen

10.12.15 Die Innovationsfähigkeit großer Unternehmen wird immer stärker von der Zusammenarbeit mit Start-ups beeinflusst, so eine neue Studie des Dienstleistungsunternehmens Accenture zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser in Zusammenarbeit mit der G20 Young Entrepreneurs Alliance.

  (Bild: geralt  / pixabay.com)
Bild: geralt / Pixabay
Laut der Studie Harnessing the Power of Entrepreneurs to Open Innovation zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , in der rund 1.000 Start-up-Entrepreneure und 1.000 Führungskräften von Großunternehmen aus den führenden Industriestaaten befragt worden, sind mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Führungskräfte davon überzeugt, dass die Kollaboration mit Start-ups entscheidend für Innovation und Wachstum ihres Unternehmens ist. In Deutschland glauben 68 Prozent der Führungskräfte, dass sie in ihren Innovationsbemühungen auf die Zusammenarbeit mit Start-ups angewiesen sind.

Die Kooperation mit Start-ups ist zudem ein Treiber für die digitale Transformation in den Unternehmen: So sind 82 Prozent der Befragten in den Großunternehmen weltweit der Meinung, dass von der Zusammenarbeit mit Start-ups wichtige Impulse für die eigene Digitalisierung ausgehen. In Deutschland sind drei Viertel (75 Prozent) aller Führungskräfte in großen Firmen überzeugt, dass eine solche Kooperation positive Auswirkungen auf den digitalen Umbau des eigenen Unternehmens hat.

Die gemeinsame Innovation mit Start-ups, die oft mit Open-Innovation-Modellen umgesetzt wird, lohnt sich für die großen Firmen. So sind deren Führungskräfte laut Umfrage optimistisch, dass in fünf Jahren knapp ein Fünftel des gesamten Umsatzes (18 Prozent) ihres Unternehmens direkt aus der Zusammenarbeit mit Start-ups resultieren wird.

Zusammenarbeit für Start-ups bisher enttäuschend

Damit die Vorteile dieses Ansatzes voll zum Tragen kommen, müssen noch einige Hürden bei der Zusammenarbeit nehmen: Nach Berechnungen von Accenture verschenkt die Wirtschaft durch fehlende oder ineffiziente Kooperation mit Start-ups bisher allein in Deutschland ein Wachstumspotenzial in Höhe von 99 Milliarden Euro bis 2020, also etwa 3,4 Prozent des aktuellen Bruttoinlandsproduktes. Weltweit sind es sogar knapp 1,4 Billionen Euro beziehungsweise 2,2 Prozent der gesamten globalen Wirtschaftsleistung.

Um dieses Potenzial abzurufen, müssen sich die großen Firmen weiter für 'Open Innovation' öffnen und lernen, auf gleicher Augenhöhe mit Start-ups zusammenzuarbeiten. In dieser Hinsicht ist die Ernüchterung bei den ebenfalls im Rahmen der Studie befragten 1.000 Start-up-Gründern weltweit groß. So glaubt knapp ein Viertel (24 Prozent) von ihnen, dass große Firmen bei der Kooperation mit Start-ups nur ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen verfolgen und das Wachstum des kleineren Partners nicht ausreichend berücksichtigen. Weiterhin sagten drei Viertel der Gründer, die zuvor bei einem Großunternehmen angestellt waren, dass unternehmerisches Denken dort zu kurz komme und sie deshalb gekündigt hätten. Die Wahrnehmung der Führungskräfte bei den etablierten Playern ist hingegen eine ganz andere: Drei Viertel von ihnen glauben, dass der Unternehmergeist auch in den Großunternehmen verbreitet sei.

Zudem fühlen sich Start-ups bei gemeinsamen Projekten oft nicht ernst genommen und zweifeln am Erfolg der Kollaboration. So beklagt knapp jeder dritte Entrepreneur in Deutschland (30 Prozent) ein fehlendes Engagement der Großunternehmen in der gemeinsamen Zusammenarbeit. Eine ganz andere Wahrnehmung herrscht hingegen bei den Führungskräften in großen deutschen Firmen: Nur zehn Prozent der Befragten glauben, dass sie der Kooperation mit den Gründern nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken. Zudem bewerten die Entscheider in Großunternehmen die Ergebnisse der Zusammenarbeit wesentlich positiver als die Start-ups. So sind 71 Prozent der Befragten bei den etablierten Firmen in Deutschland überzeugt, dass die Kooperation erfolgreich verläuft. Unter den hiesigen Gründern zieht jedoch nur etwa jeder Zweite (53 Prozent) ein positives Fazit.

(Autor: Susan Rönisch)

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