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NET multiMEDIA vom 16. Februar 1998 Ausgabe 151 - 4.Jahrgang

16.02.98 - News-Service der Branchendienste multiMEDIA und Online Aktuell

Heute:

* UUNET mit neuem Konzept
* Willkommen im Kukidentnetz
* Max-Planck-Institut startet ‘virtuelles Institut’
* Strom weg bei Power Computing
* Kodak kauft PictureVision
* Pizz@pleite
* DMMV oeffnet USA-Kooperationen
* Pad-Server


*Willkommen im Kukidentnetz

Wenn RTL-Chef Thoma ueber die Zielgruppe des ZDF laestern will, nennt er den Sender einen Kukidentsender - der Anteil der Kids in der Altersgruppe 50+ ist dort besonders gross. Marktforscher W3B freut sich, dass eine aktuelle Auswertung ihrer Internet-Umfrage ergeben hat, dass sich seit 1995 der Anteil der ueber 50jaehrigen als Internet-Nutzer mehr als verdreifacht hat.
Auch grosse Kaufhausketten haben das Potential der erfahrenen Konsumenten im Internet erkannt: Segmente der Ueber-Fuenfzigjaehrigen ‘sind im Internet-Kaufhaus der Renner’, so Ragnar Nilsson, Multimedia-Direktor von Karstadt. Da 80 Prozent der Kundschaft im Versandhandel weiblich ist, koenne gerade online bei den weiblichen Zielgruppen noch viel Terrain gewonnen werden. Dazu plant Nilsson die Kundinnen verstaerkt dort anzusprechen, wo sie in der Medienlandschaft anzutreffen sind: ‘...in Frauenzeitschriften, und zwar ebenso in den modeorientierten wie in den unterhaltenden Titeln.’ Gefragt bei den Ueber-Fuenfzigjaehrigen sind ausserdem virtuelle Treffpunkte wie der von AOL ‘Wir um die Vierzig’. Mit bis zu 50.000 Kontakten im Monat sind insbesondere die Internet-Seiten mit ‘Stammtisch’ oder ‘Tauschboerse’ und das ‘Pinboard’, eine Plattform zum Meinungsaustausch, aeusserst beliebt.
Professor Karl-Werner Hansmann, Internet-Experte am Institut fuer Betriebswirtschaftslehre der Universitat Hamburg ist ueberzeugt, da heute schon viel mehr Ueber-Fuenfzigjaehrige im Internet waeren, ‘wenn Anbieter und Provider sie gezielter anwerben und bedienen wuerden.’ Ueber Fuenfzigjahrige-gerechte Nutzung und Vermarktung des Internets sei tatsaechlich noch die ruehmliche Ausnahme. Auch Hansmann verspricht sich viel Erfolg von gezielter Anzeigenwerbung in den klassischen Printmedien, die von Ueber-Fuenfzigjahrigern gelesen werden.


*UUNET struktueriert um

Seit 1. Januar 1998 steht die UUNET Deutschland, einer der fuehrenden Internet Service Provider, unter neuer Geschaeftsfuehrung: Karsten Lereuth (32), der vorher die Position des Vertriebsleiters und Prokuristen bekleidete, widmet sich als Geschaeftsfuehrer in Zukunft dem Ausbau der fuehrenden Position des Unternehmens im deutschen Markt. Zu seinen Zielen gehoert eine erneute starke Erhoehung des Umsatzes, der bereits 1997 von 24 Millionen Mark auf 45 Millionen Mark nahezu verdoppelt werden konnte. Die Position des Marketingleiters hat im Dezember 1997 Michael Heuer (30) uebernommen. Zu seinen Zielen gehoeren der Aufbau des indirekten Kanals mit neuem TeamUUNET Partnerkonzept fuer den Fachhandel, die Entwicklung neuer Vermarktungskonzepte und die Erschliessung neuer Marktsegmente und Zielgruppen mit nationalen und internationalen Dienstleistungen. Dabei baut er auf seine langjaehrige Berufserfahrung, die er im Bereich ISP- und Carrier- Betreuung bei den Softwareherstellern North American Software, Lotus, Novell und zuletzt bei Microsoft gewonnen hat.


