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NET multiMEDIA vom 16. Maerz 1998 Ausgabe 162 - 4.Jahrgang

16.03.98 - Willkommen zur aktuellen Ausgabe von NET multiMEDIA. Der News-
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Themen unter anderem:

->Take Two Interactive kauft BMG Interactive fuer 12,7 Millionen Dollar
->Die groessten deutschsprachigen CD-ROM-Publisher ‘97
->Bayern Muenchen steigt ab, Koeln wird Meister
->Telekom und Nuernberg-Messe planen Datenrennstrecke
->30 Festnahmen in Frankreich wegen Internet-Kinderpornos
->Siemens hat das schnurlose Bildtelefon
->Jetzt kommt Lara Croft als Kampf-Tamagotchi
->Siemens hat das schnurlose Bildtelefon
->Bertelsmann will Kartenmisere mit CD-ROM-Publishing beheben


*Take Two Interactive kauft BMG Interactive fuer 12,7 Millionen Dollar

Der amerikanische Spielehersteller Take Two hat in einem Aktientausch Bertelsmanns BMG Interactive uebernommen. Das meldet MM-Wire unter Berufung auf Firmenmeldungen. BMG Entertainment haelt nach dem Deal 16 Prozent an Take Two.

*Die multiMEDIA-Publisher-Liste:

Die groessten deutschsprachigen CD-ROM-Publisher ‘97
Konsolidierung war das Wort des Jahres 1997 im deutschsprachigen Multimedia-Titelmarkt: Nicht nur die Zahl der veroeffentlichten Multimedia-Titel sank von 1.600 Titeln auf 1.300 Titel, auch ein Viertel der 1996 aktiven Multimedia-Publisher zog sich im vergangenen Jahr aus dem CD-ROM-Geschaeft zurueck: Statt 250 Verlagen produzierten im vergangenen Jahr nur noch 190 Publisher Multimedia-CD-ROMs.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die multiMEDIA-Redaktion Anfang dieses Jahres durchfuehrte. Der groesste Publisher – gewertet nach veroeffentlichten Multimedia-Titeln ohne Spiele, Shareware, Tools, Grafikprogrammen und Clipartsammlungen –war demnach im vergangen Jahr Heureka-Klett. Durch eine ganze Reihe von multimedialen Grammatik- und Vokabeltrainern verdoppelte er im Vergleich zu 1996 nahezu seinen Titelausstoss. Die beiden im vergangenen Mai fusionierten Verlage Systhema/Navigo sowie TLC Tewi/Rossipaul landeten zwar auf Platz zwei und drei der Liste, produzierten aber im Vergleich zu 1996 deutlich weniger Titel. So haben Systhema und Navigo vor zwei Jahren gemeinsam rund 93 Titel veroeffentlicht, letztes Jahr hingegen waren es nur 55 Titel, also gut vierzig CD-ROMs weniger. Rossipaul und Tewi, die zusammen 72 Titel produziert hatten, kamen im vergangenen Jahr lediglich auf 40 Titel.

