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Studie ermittelt, warum IT- und Internet-Projekte wirklich scheitern

17.05.13 Eine unabhängige, internationale Studie unter Entscheidern in Großunternehmen in der DACH-Region, Großbritannien und Nordamerika ergab, dass mehr als 70 Prozent der Befragten das Scheitern mindestens eines geschäftskritischen IT-Projektes erlebt haben - und zwar aus genau einem einzigen Grund.

Weil an anderer Stelle Entscheidungen getroffen wurden, die zum Zeitpunkt der Planung nicht bekannt waren, scheiterten bei mehr als zwei Drittel der Befragten mission-critical IT- und Internet-Projekte. Bei mehr als der Hälfte (51,6 Prozent) der Befragten ist das nicht nur einmal vorgekommen, bei jedem Zehnten sogar schon mehrfach. In der Folge, so die befragten Entscheider, scheitert fast jedes sechste geschäftskritische Projekt (16,9 Prozent).

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Anteil von geschäftskritischen IT- und Internet-Projekten die scheitern in D, A, CH, USA und UK
(chart: Alfabeth)
Was bedeutet Scheitern von Projekten? Die Auswirkungen gegenläufiger Unternehmensentscheidungen auf den Projektverlauf:

  • Knapp ein Drittel der Projekte (32,2 Prozent) wurden abgebrochen

  • Fast die Hälfte der Projekte (46,8 Prozent) verzögerte sich

  • In Nordamerika wurden sogar mehr als die Hälfte (57,7 Prozent) der Projekte abgebrochen

  • In Großbritannien kam es bei nahezu allen Projekten zu Verzögerungen (95,6 Prozent) - allerdings wurden Projekte kaum abgebrochen

  • Dennoch waren mehr als die Hälfte der Befragten (52,2 Prozent) mit dem Verlauf der Projekte zufrieden

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Grund für das Scheitern geschäftskritischer IT- und Internet-Projekte
(chart: Alfabeth)

Weitere Erkenntnisse der Studie:
  • Bei der Frage nach der durchschnittlichen Dauer eines IT-Planungsprozesses gaben IT-Verantwortliche in der DACH-Region an, dass im Durchschnitt der Planungszyklus von unternehmenskritischen IT-Projekten 180 Tage dauert. Dabei stellte die Studie im Ländervergleich große Unterschiede fest: Während in den USA und Kanada sowie in der DACH-Region etwa sechs Monate lang geplant wird, gaben die IT-Verantwortlichen in Großbritannien an, dafür lediglich 50 Tage zu benötigen.

  • Die Reaktionen auf Projekthindernisse sind von Land zu Land sehr verschieden. In Großbritannien bedeutet das in fast allen Fällen Verzögerungen (über 95 Prozent), nur wenige Projekte (4,4 Prozent) werden wirklich abgebrochen. Möglicherweise ist hierin das Gegengewicht für die vergleichsweise so viel kürzere Planungszeit zu sehen. Bemerkenswert ist hingegen die Reaktion in Nordamerika: Hier werden in 58 Prozent der Fälle die Projekte abgebrochen.

  • Im Gegenzug dazu verteilen sich die Auswirkungen in der DACH-Region auf alle vorgegebenen Kategorien: Verzögerung (35 Prozent), abgebrochene Projekte (20 Prozent), Verteuerung (22 Prozent) und Nutzeneinbuße (20 Prozent).

  • In der DACH-Region wurde des Weiteren nach der üblichen Dauer eines geschäftskritischen IT-Projekts bis zur "Final Delivery" gefragt. Laut Studie nehmen über 80 Prozent der Projekte mehr als drei Quartale, im Durchschnitt 13 Monate, in Anspruch.

  • Unterschiede zwischen den Ländern zeigten sich neben der Dauer der Planung auch bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung. Während es in der DACH-Region pro Entscheidung im Schnitt 17,4 Tage dauert, bis alle Beteiligten bestimmt und einbezogen sind, benötigt man in Großbritannien laut Umfrage "nur" 2,3 Tage. Letztendlich ist im Ergebnis - ganz unabhängig von kulturellen Planungsunterschieden in den einzelnen Ländern - die Erfahrung mit gescheiterten Projekten aufgrund unterschiedlicher Planungssichten sehr ähnlich.

  • Die Anzahl der Datenquellen wie Projektpläne, Prozessdatenbanken, Architektur-Diagramme etc., auf die zur Absicherung von Entscheidungen zurückgegriffen wird, lag den Angaben der Teilnehmer zufolge in allen Untersuchungsregionen gleich hoch bei durchschnittlich fünf internen Datenquellen. Solche Datenquellen zu beschaffen und auf dem neuesten Stand zu bringen, ist eine wichtige Aufgabe, die im Vorfeld von Entscheidungen, die Zuarbeit von qualifizierten Ressourcen beansprucht, um alle Informationen zu konsolidieren.

  • IT- und Internet-Projekte scheitern, wenn isolierte, divergente Entscheidungen getroffen werden. Das Fehlen einer ganzheitlichen Sicht auf alle - auch von der IT losgelösten Prozesse - ist nach Aussage der befragten IT-Entscheider in einer hohen Anzahl der Fälle ursächlich für das Scheitern von IT-Großprojekten.

  • Planungszyklen sind extrem lang und dauern bis zu 180 Tage. Die Gründe dafür legt die Studie nahe: Planungsentscheidungen müssen langwierig abgestimmt werden, die Anzahl der Personen, die am Evaluierungsprozess teilnehmen, ist groß - sowie auch die Anzahl von internen Datenquellen, auf die zur Absicherung von Entscheidungen zurückgegriffen wird. Lediglich kürzere Planungszeiten und das Hinzuziehen der Entscheider in kürzerer Zeit - wie in Großbritannien - schützen aber nicht vor dem Scheitern von IT-Projekten, sondern können diese signifikant verzögern. Die Studie belegt, dass der Anteil der gescheiterten oder "auf Eis gelegten" Projekte in allen Ländern 16,9 Prozent beträgt.

Die von der Alfabet AG zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser in Auftrag gegebene Studie wurde von IDG Business Research Service von Mitte November bis Mitte Dezember 2012 telefonisch und in Online-Befragungen bei IT-Entscheidern in Großunternehmen in der DACH-Region, Großbritannien sowie USA und Kanada durchgeführt.

(Autor: Joachim Graf)

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