Kiosksysteme im stationären Einzelhandel

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Aus dem Vorwort

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Seit Mitte der neunziger Jahre haben Informations- und Kommunikationstechnologien im Rahmen der allgemeinen Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft einen erheblichen Bedeutungszuwachs erfahren. Multimedia und E-Commerce sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Kiosksysteme stellen einen Teilbereich dieser Entwicklung dar.

Werden Kiosksysteme im weiten Sinne definiert als "elektronische Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Befriedigung eines Informationsbedürfnisses, bzw. zur Tätigung von Transaktionen", werden die Einsatzpotenziale der Kiosksysteme zumindest angedeutet. Bei dieser breit angelegten Definition lassen sich auch Handys, in Kraftfahrzeuge eingebaute Navigationssysteme, Zigarettenautomaten sowie auf Chipkarten/Transpondern basierende Identifikations-, Kontroll- und Einlasssysteme als Kiosksysteme auffassen.

An dieser Stelle sei auch die These aufgestellt, dass diese Einsatzbeispiele zukünftig einen erheblich größeren Bedeutungszuwachs erfahren werden, als dies der Kioskmarkt derzeit widerspiegelt. Nichtsdestotrotz werden auch klassische Terminals zukünftig einen festen Platz im täglichen Leben einnehmen. In ihrem Funktionsumfang werden diese jedoch entweder reduziert auf 'Killerapplikationen' oder erweitert durch neue Technologien, die einen im Vergleich zu bisherigen - auch nicht-multimedialen - Alternativen deutlichen Mehrwert offerieren.

Um über die Einsatzpotenziale wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert zu berichten, fand im Wintersemester 2003/2004 am Institut für Marketing und Handel der Universität Göttingen eine Spezialveranstaltung ausschließlich über Kiosksysteme im Handel statt. Diese, gemeinsam mit den Studenten erarbeiteten Erkenntnisse liefern die Basis für diese Publikation.