*Bayern Muenchen steigt ab, Koeln wird Meister

Die Deutsche Meisterschaft ist fuer die Bayern wohl schon weg, bei Zwietracht Muenchen wird heftig untereinander geholzt - und jetzt das: Der reichste Fussballclub der Republik hat den aermlichsten Internet-Auftritt. Das deckt eine Studie einer Uni aus Dortmund (!) vom ProfNet Professoren-Netzwerkes auf. Weitere Ueberraschung: Die Fans zeigen in vielfaeltiger Weise ihren Vereinen, wie professionelle Auftritte auf dem WWW-Spielfeld aussehen koennen. Die Internet-Mannschaft des ProfNet Professoren Netzwerks hat in der Fussball-Winterpause die bisher einzige wissenschaftliche Studie zum Internet-Auftritt der Fussballvereine, der Fanclubs, der Fanmagazine und der Fanseiten durchgefuehrt. 440 Internet-Auftritte in Sachen Fussball wurden anhand von 96 Kriterien, unterteilt in die Kategorien Handling, Interaktivitaet, Layout und Inhalt, beurteilt. Von 26884 dem DFB zuzurechnenden Vereinen zeigen weniger als 0.5 Prozent von ihnen den sportlichen Ehrgeiz, die vielfaeltigen Moeglichkeiten des weltumspannenden Netzes zu nutzen. Selbst der renommierteste der deutschen Fussballvereine, der 1. FC Bayern Muenchen ist wie fuenf weitere Erstligisten erst gar nicht mit einem eigenen Auftritt im Internet vertreten und steigt somit aus der ProfNet Internet-Liga ab.
Sieger wurde der 1.FC Koeln vor dem Karlsruher SC und Werder Bremen. Mit durchschnittlich 59 von 100 moeglichen Punkten sicherten sich die 12 Erstligisten immerhin den Klassenerhalt, auch wenn ihre Seiten ueber weite Strecken verbesserungsfaehig sind. ‘Offensichtlich interessiert es die Vereine nicht, was die Fans von ihren Seiten halten. Es scheint, als ob die Vereine in Bezug auf die Kundenorientierung ihrer Internet-Praesenz eine Auszeit genommen haben’, so die Einschaetzung von Prof. Dr. Uwe Kamenz, Marketing-Professor an der FH Dortmund und Leiter des ProfNet Kompetenzfeldes Internet. Eine Theaterkarte fuer ein Musical am Broadway laesst sich problemlos vom heimischen PC aus ordern. Wer als Fussballfan die begehrte Eintrittskarte fuer das naechste Spiel ‘seines’ Vereins bestellen moechte, guckt meistens in die digitale Roehre. Ein Besuch im interaktiven Fanshop ist ebenso wenig moeglich, wie das Ausfuellen des Aufnahmeantrags in den Verein. Ueberraschend ist nicht nur die Qualitaet, sondern auch die Quantitaet der von den Fans ins Spiel gebrachten Seiten. 329 Fanmagazine (FM), Fanclubs (FC) und Fanseiten (FS) dokumentieren ihren sportlichen Ehrgeiz. Offenbar glauben die Vereine ihre Internet-Praesenz den Fans ueberlassen zu koennen, die mit viel Engagement und Idealismus ihre Seiten ins Netz gestellt haben. Der Gesamtvergleich beweist, da die Seiten der Fans oftmals die Wuensche der fussballinteressierten Webserver ernster nehmen, als die offiziellen Web-Auftritte der Vereine selbst. Und das, obwohl die Vereine auf kommerzielle Webdesigner und entsprechende Agenturen zurueckgreifen. Selbst die besten ‘Fanseiten’ (von Fans fuer Fans) der Zweit- und Regionalligisten sind nach ProfNet Urteil immer noch einfallsreicher als einige Vereine der 1. Bundesliga. Die Vereine sollten sich die vielen positiven Beispiele ihrer Fans zum Vorbild nehmen, so die Kritik von Prof. Kamenz. So verwundert es nicht, dass nur sieben der zwoelf Erstligisten unter den ersten 18 der ProfNet Internet-Liga plaziert sind. ‘Was fuer die Fans die Kuer ist, sollte fuer die Vereine die Pflicht sein. Die blosse Praesenz im Internet bringt fuer die Vereine keinen Zusatznutzen’, fuehrt Prof. Kamenz weiter aus. Ziel muesse es sein, bestehende Fangemeinden zu binden und neue Fans fuer sich zu begeistern: ‘Wer den Anstoss verpasst, kann kein Tor erzielen und somit auch keinen Erfolg haben’.


