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Internetagentur-Ranking 2015: Branche wächst ungebrochen

23.04.15 Das aktuelle Internetagentur-Ranking zeigt: das Branchenwachstum hält an. Vor allem die Honorarumsätze der Branchendickschiffe und der Top-50-Agenturen legen kräftig zu. Dennoch haben die Interaktiven ein generelles Problem.

  (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag
1,218 Milliarden Euro Honorarumsatz haben die größten deutschen Full-Service-Internetagenturen im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als erstmals die historische Milliarden-Hürde genommen wurde und sich der Umsatz auf 1,055 Milliarden Euro summierte.
Deutlich über zwei Drittel (71 Prozent) des Gesamtumsatzes wurden von den 50 größten der 231 gemeldeten Agenturen erwirtschaftet. Agenturen, die in der Top 50 des Internetagentur-Rankings erscheinen, müssen aktuell mindestens einen Honorarumsatz von 6,1 Millionen Euro nachweisen. Im Vorjahr reichten hier noch 5,7 Millionen Euro. Die Top-10-Internetagenturen tragen zusammen 414,35 Millionen Euro Honorarumsatz bei und verantworten damit ein gutes Drittel (34 Prozent) des Branchenumsatzes.

Die umsatzstärksten Agenturen der digitalen Wirtschaft 2014

Die Plan.net Gruppe zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen führt als größte Full-Service-Agentur 2015 zum ersten Mal das Ranking an. Der Honorarumsatz von Plan.net, vergangenes Jahr Zweitplatzierter, liegt bei 67,26 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (54,27 Millionen Euro) knapp ein Viertel mehr Umsatz. Grund dafür: Im Juli 2014 hat Plan.net den ECommerce-Spezialisten HmmH Multimediahaus, zuletzt Platz sechs, übernommen. Damit verdrängen sie die bisher größte Interaktivagentur, die UDG United Digital Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser (66,18 Millionen Euro Umsatz) von der Pole Position. Der Verbund aus neun Agenturen mit gemeinsamer Holding hatte 2011 den Markt betreten.

Zwar mit Abstand, aber mit einem starken Umsatzplus von knapp zwölf Millionen Euro, folgt als Drittplatzierter SinnerSchrader zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen (49,97 Millionen Euro), die nun Team Neusta zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen (48,86 Millionen) auf Rang vier verweisen. Platz fünf geht an Sapient zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , die die vergangenen drei Jahre ihre Umsätze nicht gemeldet und zuletzt 2011 auf Platz drei gelistet waren. Auf Platz sechs folgt der Neueinsteiger C3 Creative Code and Content zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser . C3 ist eine neue Agenturengruppe, die aus dem Zusammenschluss von KircherBurkhardt, BurdaCreative, Wunder Media und Rethink entstanden ist.

Die Topten der Internetagenturen 2015

RangAgenturHonorarumsatz
1 (2)Plan.Net Gruppe zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 67,259
2 (1)UDG United Digital Group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 66,179
3 (4)SinnerSchrader Aktiengesellschaft zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 49,972
4 (3)team neusta zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 48,959
5 (-)Sapient GmbH zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser 43,418
6 (-)C3 Creative Code and Content GmbH zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser 32,052
7 (11)Valtech zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 28,845
8 (8)SYZYGY AG zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 26,777
9 (5)dmc digital media center / diconium group zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 26,444
10 (7)Wiethe Interaktiv zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen 24,45


Alle führenden Agenturen konnten ihren Umsatz steigern, was zeigt, dass es der Branche gut geht. Die 29 umsatzstärksten Agenturen erwirtschafteten jeweils einen achtstelligen Betrag - dafür sind 177 der 231 gelisteten Agenturen Umsatzmillionäre. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 konnten nur 115 Agenturen der damals 200 gelisteten Agenturen die Millionen-Grenze überschreiten. Erfreulich auch: Alle Agenturen, die im vergangenen Jahr unter den Top 25 waren, sind in diesem Jahr wieder dabei. Nur zehn Agenturen der Top 100 nehmen am aktuellen Ranking nicht teil. Zudem haben nur 37 der 231 teilnehmenden Agenturen einen Umsatzrückgang gemeldet.

Zwar kommt es durchaus vor, dass Unternehmen auf eine Teilnahme verzichten, wenn sie einen Umsatzrückgang melden müssten. Unsere Nachprüfungen belegen allerdings, dass dies keineswegs das vorherrschende Motiv der nicht mehr teilnehmenden Agenturen ist. Kein einziger der Vorjahresteilnehmer musste wegen Insolvenz oder Geschäftsaufgabe die Teilnahme absagen.

Pro-Kopf-Umsatz bleibt Sorgenkind

12.779 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigen die deutschen Top-Agenturen aktuell; ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Branche stellt also ein. So steigt erstmals die Mitarbeiterzahl in den Agenturen in etwa proportional zum Umsatz. Dennoch bleibt es ein massives Branchenproblem, geeignetes Personal zu finden.

