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EHI-Studie: ECommerce-Markt in Schweiz und Österreich konsolidiert sich

24.11.16 Es wachsen vor allem die Großen: In Österreich und der Schweiz legt der ECommerce-Markt zwar insgesamt zu, die großen Player wachsen aber überproportional, hat das Handeslinstitut EHI beobachtet.

 (Bild: Sorbyphoto/Pixabay)
Bild: Sorbyphoto/Pixabay
Der ECommerce-Markt legt sowohl in Österreich als auch der Schweiz zu, wobei das Wachstum im österreichischen Markt gleichmäßig ist, während in der Schweiz vornehmlich die großen Händler am stärksten zulegen konnten. Zum sechsten Mal untersuchen Statista zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser und EHI zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser die E-Commerce-Märkte Österreich und Schweiz anhand der jeweils 250 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter.

Der Umsatz der Top-250-Onlineshops in Österreich liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die größten 250-Onlineshops der Schweiz haben einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro erwirtschaftet, im Vorjahr waren es noch 4,9 Milliarden Euro. Aufgrund der Wechselkursschwankungen nach der Euro-Entkopplung des Franken ist es allerdings nicht sinnvoll, ein Wachstum auszuweisen.

Sichtbar ist dagegen die steigende Marktkonzentration: In beiden Ländern macht die Spitze der ersten 10 in etwa so viel Umsatz wie der Rest des Rankings. Die zehn umsatzstärksten Händler in Österreich erwirtschaften zusammen 1,1 Milliarden Euro, was 49,1 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. In der Schweiz ist dieses Verhältnis ähnlich: Hier generieren die Top-10-Shops mit 2,4 Milliarden Euro rund 44 Prozent des Gesamtumsatzes.

"Während in Österreich die Spitze des Rankings eindeutig besetzt ist, dahinter aber gleichermaßen Wachstum vorherrscht, rangeln in der Schweiz mehr Shops um die Krone, lassen damit aber den restlichen Markt noch stärker hinter sich", so Christoph Langenberg Christoph Langenberg in Expertenprofilen nachschlagen , Autor der Studie. Beide E-Commerce-Märkte entsprechen in ihrer Umsatzverteilung also dem Long-Tail-Modell: Während die Umsatzabstände auf den vordersten Plätzen immer größer werden, liegen die Onlineshops auf den hinteren Rängen des Rankings sehr nah beieinander.

Dynamik und Reife

Auch hinter der Spitze gibt es Dynamik: In Österreich wachsen die Shops bis Platz 200 im Durchschnitt ähnlich schnell wie die Top-Anbieter. Außerdem gab es 44 neue Onlineshops im Ranking, die in die Top 100 vordringen konnten. Der Schweizer E-Commerce zeigt sich hier mit einer höheren Einstiegshürde. Das Wachstum konzentriert sich hier stärker auf die Spitze. Die 31 Newcomer sind vor allem auf den hinteren Plätzen der Rangliste eingestiegen.

Multichannel und Mobile

Die Analyse der Mehrkanal-Aktivitäten zeigt erneut die zahlenmäßige Dominanz der Multichannel-Händler in beiden Ländern. In Österreich setzen 109 der 250 untersuchten Onlineshops auf Multichannel, in der Schweiz sind es 98 Anbieter. Eine Verknüpfung der Kanäle im Sinne des Cross- oder Omnichannel bieten im österreichischen Ranking 65 Shops an, in der Schweiz findet man dies bei 60 Händlern. Mobile Websites oder Apps sind in diesem Jahr zum Pflichtprogramm geworden - 82,8 Prozent der Anbieter in Österreich und 78,8 Prozent in der Schweiz haben ihren Onlineshop für mobile Endgeräte angepasst. Damit ist Mobile noch vor stationären Ladengeschäften im Inland in beiden Ländern der am stärksten angebotene zusätzliche Vertriebskanal.

(Autor: Dominik Grollmann)

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