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DDoS-Attacken: Fast jeden zweiten Shop-Betreiber trifft es

13.11.14 Weit mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Unternehmen, die von einem Online-Dienst wie beispielsweise einem Online-Shop abhängig sind, wurden innerhalb eines Jahres Opfer einer DDoS-Attacke. Diese Erkenntnisse gehen aus einer Analyse über wirtschaftlich motivierte DDoS-Attacken hervor, die Kaspersky Lab auf Basis einer weltweiten Umfrage von B2B International durchgeführt hat.

Bild: Adam Thomas/devdsp/Creative Commons unter Creative Commons Lizenz by-sa
Meistens machen sich Hacker mit Sturmmasken und schwarzer Kleidung unkenntlich
Die Untersuchung von Kaspersky Lab zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser zeigt: Vor allem Unternehmen, die Online-Dienste wie Online-Shops oder Online-Medien anbieten, hatten im zwölfmonatigen Untersuchungszeitraum mit DDoS-Attacken zu kämpfen - nämlich 38 Prozent der von Kaspersky Lab befragten Unternehmen. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozentpunkten im Vergleich zu den Umfrageergebnissen aus dem Vorjahr.

"Zum einen können DDoS-Attacken von Unternehmen in Auftrag gegeben werden, um einen Konkurrenten zu schwächen", weiß Christian Funk Christian Funk in Expertenprofilen nachschlagen , Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. "Zum anderen setzen Cyberkriminelle DDoS-Attacken ein, um angegriffene Webseiten außer Gefecht zu setzen und Unternehmen anschließend zu erpressen. Erst bei der Bezahlung eines bestimmten Betrages wird die Attacke gestoppt."

Betrachtet man die Online-Dienste betreibenden Unternehmen näher, zeigt sich folgende Top 5, der am häufigsten via DDoS angegriffenen Branchen:
  • IT und Technologie; 49 Prozent per DDoS attackiert
  • E-Commerce; 44 Prozent per DDoS attackiert
  • Telekommunikation; 44 Prozent per DDoS attackiert
  • Medien; 42 Prozent per DDoS attackiert
  • Baugewerbe 40 Prozent per DDoS attackiert
  • Finanzen: 39 Prozent per DDoS attackiert

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Besonders bedrohte Branchen und Regionen von DDoS-Attacken
(chart: Kaspersky Lab)
Der durchschnittliche Schaden durch DDoS-Attacken beträgt bei mittelständischen Unternehmen 41.000 Euro und bei großen Organisationen rund 360.000 Euro. Die Kosten beinhalten kurzfristige und langfristige Ausgaben. 65 Prozent der von DDoS-Angriffen betroffenen Unternehmen mussten IT-Sicherheitsberater anheuern. 61 Prozent hatten zeitweilig keinen Zugang zu geschäftskritischen Informationen und knapp die Hälfte (49 Prozent) mussten reaktiv Geld für Software oder Infrastruktur ausgeben.

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Unternehmensserver über eine Botnetz-Infrastruktur mit unzähligen sinnlosen Anfragen überlastet. Die Erreichbarkeit eines Online-Dienstes kann so eingeschränkt werden oder zusammenbrechen
(chart: Kaspersky Lab)
Weitere mögliche Langzeitfolgen: 38 Prozent der betroffenen Unternehmen gehen davon aus, dass derartige Angriffe zu einem Reputationsverlust der eigenen Firma geführt haben. Weitere 29 Prozent sehen dadurch ihre Kreditwürdigkeit geschädigt und ein Viertel (26 Prozent) ist der Meinung, dass ihre Versicherungsprämien im Zuge einer DDoS-Attacke in die Höhe gingen.

"Gerade in der heutigen Zeit können DDoS-Attacken einfach und kostengünstig durchgeführt werden. Entsprechende Ressourcen sind leicht über das Internet ausfindig gemacht. Zudem ermöglicht die Bezahlung mittels Kryptowährung, die Identität eines Auftraggebers zu verschleiern", ergänzt Christian Funk. Deshalb sollten sich gerade im Web präsente Unternehmen mit dem Problem beschäftigen, um sich gegen einen potenziellen Geschäftsverlust zu schützen.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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Personen: Christian Funk
Firmen und Sites: kaspersky.com
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