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Interaktiv-Trends 2012 (5): Interaktives TV

30.12.11 In 2012 wird das Fernsehen immer interaktiver werden und sich weiter mit dem Internet vernetzen. Die Community selbst wird mit ihren Beiträgen im Web 2.0 dafür sorgen, dass ihr Input das TV bereichert.

Intenet und TV verschmelzen zusehends (Bild: Gerd Altmann Pixelio)
Bild: Gerd Altmann Pixelio
Intenet und TV verschmelzen zusehends
Neben dem Livestream der Sendung bietet "The Voice of Germany Connect zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser " News zur Show in Echtzeit, und somit die Option, sich mit seinen Freunden auszutauschen und einige weitere Interaktionen zusätzlich:

So können die Nutzer parallel zur TV-Ausstrahlung des neuen ProSieben Sat1-Formats "The Voice of Germany Relation Browser " Quizfragen beantworten oder bei Ratings abstimmen. Diese Form des TV wird sich in 2012 verstärkt durchsetzen. Das Fernsehen und das Web befinden sich in einem Stadium, in dem sie sich gegenseitig befruchten. Was zählt ist die gute Story.

Eine Studie des Marktforschers Ipsos Relation Browser von Oktober 2011 kommt zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der befragten 16- bis 64-Jährigen, die schon heute einen internetfähigen Fernseher haben, gern unabhängig vom regulären TV-Programm einen eigenen TV-Sender mit ihren Lieblings-Sendungen, Clips und Online-Videos bestücken würden. Reizvoll wäre, laut Studienergebnissen auch, ausgewählte Clips nach Sendedauer oder Schauspielern sortieren zu können. Hinzu kommt, wenn das TV-Gerät Vorschläge und Filmtipps zu den eigenen Vorlieben macht. Hierfür sollte der heimische Fernseher etwa ein Profil des Nutzers erstellen, der wiederum jede Sendung bewerten kann.

  (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag

Neben solchen Finessen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch Entwicklungen wie das Appointment-Viewing durchsetzen, bei dem sich Freunde zum Sonntagabend-Tatort verabreden und jeder von zuhause aus in einem Widget oder über Facebook mitteilt, wer der Mörder sein könnte. Der Trend Fernsehen und Online zur gleichen Zeit wird sich verstärken. Multitasking wird mehr und mehr zur Normalität, d.h. die etablierten Interaktions- Bewertungs- und Vernetzungsfunktionen werden künftig auch Einzug ins TV halten.

Es wird weiter eine Millionen-Gemeinde sein, aber sie versammelt sich im Netz. Und das nicht zu einer bestimmten Uhrzeit, sondern der Nutzer greift auf sein Video-Entertainment zu, wann immer er es möchte. Der Austausch findet vermehrt in den sozialen Netzen, auf Fanseiten, auf den Pinnwänden der sozialen Medien und in Foren statt.

Was in Unternehmnes Videos mit dem direkten Einfluss auf den Erzählstrang nach dem Motto "Jeder kann mit entscheiden, wie es weitergeht" begann, wird sich weiter fortsetzen. Integrierte, kanalübergreifende Kampagnen erhalten durch interaktives Fernsehen ein neues, starkes Bindeglied. Neben einer effizientere Markenführung und kontinuierlichem Kundendialog bedeutet dies auch neue Wachstumsfelder für den Handel.

(Autor: Markus Howest)

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