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Amazon: Welche Lücken Prime für kleine Händler lässt

10.04.17 Weltweit wächst die Marktmacht des Online-Giganten Amazon. Doch auch kleineren Händlern haben gute Chancen. Viele Services des US-Retailers sind heute State-of-the-Art und Kundenbindung ist kein Alleinstellungsmerkmal von Amazon.

 (Bild: Amazon)
Bild: Amazon
Next-Day-Lieferung, Streaming-Dienst, breit gefächerte Produktpalette - der Deutsche On- und Offline-Handel beobachtet den US-Konkurrenten Amazon zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser mit Sorge. Zu Recht, schließlich wuchs die Marktmacht in den letzten Jahren rasant. Doch eine Umfrage unter 1.012 Internetnutzern des Loyality-Anbieters Shoop zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser zeigt, dass auch kleinere Händler durchaus im Wettbewerb gegen den Retail-Giganten bestehen können.

Auf den ersten Blick belegt die Umfrage von Februar dieses Jahres zwar den großen Einfluss des Big Players. So sind:
  • Immerhin 36 Prozent der Deutschen - oder mehr als jeder Dritte - bereits Mitglied bei Amazon-Prime.
  • 59 Prozent der deutschen Internet-Shopper kaufen bei Amazon.
  • Knapp zwei Drittel (65 Prozent) nutzen Amazon für die Recherche nach einem Produkt.
  • Und immerhin fast jeder zweite Online-Käufer (49 Prozent) beginnt seinen Online-Einkauf direkt auf Amazon, sieht sich die Bewertungen für ein Produkt an und kauft dieses dann auch dort.

Dominanz von Amazon nur bei klassischen Amazon-Produkten

Doch relativiert sich die Dominanz des Unternehmens beim Blick auf die Produkte, die in Deutschland hauptsächlich über Amazon bezogen werden.
  • 44 Prozent der Deutschen kaufen Bücher, DVDs und Filme über den Online-Giganten,
  • 37 Prozent CDs und digitale Musik und
  • jeder Vierte (25 Prozent) kauft dort Spielzeug.
Bei vielen anderen Produkt-Kategorien, wie etwa Mode und Bekleidung (12 Prozent), Heimwerken und Garten (12 Prozent), Beauty-Artikel (9 Prozent) oder auch Möbel (5 Prozent), spielt das Unternehmen dagegen eine eher untergeordnete Rolle. Veit Mürz, Geschäftsführer von Shoop.de sagt dazu: "Auch wenn Amazon den Eindruck vermittelt, dass man dort alles kaufen kann, zeigt unsere Umfrage, dass der Online-Riese von deutschen Verbrauchern bislang vor allem in den Kernkategorien genutzt wird, mit denen das Unternehmen einmal gestartet ist."

Um auch in anderen Produktkategorien zu wachsen, wirbt Amazon aggressiv mit Angeboten und Leistungen für Prime-Kunden. Diese Services sind aber kein USP von Amazon, sondern werden von den meisten Online-Shops angeboten, weil sie für deutsche Verbraucher ein Musthave sind. Der Online-Experte sieht gerade im Bereich der Serviceleistungen eine Chance für den deutschen E-Commerce, sich auch weiterhin gegen Amazon zu behaupten und somit aktiv einer Entwicklung wie in den USA entgegenzuwirken.
  • Mehr als vier von fünf Kunden (86 Prozent) erwarten heutzutage einen kostenlosen Versand.
  • Transparente AGBs sind sogar 92 Prozent wichtig und
  • 89 Prozent erwarten einen kostenlosen Rückversand.
Eine Leistung, die Amazon immer wieder besonders stark in den Vordergrund stellt, ist die Lieferung am nächsten Tag. Diese ist allerdings für 60 Prozent der Deutschen nicht wichtig, wenn sie sich für einen Onlineshop entscheiden.

Empfehlung von Mürz: Online-Shops sollten sich nicht von der Angebotsvielfalt und den niedrigen Preisen Amazons verrückt machen lassen, sondern sich vielmehr auf ihr Kerngeschäft und die eigene langjährige Expertise konzentrieren. Kompetenz geht bei deutschen Verbrauchern immer noch vor. Sie wollen nicht unbedingt eine große Produktpalette geboten bekommen, sondern wissen, dass sie sich auf das Produkt und den Händler verlassen können.

Alternative Kaufanreize schaffen

Trotz aller Kompetenz - der deutsche Verbraucher entscheidet preisgetrieben. Und so würden zwei von drei Deutschen (67 Prozent) von Amazon zu einem anderen Shop wechseln, wenn sie dort im Gegenzug entsprechende Sonderangebote und Rabattaktionen erhielten. Wer bei der Preisschlacht nicht mithalten kann oder will, sollte einmal über Loyalty-Programme bzw. Bonus-Systeme nachdenken, um Kunden dauerhaft zu gewinnen und an den eigenen Shop zu binden. Ob nun Treuepunkte, Herzchen oder Cashback - sie alle bieten zusätzliche Kaufanreize, für die deutsche Kunden durchaus Interesse haben.

(Autor: Dominik Grollmann)

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