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Neuauflage: E-Learning in Deutschland 2005 Sonderteil Schule 2. aktualisierte Auflage

(iBusiness) Knapp zehn Millionen Schüler in allgemein bildenden Schulen und weitere 2,8 Millionen junge Menschen in der beruflichen Schulausbildung sowie 720.000 Lehrer sind Zielgruppen für ELearning-Angebote im schulischen Bildungsbereich. Von 2001 bis 2004 wurden rund eine Milliarde Euro für die Nutzung interaktiver Medien an deutschen Schulen investiert. Viel Geld, für die derzeit noch bei weitem nicht effizient genutzten Lernangebote. Zu diesem Ergebnis kommt der aktualisierte und stark überarbeitete Sonderteil 'Schule' der Studie 'E-Learning in Deutschland 2005' aus dem HighText-Verlag. Es analysiert wie Massenmedien, Wissen und Schule das Lernen und Lehren beeinflussen und gibt Prognosen und Empfehlungen für das schulische E-Learning.

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Die Gesamtstudie "E-Learning in Deutschland 2005" fußt auf fünf Säulen. Dies sind die klassische Marketingforschung, die Werbeforschung, Mediaforschung, Kundenzufriedenheit bzw. Qualitätsmanagement sowie Sozial- und Politikforschung. Es wurden insgesamt über 27.000 Personen in ihrem Lernverhalten analysiert. Eine besondere Leistung der Studie und erstmalig in Deutschland war die Durchführung von 178 Interviews mit Entscheidern in Institutionen und Unternehmen für diese Untersuchung. Sie verharrt somit nicht in einem deskriptiven Verfahren, was für Studien im Bereich 'Lernen mit Neuen Medien' die Norm ist.

Schulspezifische Fragestellungen im Mittelpunkt
Mit den fünf unterschiedlichen Forschungsansätzen geht dieser Sonderteil speziellen schulspezifischen Fragestellungen nach bei den Zielgruppen Schüler, Lehrer, Institutionen, Verlage bzw. Contentanbieter. Es werden die Rahmenbedingungen des Einsatzes von Informationstechnologien geschildert.

Auch in Schulen gewinnen Forderungen nach dem ROI und ROE (Return on Education) einen besonderen Stellenwert. Deshalb wird hier über den Stand der Qualitätssicherung, über die Etablierung von Standards und organisatorische Vorgehensweisen im Umgang mit E-Learning berichtet. Kostendimensionen des E-Learning werden nachgewiesen.

Auf ihre Anwendbarkeit im schulischen Bereich überprüft werden Maßnahmen und Verfahren, die in der Optimierung von Arbeitsabläufen und im Rahmen neuer strategischer Ausrichtungen in der Wirtschaft Einsatz finden. Einen besonderen Stellwert haben hierbei quantitative wie auch qualitative Studienergebnisse, die aus der Kommunikations-, Werbewirkungs- und Webforschung stammen. Sie sind dezidiert nutzerfokussiert, geben also Erwartungen, Einstellungen und das Verhalten der Lernenden wieder, im Gegensatz zu anderen Studienansätzen im schulischen Bereich, die entweder mangels der Kenntnis innovativer und kommerzieller Forschungstechnologien solche Ansätze nicht verfolgen oder sich an anderen Hürden stoßen und durchgehend die Sichtweise des Lehrenden verfolgen.

Medienverhalten junger Zielgruppen und Lehrer
Medien beeinflussen das Freizeit- und schulische Verhalten junger Menschen in erheblichem Maße. Auf der Grundlage aktueller Daten wird das Medien- und Lernverhalten junger Zielgruppen dargestellt. Intendierte Prozessoptimierungen in der Schule hängen stark von der Einsatzwilligkeit und Befähigung der Lehrer ab. Beachtung findet somit der Einsatz neuer Lerntechnologien durch die Unterrichtenden: Privat, schulorganisatorisch und im Unterricht selbst. Beide erste Nutzungssituationen finden bisher wenig Berücksichtigung bei der Gesamtbetrachtung des Themas IT mit der Zielsetzung 'Effizienzsteigerung schulischer Prozesse'.

Messverfahren und Managementtechniken im E-Learning an Schulen
Die Durchführung der einzelnen Studienabschnitte erfolgte mit der Bereitstellung von Know-how und Messtechnologien verschiedener Unternehmen. Damit lässt sich aufzeigen, dass Lernprozesse in einzelnen Phasen tief analysierbar sind: Wie und wann wird gelernt, in welchen Zeiträumen, in welcher Intensität, mit welcher Motivation, wer sind die Zielgruppen. Es wurde nachgewiesen, dass Software-Lernangebote in ihrer Qualität messbar sind, welche Wirkungsstrukturen und Optimierungsfelder sie haben, und wie sie bei dem Lernenden in bestimmten Bereichen wirken.

