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Österreichs Bildungsministerin plädiert für CBT

23.04.98 - Interaktive Medien werden bei der Weiterbildung künftig eine zentrale Rolle spielen, so Österreichs Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer bei einer Diskussionsveranstaltung zur "Zukunft der Bildung" mit Experten in der Politischen Akademie der ÖVP in Wien unter der Moderation von Dr. Johannes Hawlik vom Fessel-GfK- Institut. "Weiterbildung", so Gehrer, "wird nicht mehr nur an einen bestimmten Standort gebunden sein, sondern kann auch ortsunabhängig erfolgen. Das ist die große Zukunftschance für Menschen, die nicht in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes alle Angebote zur Verfügung haben. Deswegen ist es wichtig, dass wir die Jugendlichen auf die Neuen Medien bereits in der Schule vorbereiten."

Die Bildung in der Schule müsse längerfristig wirkende Inhalte wie soziale Kompetenz und Teamfähigkeit aufweisen. Neben der Grundausbildung in den Kulturtechniken, die auch den Umgang mit dem Computer einschließe, sei auch das Lernen des Lernens notwendig und die Eigenständig, sich selbst weiterzubilden, so Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Schauer vom Institut für Informatik der Universität Zürich. Nur auf diese Weise könne die Schnelligkeit des Wandels gemeistert werden, so Schauer.

"Bis 2003 sind 80 Prozent der neuen Technologien bereits veraltet. 80 Prozent der zu diesem Zeitpunkt Erwerbstätigen sind heute schon beschäftigt und werden diese Veränderungen mit voller Wucht spüren", unterstrich Dr. Gerhard Riemer von der Vereinigung Österreichischer Industrieller die Notwendigkeit der Weiterbildung.

Eine wichtige Aufgabe des Lehrers sei es daher, das richtige Angebot auszuwählen und nicht reines Faktenwissen zu vermitteln, denn dazu reiche die Zeit nicht aus, so Schauer. Gehrer weiter: "Wir müssen weg vom enzyklopädischen hin zum exemplarischen Lernen." Das Bild des Lehrers müsse daher eines des "Vorlerners" sein, so Hon.-Prof. Dr. Peter A. Bruck von der Techno-Z FH Forschung & Entwicklung GmbH, Salzburg. Weiterbildung sei ein Auftrag, Bildung müsse getan werden. Aber das verlange auch, dass "ich weiß, dass ich lernen wollen muß", so Bruck weiter.

von Joachim Graf

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