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Digitalisierung in der PR: Printmedien bleiben wichtigster Kommunikationskanal

07.08.15 Printmedien behaupten sich in der digitalisierten Welt als wichtigster Kommunikationskanal für die Öffentlichkeitsarbeit im Handel. Der Trend zur Digitalisierung zeigt sich dennoch in der hohen Relevanz von Onlinemedien, der steigenden Präsenz von Handelsunternehmen in sozialen Medien und der wachsenden Bedeutung von Owned Media. Auch Big Data ist bei den Kommunikationsverantwortlichen des Handels längst ein Thema, so die Ergebnisse der EHI-Studie PR im Handel 2015 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

  (Bild: Robinams / Pixabay.com)
Bild: Robinams / Pixabay.com
Printmedien behaupten sich nach wie vor an der Spitze der Kommunikationskanäle, 86 Prozent der Befragten halten sie für sehr wichtig. Aber auch Onlinemedien (68 Prozent) gelten als sehr wichtig, ebenso wie Social Media (50 Prozent). TV und Hörfunk haben hingegen in den letzten Jahren an Relevanz verloren, nur noch 27 Prozent finden diese Kanäle sehr wichtig.

Im Presseverteiler nehmen Onlinemedien einen immer größeren Raum ein. Lag ihr Anteil im Jahr 2010 bei den meisten Unternehmen nur bei bis zu 10 Prozent vom Gesamtverteiler, sind es im Jahr 2015 schon bis zu 30 Prozent - mit steigender Tendenz. Keines der befragten Unternehmen bediente gar keine Onlinemedien.

Immer wichtiger werden Owned Media, also Kommunikationskanäle, über die Unternehmen selber veröffentlichen wie Websites, Blogs und Social-Media-Plattformen, Corporate-Magazinen oder Corporate-TV. Bei gut einem Fünftel nimmt diese Form bis zu 30 Prozent der Pressearbeit ein.

Social Media, Mobile PR und Augmented Reality

Laut Studie liegt der Anteil von Social Media innerhalb der gesamten Kommunikation bei den meisten Händlern zwischen 10 und 30 Prozent. Damit hat sich der Anteil im Vergleich zu 2012 deutlich nach oben verschoben, nimmt aber im Portfolio der Gesamtkommunikation weiterhin maximal ein Drittel ein.

Die Präsenz von Handelsunternehmen in sozialen Medien hat sich im Vergleich zu 2014 wieder deutlich gesteigert und setzt den in den Vorjahren beobachteten Trend damit fort. So sind nicht nur immer mehr der Befragten bei den klassischen Social-Media-Plattformen wie Facebook (91 Prozent), Youtube (73 Prozent) oder Twitter (60 Prozent) vertreten, sie streuen auch immer breiter z.B. auf Netzwerke wie Blogs, Google+ usw. Eine firmeneigene Community betreiben bereits 30 Prozent der teilnehmenden Unternehmen.

Mobile PR spielt bei den meisten der befragten Unternehmen derzeit noch keine große Rolle, wird aber voraussichtlich zukünftig an Bedeutung gewinnen (82 Prozent). Der Bereich Augmented Reality ist aktuell ebenfalls wenig bedeutend, ein Drittel geht allerdings davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Mehr als die Hälfte sieht allerdings auch zukünftig kein Potential in dieser Interaktionsform.

Etwas mehr als 40 Prozent werten regelmäßig Kundendaten aus, um diese Kunden personalisiert ansprechen zu können. Die Auswertung erfolgt dabei vor allem nach inhaltlichen (z.B. Interessen) und demografischen (z.B. Alter) Aspekten, aber auch nach geografischen (Wohnort) oder verhaltensbasierten (z.B. Klicks) Gesichtspunkten. Die Auswertung von Kundendaten erfolgt sowohl unabhängig von der Größe der befragten Unternehmen als auch von der Branche.

(Autor: Susan Rönisch)

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