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Prognose:Jedes dritte Auto wird bis 2020 online gekauft

24.03.16 In den kommenden drei Jahren werden bis zu 7,6 Millionen Fahrzeuge, also rund ein Drittel aller Neu-, Gebraucht- und Jahreswagen, online gekauft. Das geht aus der aktuellen Autokäuferstudie 2016 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser von A.T. Kearney hervor.

  (Bild: fancycrave1 /Pixababy)
Bild: fancycrave1 /Pixababy
Wichtige Studienerkenntnis: Autokäufer ist nicht gleich Autokäufer. Die für die Untersuchung Befragten ließen sich vielmehr in fünf verschiedene Typen clustern, die sich nach Kriterien wie Alter und Einkommen, Einstellung zum Thema Mobilität, Vorgehensweise beim Autokauf, Markentreue, Nutzung von Informationsquellen sowie hinsichtlich ihrer Aufgeschlossenheit für einen Online-Autokauf stark unterscheiden:
  • Mit 26 Prozent aktuell größte Gruppe ist der Pragmatische Mainstream mit vielen unter 40-Jährigen. Sie nutzen Online-Medien nutzen und grundsätzlich bereit sind, im Internet zu kaufen. Bei ihnen entscheidet oft der Preis.
  • Gar nicht infrage kommt ein Online-Autokauf für die beiden eher älteren Autokäufer-Typen der Involvierten Traditionalisten (21 Prozent) und Analogen (18 Prozent). Sie kaufen gar nicht oder selten im Internet und lassen sich lieber beim Händler beraten.
  • Deutlich aufgeschlossener sind die beiden jüngeren Zielgruppen der Digitalen Nutzenorientierten (12
    Prozent) und Digitalen Familien (23 Prozent). Sie kaufen als Schnäppchen-Jäger häufig im Internet und nutzen gerade als preisbewusste Familien vor allem Online-Medien.

Insgesamt sind der Untersuchung zufolge heute mehr als 60 Prozent der online-affinen Zielgruppen dazu bereit, ihr nächstes Auto im Internet zu kaufen. Die Studienautoren gehen davon aus, dass sich der Wandel zum digitalen Autokauf in zwei Wellen vollzieht:
  1. In der ersten werden auch jüngere Zielgruppen ihr Auto noch klassisch beim Händler besichtigen und eine Probefahrt machen, dann aber dort kaufen, wo sie den besten Preis bekommen - und das ist sehr oft das Internet.
  2. In der zweiten Welle wird es keine Medienbrüche mehr geben, weil der komplette Kaufprozess von der Modellkonfiguration über die virtuelle Besichtigung und Probefahrt bis hin zum Abschluss durchgängig online
    stattfindet.

Die Studienautoren warnen, dass gerade die jüngeren, digitalen Auto-Käufer-Typen, die bislang überwiegend Gebrauchtwagen erwerben, noch nicht als Zielgruppe primär im Visier der Hersteller sind. Wenn hier kein Umdenken stattfindet, drohen den Herstellern durch die Digitalisierung große Absatzeinbußen.

(Autor: Susan Rönisch)

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