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Wie das Online-Geschäft mit Lebensmitteln wirklich boomt
20.07.10 - Der Online-Lebensmittelhandel gilt seit Jahren als lukrativer Zukunftsmarkt. Bislang allerdings haben Händler hier fast nur Geld verbrannt. Ein Schicksal, das nun auch Amazon droht. Denn das Lebensmittelgeschäft funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen. Doch dann eröffnet sich ein Milliardenmarkt.Diesen Artikel weiterlesen?
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Von: Dominik Schulz, DSCPM |
Zu: Wie das Online-Geschäft mit Lebensmitteln wirklich boomt | 20.07.10 |
Guter Artikel. Viele Ihrer Argumente werden schon lange diskutiert. Für jemanden aus der Online-Branche wiegen die positiven Argumente mehr und jeder fragt sich, warum in Deutschland keiner auf die Idee kommt es einmal "richtig" umzusetzen. Ich selbst habe 1998 eine eCommerce für exotisches Fleisch und Feinkost gegründet und 2008 an einen Konzern verkauft. Es sollte eine strategische Entscheidung sein, die Keimzelle für einen neuen Vertriebskanal, die auf lange Sicht geplant wurde. Nach 6 Monaten wurde das Projekt eingestellt. Es war eben doch keine strategische Entscheidung des Managements und schon garnicht die Überzeugung der Machtpromotoren. An Herrn Schrader von Otto kann man ebenfalls ablesen, dass ihm noch der Partner aus dem LEH fehlt, der die strategische Entscheidung für das eCommerce getroffen hat. Erfolgsbeispiele aus dem Ausland haben bei aller Unterschiedlichkeit der Märkte eins gemeinsam. Sie werden es erraten: die strategische Entscheidung. TESCOs eCommerce wurde vor 10 Jahren in der Abteilung "Strategy" geboren. Die konsequente Ausrichtung von Teilen des Unternehmens auf alle die kleinen und großen Probleme des eCommerce mit Lebensmitteln: trocken, tk, frische Food, letzte Meile, Payment, Logistik usw. unterlagen dem Anpassungsdruck der Strategie des Topmanagements. Geld und Ausdauer werden maßgeblich von der Strategie bestimmt und da fehlt es dem dt. Management im LEH noch an Überzeugung. Es sind eben Manager der Nicht-Internetgeneration, für die Schuhe und Anzüge im Internet schon out of scope sind. Die meisten Argumente, die von Seiten der Skeptiker kommen, sind Alibiargumente, um sich nicht mit eCommerce beschäftigen zu müssen. Es ist einfacher, Energie darauf zu verwenden, eCommerce im eigenen Unternehmen zu verhindern als es durchzusetzen. Die Konsumenten sind längst weiter. In 10 Jahren Erfahrungen mit Kunden die Lebensmittel online kaufen, ist in mir die Erkenntnis gewachsen, die Nachfrage ist da, nur das entsprechende Angebot fehlt. Dominik Schulz | ||
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