*30 Festnahmen in Frankreich wegen Internet-Kinderpornos

Bei einer Razzia gegen Kinder-Pornographie im Internet hat die franzoesische Polizei 30 Personen festgenommen. Fuenf der Verdaechtigen seien Minderjaehrige, teilten die Behoerden in Dole mit. In der Wohnung des Hauptverdaechtigen wurden Zeitschriften und Computerzubehoer beschlagnahmt.
Gegen fuenf Verdaechtige wurden inzwischen offizell Ermittlungen eingeleitet. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, in einem Netzwerk Kinderpornos weitergegeben und Tausende Fotografien im Internet veroeffentlicht zu haben. Die Beamten seien dem Ring auf die Spur gekommen, nachdem sie den Computer-Code eines bereits angeklagten Paedophilen geknackt haetten.


*Siemens hat das schnurlose Bildtelefon

Der deutsche Elektrokonzern Siemens hat die Technologie fuer das schnurlose Bildtelefon entwickelt. Auf der CeBIT will die Bank mit angehaengter Elektroabteilung einen Prototyp des Telefons zeigen.
Das Telefon hat eine kleine Videokamera und einen hochaufloesenden Farbbildschirm eingebaut. Ab 1999 will man das Produkt vermarkten, das ueber ISDN-Kanalbuendelung Ton und Bilder uebertraegt, so der Konzern.

*Jetzt kommt Lara Croft als Kampf-Tamagotchi

Sony Computer Entertainment hat einen PDA entwickelt, der Daten von der Multimedia-Konsole ‘Playstation’ empfangen kann. Der PDA soll zu Jahresende auf den elektronikgeilen japanischen Markt kommen und Tamagotchi-Groesse haben. Das neue Produkt besteht aus einer PlayStation-Speicherkarte, einem LC-Display, einer Gameboy-aehnlichen Steuerung und einer Infrarot-Schnittstelle zur Datenuebertragung. Weitere Funktionen sollen waehrend der Programmierung der Anwendungen entwickelt werden, so ein Firmensprecher.
Eine moegliche Funktion der Kleinstkonsole ist es, Kampfcharaktere aus Playstation-Spielen herunterzuladen und zu trainieren. Danach sollen die trainierten Haudegen zurueck in die Playstation gespielt werden. Auch der Datenaustausch zwischen zwei Kleinstkonsolen soll eingebaut werden - immerhin wurden von der Tamagotchi-Pruegelversion ‘Pocket Monster’(‘Pokemon’) in Japan binnen eines Jahres sieben Millionen Einheiten verkauft.

*Bertelsmann will Kartenmisere mit CD-ROM-Publishing beheben

Die Hundert-Prozent-Tochter Falk schreibt tiefrote Zahlen, jetzt ueberlegt die Mamma, wie man das teure Kind loswird. Mutter Bertelsmann Buch AG will ihr Engagement ‘ueberdenken’ und fuehrt Gespraeche mit moeglichen Kaeufern. Bertelsmann hatte Falk bis zum Sommer 1997 schrittweise uebernommen. Als Grund fuer die Schwierigkeiten im Kartographie-Geschaeft nannte die Sprecherin der Bertelsmann Buch AG die grosse Konkurrenz. Auch lasse der Markt keine hohen Wachstumsraten zu. Doch noch gibt es Rettung in der Mutter/Kind-Beziehung: Zur Erschliessung neuer Geschaeftsfelder eigneten sich vor allem Angebote im Internet und auf CD-ROM sowie der Einsatz beim Aufbau satellitengestuetzter Navigationssysteme, hat Bertelsmann erkannt. Vielleicht klaptts ja doch noch mit der Tochter.