Deutlich problematischer zeigt sich die Entwicklung des durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatzes. Er liegt aktuell bei 85.219 Euro und ist damit (Vorjahr: 84.489 Euro) gerade mal im Promille-Bereich gestiegen. Unter dem Strich ist das nach wie vor deutlich weniger als in anderen Branchen. Zum Vergleich: Die Top 50 der größten Werbeagenturen erreichten 2014 einen Pro-Kopf-Umsatz von 118.500 Euro. 2012 lag der Pro-Kopf-Umsatz in den Internetagenturen, die insgesamt 9.954 Mitarbeiter beschäftigten, noch bei 93.014 Euro im Schnitt. Im Jahr 2008 summierte sich der Pro-Kopf-Umsatz sogar auf 94.440 Euro bei 6.856 Beschäftigten.

iBusiness-Poster Internetagentur-Ranking 2015 (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag
iBusiness-Poster Internetagentur-Ranking 2015
Eindeutig über dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz des Rankings liegt die Agentur Valtech mit 225.355 umgesetzten Euro je Mitarbeiter. Und dieses Wachstum ist rein organisch. Auf Nachfrage erklärte die Agentur, sich kaum vor Aufträgen retten zu können und sehr viel auf Freelancer und Partneragenturen zugreifen zu müssen. Bei den zehn größten Full-Service-Agenturen werden im Schnitt je Mitarbeiter knapp 123.470 Euro umgesetzt. Valtech erzielt damit auch in der Spitzenklasse das beste Ergebnis pro Angestellten vor Pilot Hamburg zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen , die knapp 127.000 Euro pro Kopf umsetzen. Das Schlusslicht in der Top 10 ist in puncto Pro-Kopf-Umsatz Team Neusta mit gerade mal 98.100 Euro, die damit allerdings immer noch über dem generell niedrigen Branchendurchschnitt liegen.

Mit einem kräftigem Wachstum des Honorarumsatzes von 210,3 Prozent ist EWERK zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen mit Abstand die am schnellsten wachsende Agentur ab 2,5 Millionen Euro Umsatz. Es folgen mit einem Umsatzplus von 105 Prozent die Antwerpes AG zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen und adesso mobile zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen (plus 54 Prozent). Die schnellstwachsende Agentur unter 2,5 Millionen Euro ist dieTaikonauten GmbH & Co zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser , deren Umsätze um 69,2 Prozent zugelegt haben. Mit einem Plus von 57,5 Prozent folgt dahinter die e-pixler New Media GmbH zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser vor Panorama3000 zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen mit einem Umsatzwachstum von 50 Prozent.

Wachstumstreiber der Branche bleiben die klassischen Segmente E-Commerce und Onlinemarketing. In beiden Disziplinen dominieren die Branchendickschiffe die aktuellen Subrankings, allerdings haben sich die Agenturen häufig auch auf diese Segmente spezialisiert. So liegt der Umsatzanteil gemessen am gesamten Honorarumsatz in der Top 20 der Subrankings, bis auf wenige Ausreißer, zwischen 50 und 100 Prozent.

Unter den zehn Top-Verdienern im Segment E-Commerce sind sieben Agenturen aus der Gesamtranking-Top-10 vertreten. So stammen 75 Prozent des Honorarumsatzes bei SinnerSchrader und 65 Prozent bei Team Neusta aus Projekten im E-Commerce. Die Agentur DMC erwirtschaftet sogar sämtliche Umsätze in diesem Segment, während die Agentur Wiethe Interaktiv 98 Prozent ihrer Honorarumsätze mit Onlinehandels-Aufträgen erwirtschaftet. Jedes am Ranking teilnehmende Unternehmen gibt an, welchen prozentualen Anteil vom Umsatz es in den einzelnen Branchen erwirtschaftet. Auf Grundlage dieses Anteils werden die Segmentumsätze aus dem Gesamtumsatz herausgerechnet.

Die Interaktivagenturen entwickeln sich größenunabhängig stabil

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Entwicklung des Honorarumsatzes und der Anteil nach Agenturclustern der Interaktivbranche,
(chart: HighText Verlag)
Die Sonderauswertung aufgeschlüsselt nach der Entwicklung des Gesamthonorarumsatzes der Branche geclustert nach den Umsatzanteilen der Top 10, Top 50 und Top 100 zeigt, dass sich die Agenturumsätze - egal wie groß oder klein die Agentur ist - sehr homogen entwickeln. Das heißt in erster Linie, dass trotz der starken Markt-Fragmentierung, keine Konsolidierung im Agentur-Markt der digitalen Wirtschaft stattfindet.

Sämtliche Cluster wachsen kontinuierlich mit dem Gesamtumsatz. Auch Agenturzusammenschlüsse oder Übernahmen tun der Entwicklung keinen Abbruch. Entsprechend sind die Auftragsbücher kleiner oder mittelständischer Full-Service-Agenturen genauso gefüllt wie die der Top-Agenturen. Das wiederum könnte ein Indiz dafür sein, weshalb Übernahmen recht selten und tendenziell eher rückläufig im Agentur-Onlinebusiness sind. Sämtliche Dienstleister sind gesundet und wachsen stabil organisch.

Das Internetagentur-Ranking gilt als das Branchenbarometer der interaktiven Wirtschaft. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft BVDW und iBusiness erheben gemeinsam mit den beiden Werbefachmagazinen Werben und Verkaufen und Horizont die umsatzstärksten Agenturen aus der digitalen Wirtschaft. Grundlage des Rankings sind ausschließlich die Honorarumsätze der Agenturen aus dem Geschäftsjahr 2014. Zur weiteren Qualitätssicherung müssen die Angaben der größten 50 gelisteten Unternehmen per Testat eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters belegt werden. Weitere Testate werden stichprobenartig eingefordert.

Zu beachten im Ranking ist, dass die Umsätze von Agenturen und IT-Häusern, die weniger als 60 Prozent des Honorarumsatzes mit Internet-Agenturleistungen erbringen, fehlen. Ebenso werden Interaktivdienstleister nicht gelistet, die keinen Full Service anbieten: SEO- oder Performance-Agenturen beispielsweise. Spezialisierte ELearning-Dienstleister finden sich in den aktuellen Spezifikationen des Rankings längst nicht mehr wieder. Zusätzlich können die globalen Netzwerkagenturen nicht berücksichtigt werden, die aufgrund des Sarbanes-Oxley Act lokale Teilumsätze nicht melden wollen.

(Autor: Susan Rönisch)

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