*Max-Planck-Institut startet ‘virtuelles Institut’

Das Heidelberger Max-Planck-Institut http://www.virtual-institute.de fuer auslaendisches oeffentliches Recht und Voelkerrecht macht das erste Teilprojekt des hier konzipierten ‘Virtuellen Instituts’ fuer die externe Nutzung zugaenglich.
Das ‘Virtuelle Institut’ steht fuer ein umfassendes Gesamtkonzept mit Pilotcharakter im Bereich der Geisteswissenschaften. Sein Ziel ist es, einer interessierten Fachoeffentlichkeit den schnellen und effizienten Zugriff auf umfassende Datensaetze zu ermoeglichen. Es umfasst die Archivierung, Erschliessung und Bereitstellung eigener sowie umfangreicher Dokumente und Informationen anderer Anbieter auf den Gebieten des Voelkerrechts und auslaendischen oeffentlichen Rechts.
Als neuartige Institution soll das ‘Virtuelle Institut’ in zwei Schritten etabliert werden. In der ersten Phase ermoeglicht eine neue Homepage den direkten Zugriff auf den Bibliothekskatalog des Institutes ueber das WWW. Bei der Informationsbeschaffung setzt das MPIV auf ein Konzept der ‘virtuellen Mitarbeiter’. Es umschreibt ein Kooperationssystem, fuer das weltweit Mitarbeiter gewonnen werden sollen, die, ohne direkt am MPIV angestellt zu sein, das Institut mit Datenmaterial versorgen. Mit ihrer Hilfe sollen laufend neue Ressourcen erschlossen, kopiert, bearbeitet und auf dem Institutsserver zur Verfuegung gestellt werden. Ihre Kooperation erfolgt auf freiwilliger Basis mit dem Anreiz privilegierter Zugangsrechte zu Informationen aus Datenbanken und CD-ROMs des Institutes. ‘Virtuell’ sind sie nur als Mitarbeiter des MPIV in Heidelberg, von dem sie raeumlich und institutionell getrennt arbeiten. Als ‘virtuelle Mitarbeiter’ erhalten sie die Moeglichkeit, sich ueber ihren Aufenthalt in Heidelberg hinaus aktiv an der Forschungsarbeit des Institutes zu beteiligen und seine Ressourcen zu nutzen. In Verbindung mit ‘virtuellen’ Expertenforen und Mailinglisten sollen so neue Formen wissenschaftlichen Austausches entstehen.

*Strom weg bei Power Computing

Wie wird man Millionaer? Man heisst Apple und ist Multimedia-Millionaer, dann geht das von alleine. 100 Mio. Dollar hat es sich Apple kosten lassen, den Clone-Hersteller Power Computing aufzukaufen, nachdem die Apfelfirma keine Lust mehr auf Konkurrenz in eigener Plattform hatte. Doch die Umstellung auf die Produktion von Wintel-PCs gelang nicht (wer kauft schon Wintel-PCs?). Jetzt wurde die Firma klammheimlich dichtgemacht.

*Kodak kauft PictureVision

Kodak hat 51 Prozent der Anteile an Picture Vision fuer eine nicht genannte Summe uebernommen. Das Unternehmen gilt als fuehrender US-amerikanischer Provider fuer digitale Bilduebertragung im Internet. Kodak will das Unternehmen als Tochter weiterfuehren. Kodak kuendigte gleichzeitig den Verkauf ihrer LVT-Tochter, die digitale Aufnahmegeraete herstellt, an.


*DMMV kooperiert mit MDG

Der DMMV und die US-amerikanische Multimedia Developers Group (MDG) haben eine weitreichende Kooperation vereinbart. Geplant ist die gegenseitige Unterstuetzung bei Konferenz- und Veranstaltungsprogrammen , Austausch von Forschungsarbeiten, Foerderung von Geschaeftsbeziehungen der Mitglieder durch erweiterten Informationsaustausch sowie die Entwicklung eines Austauschprogrammes zwischen den Mitgliedsunternehmen.


1&1 geht an die Boerse.
Der T-Online- und Internet-Vermarkter will sich damit kuenftiges Wachstum sichern und seine fuehrende Position im Direktvertrieb von Online-Produkten sichern. Die 1988 gegruendete Firma erwirtschaftet mit 600 Mitarbeiter rund 130 Millionen Mark Jahresumsatz.


*Pizz@pleite

Das Online-Magazin hatte zuletzt immer weniger Kaeufern und Anzeigenkunden geschmeckt. Im Januar erschien die letzte Ausgabe, dann wurden Leser, Fremdautoren und Redaktion auf ein ‘Redesign’ und die Umstellung auf zweimonatliches Erscheinen vertroestet. Doch die Verlagsbremse zog die Notbremse fuer das bunte Heft mit den vielen Netzadressen und den zahlreichen unbekleideten Screenshots.


*Pad-Server

Das Versandhaus Westfalia hat eine neue Aktion im Internet gestartet. Wer Baeuerchen macht, mit dem Pudel tanzt oder Lust hat auf das grosse Elektrokettensaegemassaker (nur echt mit GK 440 und zwei Meter Ketten), der kriegt ein Maus-Pad. Sprich: Wer auf die Webseiten der Online-Shops ‘Agrishop’, ‘Petzoo’ oder ‘Tecvhnika’ linkt, bekommt eines dieser unverzichtbaren Produkte, an die man so schwer rankommt.http://www.westfalia.de


von Joachim Graf

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