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Smartphone ersetzt UKW-Empfänger: Sender werden zu Online-Audio-Anbieter

16.10.15 Der Webradiomonitor geht von einer Verdopplung des Werbemarktvolumens bis 2016 aus. Einheitliche Reichweitenmessung sollen die Vermarktungs­möglich­keiten verbessern, bessere mobile Datentarife die Nutzung attraktiver machen

 (Bild: RMS)
Bild: RMS
Die Nutzung von Online-Audio-Angeboten wie Podcasts oder Webradios über mobile Endgeräte wächst kontinuierlich, teilen die Bayerischen Landeszentrale für neue Medien zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser (BLM) und der Bundesverbands Digitale Wirtschaft zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser (BVDW) mit. Auf 9.792 deutsche Online-Audio-Angebote kommen die beiden Organsationen in der Studie "Webradiomonitor 2015", die auf den Medientagen München offiziell vorgestellt wird.

Wichtigster Faktor für eine weiterhin positive Marktentwicklung sind demnach bessere Mobilfunktarife. Gleichzeitig wächst die Nutzung von Online-Audio über mobile Endgeräte. Derzeit erfolgt bereits ein Drittel der Abrufe von Online-Audio-Angeboten über Smartphones oder Tablets (36 Prozent). Für 2017 wird erwartet, dass es fast zwei Drittel sein werden (62 Prozent). Neben mobilen Apps sehen die befragten Online-Audio-Anbieter auch online-fähige Autoradios als wichtigen Treiber der Entwicklung.

Umsatzschub bei Werbeerlöse erwartet

Die Mehrheit (52 Prozent) der werbefinanzierten Anbieter verzeichnete 2014 eine spürbar erhöhte Werbenachfrage, bei Anbietern mit mindestens 10.000 Euro Werbeumsatz liegt dieser Anteil sogar bei 83 Prozent. Bis 2016 erwarten die Anbieter eine Verdopplung des Werbemarktvolumens im Vergleich zu 2014 (+ 106 Prozent).

Während 56 Prozent der Hobby-Anbieter ausschließlich auf Eigenvermarktung setzen, liegt der Anteil bei professionellen Anbietern bei lediglich 27 Prozent. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Anbieter erwarten durch eine einheitliche Reichweitenmessung eine Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten; im Vorjahr lag dieser Wert bei 55 Prozent. Gut ein Drittel (34 Prozent) der professionellen Online-Audio-Anbieter arbeiten kostendeckend, bei Hobby-Anbietern liegt der Anteil bei 20 Prozent.

Der Webradiomonitor wird von Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) erstellt. Die Studie, die inzwischen zum siebten Mal erscheint, basiert auf einer umfangreichen Primärdatenerhebung mittels Befragung der Online-Audio-Anbieter (Werbeträger und Nicht-Werbeträger) in Deutschland im Zeitraum von Juni bis August 2015 und liefert wichtige Daten zu Anbietern, Inhalten, Nutzung und Werbeumsätzen im deutschen Online-Audio-Markt.

Erfasst wurden Online-Only-Radios, die Live-Streams der UKW- bzw. DAB-Radiosender, personalisierte Audio-Dienste, Mitmach-Radio-Plattformen (User Generated Radios), Radio-Aggregatoren sowie Musikstreaming-Dienste.

(Autor: Dominik Grollmann)

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