*Telekom und Nuernberg-Messe planen Datenrennstrecke

Die Deutsche Telekom AG und die Nuernberg Messe wollen werden bis zum Jahr 2000 im Messezentrum Nuernberg eine der modernsten Kommunikationsinfrastrukturen am Messeplatz Deutschland installieren. Darueber schlossen Josef Brauner, Leiter des Geschaeftsbereiches Vertrieb der Deutschen Telekom AG, Bonn und Bernd A. Diederichs, Geschaeftsfuehrer der NuernbergMesse, eine Rahmenvereinbarung ab.
Grundlage bildet eine auf Lichtwellenleitertechnologie basierende Hochgeschwindigkeitsringleitung, die kuenftig bis zu 2.500 Megabits pro Sekunde uebertragen kann. Zur Zeit ist eine Uebertragungsrate von 155 Megabits pro Sekunde im Messezentrum moeglich. Die Einrichtungskosten werden sich auf acht bis zwoelf Mio. DM belaufen.
Insbesondere bei in den im Messezentrum Nuernberg stattfindenden hochspezialisierten Technologie-Fachmessen werden die Kommunikationsanforderungen in den kommenden Jahren rasant weiterwachsen. Das bestehende Kommunikationsnetz wird deshalb durch ein modernes, strukturiertes Netz erweitert. Bis zum Jahr 2000 wird Business TV im Messezentrum ebenso moeglich sein wie die Kopplung zweier LANs. Damit ist beispielsweise die Vernetzung von PCs untereinander auf dem Ausstellungsstand sowie mit (ueber-)regionalen Firmenstandorten moeglich.

VCON praesentiert auf der CeBIT portablen Videokonferenzsysteme
‘QuickConnect’ heisst die Familie, von kompakten und portablen Videokonferenzloesungen, die Hersteller VCON auf der CeBIT zeigt.
Die QuickConnect-Familie besteht aus drei verschiedenen Produkten:
QuickConnect 2 , ein 1-BRI-System, liefert konstante 15 Bilder pro Sekunde ueber eine einzige ISDN-Leitung bei 128 Kbps und minimiert so die Aufwendungen fuer den kostenbewussten Kunden.
QuickConnect 2L bietet neben einer BRI-Schnittstelle eine 10 Mbps 3COM Netzwerkkarte und ermoeglicht so Videokonferenzen ueber H.320 (ISDN) und H.323 (LAN). Der QuickConnect 2L ist das erste Produkt auf dem Markt, welches eine kombinierte ISDN/LAN Loesung bietet - ideal fuer Firmen, die Ihr bereits bestehendes Netzwerk fuer Videokonferenzen nutzen moechten. Der QuickConnect 6 ist ein 3 BRI 384 Kbps ISDN - Produkt fuer Videokonferenzen brillanter Qualitaet mit konstanten Bildraten bis zu 30 Bildern pro Sekunde. ‘Auf diese einzigartige, kostenbewusste ISDN/LAN Kombination hat der Markt lange gewartet’, bemerkt Udi Netzer, Senior VP of Sales & Marketing bei VCON. ‘Mit der Entwicklung dieser neuartigen Produktfamilie hat VCON besonderen Wert auf hoechste Qualitaet, Bedienerfreundlichkeit und eine einfache Installation gelegt. Der Anwender schliesst die Kameraeinheit einfach nur an den Video-Codec an, verbindet den Codec mit einem TV-Geraet, waehlt die Nummer und beginnt die Videokonferenz. Da die Technologie staendig weiterentwickelt wird, werden die Preise fuer Videokonferenzsysteme weiter sinken. VCON plant sich auch weiterhin an die Anforderungen des Marktes nach hoher Qualitaet zu niedrigen Anschaffungskosten zu richten. Unsere QuickConnect Familie bietet momentan das beste Preis-/Leistungsverhaeltnis im Markt.’ Alle QuickConnect Systeme werden mit einer 12fach Zoom pan/tilt/zoom Kamera, einer Fernbedienung fuer alle Funktionen, einem internen Mikrofon, Far-End Camera Control (FECC), Acoustic Echo Cancelation (AEC), einem einfach zu bedienendem on-screen Telefonbuch inkl. Dialer sowie einer Vielzahl weiterer Funktionen angeboten. Optional ist ein Application Sharing Paket (T.120) inkl. einer kabellosen Tastatur, ein externes Mikrofon sowie ein Transportkoffer erhaeltlich.

von Joachim Graf

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