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ECommerce als Gewinner: Weihnachtsgeschäft klettert auf über 80 MIlliarden Euro

28.10.13 Nach Einschätzung der Postbank werden die Umsätze im Weihnachtsgeschäft auf mehr als 80 Milliarden Euro klettern. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Plus von gut 1,5 Prozent.

 (Bild: Bitkom)
Bild: Bitkom
Die großen Gewinner werden in diesem Jahr wohl wieder die Online-Händler sein. Deren Umsatz dürfte im Gesamtjahr 2013 Schätzungen zufolge um rund 12 Prozent auf gut 33 Milliarden Euro steigen. Dies entspricht einem Anteil an den gesamten Einzelhandelsumsätzen von 7,7 Prozent.

Die Relevanz des Weihnachtsgeschäftes ist für den Online-Handel noch größer als für den Einzelhandel insgesamt. 2012 erzielten die Online-Händler im November und Dezember einen Umsatz von geschätzt 7,4 Milliarden Euro. Dies entsprach 25 Prozent des Jahresumsatzes. In diesem Jahr erwartet die Postbank einen Anstieg auf 8,3 Milliarden Euro. Der Anteil des Online-Handels am gesamten Weihnachtsgeschäft dürfte damit 2013 erstmals die 10-Prozentmarke übertreffen.

"Die Kaufbereitschaft der Bundesbürger ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr", sagt Dr. Marco Bargel Marco Bargel in Expertenprofilen nachschlagen , Chef-Investmentstratege der Deutschen Postbank AG. "Höher war sie zuletzt Ende 2006, als die Ankündigung einer Anhebung des Mehrwertsteuersatzes um gleich drei Prozentpunkte die Verbraucher zu vorgezogenen Käufen animiert hatte." Der Optimismus bei den Verbrauchern hat ein solides Fundament: Die deutsche Wirtschaft läuft rund, die Zahl der Beschäftigten steigt und die Zuwächse bei den verfügbaren Einkommen liegen über der Inflationsrate.

Auch das extrem niedrige Zinsniveau hilft dem privaten Verbrauch auf die Sprünge. Niedrige Realzinsen dämpfen die Sparneigung. Die Sparquote, die 2008 noch bei 11,5 Prozent der verfügbaren Einkommen gelegen hatte, befindet sich seit nunmehr fünf Jahren auf dem Rückzug. Für das gesamte Jahr 2013 rechnet die Postbank mit einer Sparquote von nur noch 10,0 Prozent. Unterstützt wird die optimistische Konsumerwartung durch die Abwesenheit stärkerer Störfaktoren. So sind die Energiepreise, mit Ausnahme von Strom, seit einiger Zeit recht stabil und die EU-Staatsschuldenkrise hat ihren Schrecken weitgehend verloren.

Verbraucher und Einzelhändler honorieren dieses positive Umfeld - zumindest den aktuellen Umfragen nach zu urteilen. Der GfK-Konsumklimaindex befindet sich auf dem höchsten Niveau seit 2007. Die Einzelhändler wiederum beurteilen ihre aktuelle Lage zwar nicht als berauschend, ihr Vertrauen in die Geschäftsentwicklung der kommenden sechs Monate ist aber seit der Jahresmitte kräftig gestiegen.

Einem Jahresendspurt im Einzelhandel steht damit eigentlich nichts entgegen. Anders als 2012, als der Umsatz in den Monaten November und Dezember gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf 78,8 Milliarden Euro zurückgegangen war, rechnet die Postbank in diesem Jahr mit einem moderaten Anstieg. Die wichtigsten Umsatzbringer werden voraussichtlich Elektronikartikel, Schmuck, Spielwaren und Bücher sowie Gutscheine aller Art sein.

(Autor: Joachim Graf)

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