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Deutsche Firmenchefs üben sich in digitaler Sorglosigkeit

29.12.15 Obwohl knapp drei Viertel aller deutschen Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cyberangriffen waren, herrscht in deutschen Unternehmen immer noch 'digitale Sorglosigkeit' vor. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Potenzialanalyse Digital Security zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser von Sopra Steria Consulting.

 (Bild: SXC.hu/Rajesh Sundaram)
Bild: SXC.hu/Rajesh Sundaram
85 Prozent der im Rahmen der Studie befragten IT-Leiter bestätigen Vorständen und Geschäftsführern deutscher Unternehmen eine mangelnde Initiative in punkto der digitalen Sicherheit. Diese stufen die Gefahr von Cyberangriffen offensichtlich als zu gering ein. Mehr als ein Viertel der IT-Führungskräfte attestiert den Geschäftsleitern eine zu hohe Risikobereitschaft im Hinblick auf Cyberangriffe. Dabei spielt es eine nicht unerhebliche Rolle, dass sich deutsche Unternehmen aus Sicht von jedem Fünften IT-Entscheider für wenig attraktiv für Cyberangriffe halten.

Social Media im Blick

Die Untersuchung zeigt allerdings auch, dass in deutschen Unternehmen an Sicherheitsmaßnahmen kein Mangel herrscht. Ein positives Beispiel stellt die Absicherung von Social-Media-Aktivitäten dar. 80 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Social Media oder Plattformen zur Kommunikation und Interaktion mit Kunden, wobei neun von zehn Firmen bereits Maßnahmen zur Absicherung dieser Kanäle implementiert haben. Zum Einsatz kommen dabei gleichermaßen Schulungen und Awareness-Kampagnen für die Mitarbeiter (72 Prozent) wie die Umsetzung technischer Maßnahmen zur Data Leakage Prevention (69 Prozent). Gut 60 Prozent der Unternehmen regeln die Nutzung der Kommunikationskanäle zudem innerbetrieblich über eine Social Media Policy. Vor allem Finanzdienstleister sind in der Absicherung von Social Media Vorreiter: Lediglich fünf Prozent haben bislang keinerlei Maßnahmen ergriffen.

Sicherheitsfalle mobile Endgeräte

Die Gefahren, die aus Unachtsamkeit im Umgang mit mobilen Geräten entstehen können, scheinen Unternehmen generell bekannt zu sein, denn 90 Prozent führen IT-Sicherheitsmaßnahmen für mobile Systeme durch. Zwei Drittel der Unternehmen veranlassen Sicherheitsüberprüfungen. Auch setzen 60 Prozent der Unternehmen ein Mobile-Device-Management (MDM) zum Schutz ihrer mobilen Endgeräte ein. Andererseits heißt dies jedoch, dass 40 Prozent aller Unternehmen nicht über eine Mobilgeräteverwaltung verfügen, die unter anderem Sicherheits-Updates und -einstellungen zentral durchführt. Problematisch gestaltet sich dabei vor allem die Mischung von privaten und geschäftlichen Endgeräten im Unternehmensalltag, die in 66 Prozent der befragten Firmen möglich ist.

(Autor: Susan Rönisch)

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