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Digitalfotografie: Verkaufszahlen von Kameras gedrittelt - dank Smartphones

13.09.16 Gut zwei von drei Bundesbürgern ab 14 Jahren (69 Prozent) schießen Fotos mit dem Smartphone. Das entspricht mehr als 48 Millionen Menschen. Somit nutzen mehr Deutsche Smartphones als Digitalkameras, um Fotos aufzunehmen.

 (Bild: Unsplash Pixabay)
Bild: Unsplash Pixabay
35 Prozent nutzen einfache Kompaktkameras, 15 Prozent Systemkameras mit Wechselobjektiven und ebenfalls 15 Prozent hochwertige digitale Spiegelreflex-Kameras. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser ergeben. Smartphones verdrängen insbesondere Digitalkameras aus den unteren Preissegmenten vom Markt. Laut Bitkom-Prognosen sollen im laufenden Jahr voraussichtlich rund 2,8 Millionen Digitalkameras verkauft werden. Im Jahr 2008 waren es noch 9,3 Millionen. Entscheiden sich Verbraucher heute für eine Digitalkamera, wählen Sie vor allem hochwertige System- oder Spiegelreflexkameras. So sind die Durchschnittspreise auf 339 Euro pro Gerät gestiegen (2015: 322 Euro).

Soziale Medien verstärken den Digitalfotografie-Trend zur Smartphone-Kamera. Die Anzahl der über das Internet geteilten Fotos hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Laut Bitkom-Befragung teilen 70 Prozent der deutschen Smartphone-Fotografen ihre Fotos über Messenger-Dienste, wie etwa Whatsapp oder Snapchat. 60 Prozent teilen die Bilder auf sozialen Netzwerken.

Unter den Smartphone Fotografen sind vor allem spontane Schnappschüsse beliebt (74 Prozent). Mehr als die Hälfte (55 Prozent) schießt Erinnerungsfotos von Erlebnissen, um diese anschließend der Familie, Freunden oder Bekannten zu zeigen. 14 Prozent der Befragten nutzen die Smartphone-Kamera, um Veranstaltungen festzuhalten, etwa Konzerte oder Sportevents. Auch für berufliche Zwecke werden Digitalfotos mit dem Smartphone geschossen (7 Prozent).

Verbraucher sehen in den Smartphone-Kameras aber auch Vorteile außerhalb der klassischen Digitalfotografie: Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Smartphone-Fotografen nutzt die Bilder als Gedächtnisstütze, zum Beispiel, indem sie Fotos von Einkaufszetteln oder anderen Notizen machen. Zudem scannen 7 Prozent Dokumente mit der Smartphone-Kamera ein, um sie digital zu erfassen und verarbeiten zu können.

Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung im Juli unter 1008 Personen ab 14 Jahren, darunter 696 Smartphone-Nutzer, die mit ihrem Gerät Fotos machen.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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