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iBusiness Executive Summary

Schnell im Bizz: Das wird Web 3.0

23.05.06 Weil das Web 2.0 ganz langsam ins taktische Visier der Unternehmen rückt, ist es an der Zeit, sich zu überlegen, was nach dem Social Web kommt. Die Betaversion einer Prognose:

 (Bild: Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
In der Branche wird gegenwärtig viel über 'Web 2.0‘ diskutiert. In aller Regel wird mit diesem wunderschönen Marketing-Buzzword 'Weblogs‘ gemeint - denn das ist die wichtigste, die sichtbarste und funktionierendste Web-2.0-Anwendung.

In kompetenteren Kreisen versteht man unter Web 2.0 Begriffe wie 'Nutzergenerierte Inhalte‘ und 'Social Software‘. Kampfbegriff: Aus dem 'Read-only-Web‘ werde das 'Writable Web‘. Damit ist das World Wide Web also da wieder angekommen, wo es vor dem Hijacking der Marketingabteilungen Mitte der 90er Jahre schon einmal war: Bei der Austauschplattform von Inhalten. Web 2.0 ist also die Rückkehr zu Web 0.2 - wenn auch auf einer (dialektisch) höheren Ebene.

Im Run auf das nächste große Ding vergisst man hin und wieder, dass auf jedes nächste große Ding ein übernächstes folgt. Ich habe das der Einfachheit halber 'Web 3.0‘ genannt.

Diese Zukunft des Internets wird sich in den kommenden 60 Monaten manifestieren:

Das Ende der Zielgruppe: Die Zielgruppenatomisierung setzt sich fort, die Selbstidentifikation von Nutzern mit definierbaren Gruppen schrumpft und wird immer zufälliger und sprunghafter. Die künftige Zielgruppengröße im Internet wird "1" sein.

Das Ende der Reklame: Immer mehr Nutzer wollen Beziehung statt Dialog. Klassische Reklame wird immer stärker von Vermeidungsstrategien der Konsumenten unterbunden. Behaviour-Marketing und -Sales wird klassische Einblendwerbung ablösen. Em-pfehlungssysteme und Community-Verkauf bilden den Übergang zwischen Web 2.0 und Web 3.0.

Das Ende der Produkthoheit: Das Vordringen von Preisvergleichssystemen lässt das Unterscheidungskriterium 'Preis‘ im Web verschwinden. Als neuer Produkt-USP wird sich die (standardisierte, web-basierte, vollautomatische) Individualisierung von Produkten herausbilden. Im zweiten Schritt werden Nutzer und potenzielle Käufer immer stärker schon in die Entwicklung von Standardprodukten mit einbezogen. 'Open Innovation‘ löst die Marktforschung ab.

Das Ende der Kaufhoheit: Abseits der Impulskäufe werden künftig intelligente Agenten den Kaufvorgang von der Produktsuche über den Preisvergleich bis hin zur Order ganz oder teilweise übernehmen. Die künftige Herausforderung ist, innerhalb dieser Agentensysteme mit seinen Produkten präsent zu sein. 'Agentenoptimierung‘ statt 'Suchmaschinenoptimierung‘ heißt das Dienstleistungsmodell der Zukunft.

Web 2.0 wird Marketing und Kommunikation verändern - Web 3.0 den kompletten Wertschöpfungsprozess von Produktion bis After-Sales.

Warum man wissen muss, was in den nächsten fünf Jahren kommt? Erstes Argument: Weil jede taktisch richtige Entscheidung in einem Unternehmen nur dann auch wirklich richtig ist, wenn sie zusätzlich strategisch in die richtige Richtung führt. Zweites Argument: Bis man einen größeren oder großen Tanker - Mittelständler oder Großunternehmen - strategisch auf Web-3.0-Kurs gebracht hat, werden ohnehin drei oder vier Jahre vergehen. Womit man dann gar nicht mehr so weit entfernt ist, von der ach-so-fernen Web-3.0-Zukunft.

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