Die in der Studie enthaltenen Vorgehensweisen, Zahlen und Folgerungen haben einen deutlich ökonomischen Hintergrund. Deswegen haben die beiden Autoren ihnen bekannte Organisations- und Messverfahren aus der Kommunikations-, Werbe- und Webforschung sowie solche aus der Betriebswirtschaft in das schulische Lernen übertragen. Ihre Grundsätze bei der Herangehensweise an das weite Feld des Lernens online und mit dem Computer waren der bekannte Marketingbegriff: 'Consumer Insight' und die Devise: "If you can't measure it you can't manage it" (Peter F. Drucker).

Die zu Beginn des Jahres 2005 zu hörende Kritk laut Empirie brächte das Lernen mit neuen Medien nichts (Royal Economic Society und Thomas Fuchs und Ludger Wößmann, Institut für Wirtschaftsforschung) bemängelt, dass Kinder in Haushalten mit hoher IT-Ausstattung wenig lesen und schlechte schulische Leistungen zeigen. Spätere berufliche Anforderungen bestünden nicht. Im Rahmen dieser Kritik wird zudem ein Defizit gesehen bei der Vermittlung von abstrakten Sachverhalten zugunsten 'attraktiver' bildlicher Darstellungen. Es ist zahlenmäßig nachvollziehbar, dass ähnlich wie in der jüngsten 'Medien-Unterschicht'-Diskussion hohe Unterhaltungs-IT-Ausstattungen häufig in Haushalten anzutreffen sind mit einem unterdurchschnittlichen formalen Bildungsniveau (bei durchaus überdurchschnittlich freiem verfügbaren Einkommen). IT-Ausstattung ist dann mit Sicherheit nicht gleichzusetzen mit hoher Bildungsauswirkung.

Was berufliche Anforderungen anbelangt, sind der Umgang mit Internet, E-Mail und digitalen (Unterhaltungs-/Informations-) Medien ein 'Muss' in der heutigen Berufswelt. In welchem Umfang 'Augmented und Virtual Reality' Lernvorgänge mittels 'Immersion' in abstrakte Vorgänge erleichtern (siehe Beispiele Fraunhofer/ZGDV) ist von den Kritikern aus Statistik und Empirie offensichtlich noch nicht nachvollzogen worden.

Bei aller Nachvollziehbarkeit der Gründe für eine inhaltliche und organisatorische Ausrichtung von Unterricht und Schule mittels IT ist bisher kaum hinterfragt und noch weniger wissenschaftlich belegt worden, wann und wie E-Learning oder das Lernen mit Neuen Medien überhaupt funktioniert. Vorliegende Studie gibt Antworten darauf, welche Lernbereiche mit welchen Instrumenten gemessen werden können und welche Managementtechniken für eine Optimierung schulischer (Lern-)Abläufe einsetzbar sind. Sie trifft Aussagen zu Funktionsweisen und zu Ausprägungen einzelner Lernphasen der Lernenden.

Ökonomische Betrachtungen der Nutzung von Neuen Medien in Schulen
In dem derzeitigen Wirtschaftszyklus, der durch Stagnation oder Schrumpfung und durch eine Überprüfung der Erhaltung oder Umstrukturierung von Dienstleistungen der öffentlichen Hand gekennzeichnet ist, kommen E-Learning, dem Bildungscontrolling, und dem ERP ein besonderer Stellenwert zu. Knapp 1 Mio. Computer in deutschen Schulen aufgerüstet mit teurer Software und eingefügt in Schulräume mit teilweise aufwändigen Umbauten stellen Investitionen dar, die nachvollzogen werden wollen.

Eindeutige Vorzüge bieten Computer- und Internet-gestütztes Lernen gegenüber klassischem Lernen aufgrund der Möglichkeit zur Individualisierbarkeit von Lerninhalten und -Tempo und deren unmittelbarer Überprüfbarkeit hin auf Kosten und Erfolg. Die Individualisierbarkeit der Lernvorgänge - 'Customization' - führt mit der Durchdringung von IT-Strängen in allen Wirtschafts- und Unternehmensbereichen, in der dann auch Lernen in neuen Formen und zwar ohne >e< zu einer Selbstverständlichkeit wird. Das >e< steht auch für economics. E-Learning kann erheblich günstiger sein als klassisches Lernen und zu einer volkswirtschaftlichen Effizienzoptimierung führen. Diese Studie stellt entsprechende Hintergründe, Szenarien und Berechnungen vor, auch mittels eines ausgewogenen Berichtsbogens oder der Balanced Scorecard.

Hintergrundinformationen zu den Autoren
Die Autoren Robert Hanke, zuvor bei Arcor zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Online, Manager Webstatistik Direct Marketing, Webfileanalyse Content und Helmut Poppe, Initiator und Autor der Studie 'eLearning in Deutschland 2005' haben das emr-Forschungsprojekt (educational media research) ins Leben gerufen. Poppe ist Leiter des Arbeitskreises E-Learning im Bundesverband der digitalen Wirtschaft eV. Berufliche Stationen: Leitung elektr. Medien in der Gong-Gruppe, Verkaufsdirektor bei IPA/IP Multimedia, Leiter eines Medienzentrums.



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Inhaltsverzeichnis: E-Learning in Deutschland 2005 Sonderteil Schule