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Deutschland bleibt Bargeldland - Mobile Payment keine Alternative

16.08.17 Für knapp zwei Drittel der Deutschen sind mobile Bezahllösungen noch keine Alternative. Ein Fünftel ist zwar grundsätzlich offen dafür, zögert aber noch - vor allem aus Mangel an Informationen. Ein anderer Grund für die Zurückhaltung beim Mobile Payment liegt in der tiefen Verbundenheit der Deutschen mit dem Bargeld. Nur 16 Prozent würden sich freuen, wenn es in der Zukunft keine Scheine und Münzen mehr gäbe. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser -Studie 'Der digitale Deutsche und das Geld'.

  (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
69 Prozent der Deutschen wären zwar grundsätzlich bereit, auf klassische Zahlungsmethoden zu verzichten. Aber erst 14 Prozent nutzen Mobile Payment, bei den jüngeren Deutschen sind es 20 Prozent. Bei einem weiteren Fünftel (22 Prozent) aller Bundesbürger ist die Bereitschaft vorhanden, die neuen Verfahren zu testen: Sie haben vor, zukünftig diese Technik für sich einzusetzen. Gebremst fühlen sie sich vor allem von dem Gefühl, noch zu wenig darüber zu wissen. Von den verschiedenen mobilen Zahlungsmöglichkeiten kommt am ehesten die Bezahlung per Smartphone-App oder über eine Mobile-Banking-App in Frage.

Deutsche lassen Bargeld nicht los

Die Zurückhaltung der Deutschen beim mobilen Bezahlen hängt auch mit der verbreiteten Vorliebe für Bargeld zusammen. 84 Prozent wollen nicht auf Scheine und Münzen in der Tasche verzichten müssen. Nur 16 Prozent würden eine Bargeld-Abschaffung begrüßen. Selbst die jüngeren Deutschen können sich mit einem Leben ohne Bargeld nur schwer anfreunden: Bei den unter 35-Jährigen sind es 27 Prozent.

Größter Haken in einer Welt ohne Scheine und Münzen aus Sicht der Bargeld-Fans: die Abhängigkeit von Technik. Zudem steige die Gefahr, Opfer von Cyberkriminalität zu werden oder ältere Menschen, die mit der Technik nicht zurechtkommen, auszugrenzen. Außerdem sind die Bargeld-Anhänger besorgt, dass ohne echtes Geld in der Tasche die Wertschätzung dafür verloren gehen und die Kontrolle über die Ausgaben entgleiten könnte. Die Bargeld-Gegner führen ihrerseits vor allem die Vorzüge mobiler Bezahlverfahren an: Keine Münzen und Scheine mitnehmen zu müssen, sei komfortabler und flexibler, auch bei kleinen Beträgen. Sie sehen Bares mehrheitlich als Risikofaktor: Ohne Bargeld weniger Raubüberfälle, Diebstähle, Geldwäsche und Schwarzarbeit.

Digitalisierung verändert Bezug zum Geld

Trotz einiger Skepsis zeigt die digitale Technik bereits ihre Wirkung: Knapp ein Drittel der Deutschen gibt an, ihr persönlicher Bezug zum Geld habe sich durch die neuen Angebote verändert. So würden sie beispielsweise mehr Geld ausgeben, weil Einkaufen und Bezahlen immer bequemer werden. Andere bemerken, dass sie einen besseren Überblick über ihre Ein- und Ausgaben haben. Eine weitere Veränderung: Drei von zehn Deutschen, die ihren Bezug zum Geld im digitalen Wandel begriffen sehen, geben an, kaum mehr Bargeld dabei zu haben. Zwei von zehn bezahlen wo immer möglich bargeldlos.

Andererseits entscheiden sich knapp 60 Prozent der Deutschen mitunter ganz bewusst gegen die neue Technik-Welt und verzichten auf digitale Angebote. Am häufigsten genanntes Beispiel: Statt im Geschäft bargeldlos zu bezahlen, greifen die Deutschen lieber zur beliebten Geldbörse.

(Autor: Susan Rönisch)

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