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Gaming: Bayern generiert mehr als die Hälfte des deutschen Umsatzes

07.05.13 Bayern ist die wichtigste Gaming-Region in Deutschland. Die 228 Unternehmen der Spielebranche erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von insgesamt 1,21 Milliarden Euro, was rund 56 Prozent des gesamtdeutschen Umsatzes entspricht (2,15 Milliarden Euro). Diese Ergebnisse beruhen auf der Studie Games-Standort Bayern 2013 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser von Goldmedia zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen .

2012 erzielten die in Bayern aktiven Spieleunternehmen eine durchschnittliche Rendite von 26 Prozent. Entsprechend bewerteten auch 57 Prozent von ihnen ihre eigene wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut. Zwei Drittel der erfassten Games-Akteure erwarten für 2013 steigende Umsätze. Die Games-Industrie ist eine Branche mit guten Berufschancen. Seit 2010 stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeiter um 28 Prozent auf 2.022 im Jahr 2012.

Games-Standort Bayern

Mehr als die Hälfte aller befragten Games-Unternehmen (55 Prozent) sind mit dem Standort Bayern zufrieden bzw. sehr zufrieden. Als Hauptgründe werden die gute Infrastruktur, die hohe Wirtschaftskraft Bayerns sowie der gute Austausch zwischen Politik und Games-Branche genannt. Nachteilige Faktoren sehen die Befragten in erster Linie in den hohen Lebenshaltungskosten. Die Befragten erhoffen sich von der bayerischen Politik mehr Anerkennung und eine insgesamt höhere Akzeptanz der Games-Branche als Kulturgut. Zudem wünschen sie sich eine bessere finanzielle und staatliche Unterstützung, vor allem bei Start-ups.

Anbieterstruktur

Von den insgesamt 228 Unternehmen der Games-Branche Bayern haben knapp 40 Prozent ihren Schwerpunkt in der Entwicklung von Games. Jeder Fünfte agiert (auch) als Publisher, 17 Prozent sind Handelsunternehmen und 11 Prozent arbeiten im Markt als Agentur (Werbung/PR). Zwei Drittel aller Unternehmen haben ihren Firmensitz in München. Jedes fünfte Unternehmen verfügt mindestens über einen weiteren Standort in oder außerhalb Deutschlands.

Wie jung die Branche ist, zeigt die Auswertung nach Gründungsjahr: Knapp 80 Prozent aller Akteure sind nach 2000 in die Games-Branche eingestiegen, 19 Prozent starteten ihre Games-Aktivitäten erst innerhalb der letzten drei Jahre.

Laut der Studie nimmt vor allem die Bedeutung von mobilen und Online-Games zu. Zwar sind 68 Prozent der in der Befragung erfassten Unternehmen noch mit PC-Spielen aktiv, nahezu gleichauf liegen mit 65 Prozent aber bereits Games für Smartphones. Bei 59 Prozent der Befragten gehören Spiele für Tablets zum Programm und bei 54 Prozent Browser-Games (ohne soziale Netzwerke).

Entwicklungspotenziale

Während Games für stationäre Konsolen weiterhin die größten Umsatzanteile generieren, sind künftig vor allem mobile und Online-Games die stärksten Wachstumstreiber. Neue Impulse entstehen auch durch die stärkere Differenzierung mobiler Endgeräte und Plattformen. Zudem gewinnen Umsätze durch virtuelle Zusatzinhalte auf der Basis von Free-2-Play-Geschäftsmodellen für sogenannte Mikrotransaktionen weiter an Bedeutung.

(Autor: Verena Gründel-Sauer)

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